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Cup-Märchen in Kemeten: Wolfau sorgt für Sensation gegen Tobaj

Was für ein Fußballabend! Im letzten Spiel der dritten Runde des Raiffeisen-BFV-Cups schrieb der SV Wolfau ein kleines Cup-Märchen. Der Zweitplatzierte der 2. Klasse Süd A zwang den favorisierten II. Liga-Verein Gemeinde Tobaj in die Knie – und das völlig verdient. Dabei schien die Ausgangslage klar: Der höherklassige Gast reiste als Favorit an, alles andere als ein Aufstieg in die nächste Runde wäre eine Überraschung gewesen. Doch Wolfau hatte andere Pläne. Mit breiter Brust, großem Einsatz und unerschütterlichem Teamgeist stellten sich die Hausherren der Herausforderung – und wurden belohnt.

 

Geduld, Leidenschaft – und der erste Stich

Die Anfangsphase war geprägt von gegenseitigem Abtasten. Beide Teams neutralisierten sich, Torchancen waren Mangelware. Doch mit Fortdauer der ersten Halbzeit kippte das Spiel langsam zugunsten der Gastgeber. Wolfau wurde mutiger, bissiger – und kam zu ersten Möglichkeiten durch Luka Bozic und Emil Hamzagic.

Dann die 40. Minute: Ein scharfer Abschluss, Tobaj-Goalie Markus Malits kann den Ball nur abwehren – und plötzlich ist Marco Fink zur Stelle. Mit einem eiskalten Nachschuss bringt er den Ball im Netz unter. 1:0! Der Jubel kennt keine Grenzen, und mit dieser Führung geht es in die Kabinen.

Eiskalter Konter trifft den Favoriten ins Mark

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Tobaj den Druck deutlich. Zwei frische Kräfte sollten die Wende bringen, und tatsächlich übernahmen die Gäste das Kommando. Doch mitten in diese Drangphase hinein setzte Wolfau den perfekten Nadelstich.

Ein schneller Konter über die rechte Seite, eine präzise Flanke von Emil Hamzagic – und dann ein Moment für die Highlights: Ante Ljubicic steigt hoch und trifft per spektakulärem Seitfallzieher zum 2:0! Ein Treffer wie gemalt – und ein Stich ins Herz des Favoriten. Tobaj warf nun alles nach vorn und drängte auf den Anschlusstreffer. In der 74. Minute war es schließlich Lukas Spirk, der auf 1:2 verkürzte und das Spiel noch einmal richtig spannend machte.

Doch Wolfau stemmte sich mit allem, was noch in den Beinen steckte, gegen die Angriffe. Jeder Zweikampf wurde angenommen, jeder Ball hart umkämpft. Mit Leidenschaft, Kampfgeist und unbändigem Willen brachten die Hausherren die Führung über die Zeit. Dann der Schlusspfiff – und grenzenloser Jubel. Der Underdog hat zugeschlagen.

Stimme zum Spiel:

Hans Peter Paul, Trainer SV Wolfau:


„Es war ein ausgeglichenes Spiel. Wir sind von Beginn an tief gestanden und haben auf Konter gewartet. Im Laufe der ersten Halbzeit sind wir immer besser ins Spiel gekommen und haben auch das 1:0 erzielt. In der zweiten Halbzeit haben die Gäste wie erwartet Druck gemacht, wir haben aber das 2:0 erzielt. Ich habe vor dem Spiel noch gesagt: Mir wäre lieber, wir verlieren heute und steigen im Sommer in die 1. Klasse auf.“

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