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Zwischen Dominanz und Fahrlässigkeit: MSV 2020 macht es unnötig spannend

Der SV Oberloisdorf stemmte sich im Viertelfinale des Raiffeisen-BFV-Cups mit aller Kraft gegen den übermächtigen Gegner – doch am Ende setzte sich der Tabellenführer der Burgenland-Energie-Landesliga, der MSV 2020, knapp mit 3:2 durch. Was wie eine klare Angelegenheit begann, entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Cup-Fight.

 

Blitzstart schockt die Hausherren

Kaum war das Spiel angepfiffen, schlug es bereits ein. Sebastian Trenkmann ließ mit einer starken Einzelaktion die Defensive der Hausherren stehen und stellte nach wenigen Augenblicken auf 1:0 für die Gäste. Ein früher Wirkungstreffer, der die Richtung vorzugeben schien. Und Mattersburg legte nach: In der 12. Minute zirkelte Justin Strodl einen Freistoß gefährlich in den Strafraum, wo Christoph Leitgeb den Ball artistisch erwischte. In hohem Bogen segelte das Leder über den Torhüter hinweg und senkte sich unhaltbar ins Kreuzeck – 2:0!

Die Partie schien früh entschieden, die Fans rechneten bereits mit einem Torfestival. Doch was folgte, war ein Lehrbeispiel in Bezug auf Chancenverwertung – allerdings im negativen Sinne. Latte, knappe Fehlschüsse, ein Kopfball über das Tor: Der MSV 2020 ließ eine Vielzahl hochkarätiger Möglichkeiten liegen.

Und plötzlich war Oberloisdorf da. In der 27. Minute brachte Fabian Schoberwalter eine punktgenaue Flanke in den Strafraum, Mark Abert nahm den Ball technisch stark mit und vollendete eiskalt ins rechte Eck – nur noch 1:2! Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.

Druck, Chancen – und doch wieder Spannung

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild: Mattersburg drückte, erspielte sich Chance um Chance – und scheiterte immer wieder. Oberloisdorf verteidigte leidenschaftlich und blieb gefährlich.

In der 65. Minute dann endlich die vermeintliche Entscheidung: Adnan Garib fasste sich aus rund 18 Metern ein Herz und jagte den Ball präzise ins rechte Eck – 3:1. Doch wer glaubte, das Spiel sei entschieden, wurde eines Besseren belehrt. In der 78. Minute keimte noch einmal Hoffnung bei den Hausherren auf. Peter Nemeth legte klug ab, Zoltan Ferdinand Nemeth zog von der Strafraumgrenze ab – flach, platziert, 2:3.

Die Schlussphase wurde zur Zitterpartie für den Favoriten. Jeder Ball in den Strafraum sorgte für Unruhe, jeder Abschluss ließ die Gäste kurz den Atem anhalten. Doch der Ausgleich – etwa durch einen abgefälschten Schuss – blieb aus. Dann war Schluss. Der MSV 2020 rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und steht im Halbfinale – mit mehr Mühe als erwartet.

Stimme zum Spiel

Josef Kühbauer, Trainer MSV 2020:

„Aufgrund der vielen vergebenen Torchancen hätte das Spiel 7:2 für uns ausgehen können. Es war unvorstellbar, welche Möglichkeiten wir liegen gelassen haben. Heute war es fast leichter, am Tor vorbeizuschießen als zu treffen. Es war ein verdienter Sieg, aber bei so einer knappen Führung kann immer noch etwas passieren.“

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