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Rohrbach behält im Elfmeterschießen die Nerven und zieht in Runde zwei ein

Der SV Rohrbach empfing am gestrigen Dienstagabend den SV Schattendorf zur ersten Runde des BFV-Cups. Die Hausherren hatten in der vergangenen Saison mit dem Einzug ins Halbfinale für Aufsehen gesorgt, dort war gegen den späteren Cupsieger MSV 2020 Mattersburg Endstation. Der SV Schattendorf hingegen nahm zuletzt im Jahr 2022 an diesem Bewerb teil. Beide Vereine waren in der Sommertransferperiode äußerst aktiv, weshalb man gespannt sein durfte, welcher Mannschaft es bereits besser gelungen war, aus den zahlreichen Neuzugängen eine homogene Einheit zu formen.

 

Blitz-Elfmeter-Treffer von Schattendorf

Über 400 Zuschauer waren ins Gansbärenstadion gepilgert, um das Cupduell zwischen dem SV Rohrbach und dem SV Schattendorf zu verfolgen. Kaum hatten die Besucher ihre Plätze eingenommen, ertönte bereits der Pfiff von Schiedsrichterin Sara Telek – Elfmeter für die Gäste! Nach einem Abstimmungsfehler in der Rohrbacher Defensive konnte ein Angreifer nur noch durch eine Notbremse gestoppt werden. Roman Bobak übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß eiskalt zur frühen 1:0-Führung.

Im Anschluss an diesen Treffer plätscherte die Begegnung bis zur Trinkpause weitgehend ereignislos dahin. In der 23. Minute versuchte Emil Haladej, einen Freistoß aus spitzem Winkel auf der rechten Seite direkt im Tor unterzubringen. Schattendorfs Torhüter Alexander Bernhardt war jedoch auf dem Posten und wehrte den Ball zur Ecke ab.

In der 35. Minute gelang den Hausherren der Ausgleich. Der Ball kam zu Tobias Wendl, der aus rund 20 Metern abzog. Sein Schuss flog über Torhüter Bernhardt hinweg ins lange Eck – 1:1. Kurz vor der Pause hatten die Rohrbacher sogar den Führungstreffer auf dem Fuß, doch Wendl jagte das Leder knapp über das Gehäuse. Somit wurden beim Stand von 1:1 die Seiten gewechselt.

Rohrbach war überlegen

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren besser ins Spiel und erarbeiteten sich mehrere vielversprechende Möglichkeiten, konnten diese jedoch nicht verwerten. In der 57. Minute parierte Bernhardt einen strammen Schuss von Tobias Wendl.

In der Schlussphase rückte Emil Haladej immer wieder in den Mittelpunkt. In der 77. Minute fand seine Flanke Dominik Krammer, der die Möglichkeit allerdings nicht nutzen konnte. Drei Minuten später ging Haladej an der Strafraumgrenze zu Boden, doch die Schiedsrichterin ließ weiterspielen. In der 81. Minute wurde sein Schuss aus spitzem Winkel vom gegnerischen Torhüter bravourös abgewehrt. Bei der darauffolgenden Freistoßvariante verfehlte Andreas Mihalits das Tor nur knapp.

Nach der regulären Spielzeit stand es weiterhin 1:1, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Dort bewiesen die Rohrbacher die besseren Nerven und setzten sich mit 5:3 durch. Mit dem 6:4-Erfolg nach Elfmeterschießen zog der SV Rohrbach in die zweite Runde des BFV-Raiffeisencups ein.

Stimmen zum Spiel

Hannes Friesenbichler, Trainer SV Rohrbach:

„Die erste Halbzeit war, was die Torchancen betrifft, ziemlich ausgeglichen. In der Pause haben wir ein wenig umgestellt, sind danach besser ins Spiel gekommen und waren überlegen. Leider konnten wir unsere guten Tormöglichkeiten nicht verwerten. Außerdem wurde uns kurz vor dem Spielende ein klarer Elfmeter nicht zugesprochen. Am Ende des Tages haben wir das Elfmeterschießen verdient gewonnen. Wir haben eine adäquate Leistung gezeigt, aber es gibt noch Luft nach oben. Am Freitag startet für uns die Meisterschaft in der II. Liga Mitte mit dem Spiel gegen die SPG L–O–K.“

Alexander Bernhardt, Obmann SV Schattendorf:

„Es war ein intensives Spiel zweier guter Mannschaften mit hohem Tempo bis zum Schlusspfiff – ein richtiger Cup-Fight. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir bereits so weit sind, denn einige Spieler haben urlaubsbedingt gefehlt. Der Matchplan des neuen Trainerteams ist voll aufgegangen. Ein Elfmeterschießen ist letztlich immer auch eine Glückssache.“