Spielberichte

Oberglan hat die "Seuche" am Fuß und Oberes Metnitztal das Glück gepachtet!

Zum Abschluss des 13. Spieltages in der 1. Klasse C gastierte der Tabellenletzte vom SV Oberglan beim Tabellensechsten und traditionell heimstarken SV Oberes Metnitztal. Angesichts der Tabellensituation schien dies eine recht klare Angelegenheit zu sein. Metnitztal stand nicht nur tabellenmäßig um einige Plätze besser da, sondern konnte sich mittlerweile auch im erweiterten Spitzenfeld der Liga etablieren. Grundvoraussetzung war aber ein weiterer Heimsieg heute und dieser gelang, wenn auch mehr als glücklich. Zwar lag man prompt hinten, doch zwei vermeidbare Tore brachten die Wende um am Ende leuchtete ein 3:1-Sieg auf der Anzeigetafel. Die Metnitztaler bleiben damit auf heimischer Anlage weiterhin ohne Niederlage und für die Oberglaner nimmt der letzte Tabellenplatz nun ein tristes Dasein ein, obwohl man heute nicht allzu viel zugelassen hatte und sich die Tore wohl selber schoss.  (Jetzt Trainingslager buchen).

Paukenschlag in Metnitztal, Oberglan führt

Laut Tabellenkonstellation konnte man von den Hausherren schon einen Sieg erwarten und diese erwarteten ihn auch selbst von sich. Denn mit Donau und Ebental hatte man gegen klare Spitzenmannschaften gepunktet, wodurch die Oberkärntner auf der Euphoriewelle schweben. "Oberglan ist zwar Letzter, doch wir wussten, dass es keine gmahte Wiesn wird und auch kein Selbstläufer- die haben von Beginn an gefightet"- so die klaren Worte von Metnitztal Trainer Karl Schweighofer.

Während Klaus Grangler aufseiten der Gäste mit Hans Zuschlag wieder die eine oder andere Überraschung in der Startaufstellung brachte (sein Auftritt war nach einer starken Trainingswoche allerdings nur sage und schreibe gefühlte sechs Minuten und Dietmar Irrasch, der bereits in der 1b durchspielte, ersetzte ihn), versuchte Metnitztal aggresiv nach vorne zu spielen und auf ein schnelles Führungstor zu drängen- so zumindest die Devise, doch es kam genau anders rum und Metnitztal kam eigentlich nur schwer ins Spiel. Oberglan ging überraschend in Führung (Kevin Wuggenig), noch überraschender war allerdings die Entstehungsweise, denn das Leder wurde zweimal unglücklich bei einer Flanke abgefälscht.

Zwei vermeidbare Treffer und ein Doppelschlag brachten die Wende

Dennoch brauchten die Hausherren eine gewisse "Warmlaufphase", eher der heimstarke Gastgeber durch einen vermeidbaren Kotulsky-Schuss aus 20 Metern ins kurze Eck zum 1:1 traf. Nur wenige Augenblicke später fand ein abgerissener Petricevic-Freistoß von der Seite den Weg ins Tor und Oberglan Keeper Rauniker machte beim 1:2 keine gute Figur.
"Unsere Gegentore spiegeln die derzeitige Situation bei uns wieder. Metnitztal war bis zum Ausgleich nicht vorhanden und wenn du hinten drinnen steckst, dann ist einem das Glück nicht hold. Sie hatten in der 44. Minute den ersten richtigen Torschuss."- so Klaus Grangler, Trainer der Oberglaner.

50-Meter Tor als einziger Höhepunkt

In den zweiten 45 Minuten drängten die Gäste natürlich auf den Ausgleich. Joker Patrick Sabitzer sorgte für den Höhepunkt in Hälfte zwei, er traf aus etwa 50-Metern über den Tormann hinweg zum wunderschönen 3:1. Metnitztal war in weiterer Folge aber eher mit Defensivaufgaben beschäftigt, auch aufgrund des Ausschlusses von Uwe Klaming vor dem erlösenden 3:1. Oberglan verstand es aber nicht, numerisch überlegen dem Spiel eine Wende zu geben, ließ viele Sitzer aus und hatte vor allem durch den stark aufspielenden Gastinger eine Topchance an das Lattenkreuz gesetzt.

Fazit: Oberglan kämpfte, fightete und rackerte, was man von einem Tabellenletzten verlangen kann, doch das Glück war ihnen heute nicht gegönnt, dies saß nämlich bei den Gastgebern auf der Bank.

Klaus Grangler, Trainer Oberglan:  "Metnitztal hatte heute 70 Minuten keine echte Torchance und trotzdem haben wir verloren. Wir haben die Seuche am Fuß und noch dazu kam die frühe Verletzung von Neuzugang Zuschlag, der super trainierte. Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte mit unseren Chancen gehadert und einiges liegen gelassen."

Karl Schweighofer, Trainer Metnitztal:  "Die Erwartungen waren natürlich hoch, aber wir haben schon im Vorhinein gewusst, dass dies keine leichte Partie wird. Hut ab vor Oberglan, die haben alles gegeben, doch wir sind in einer schlechten Partie mit drei Glückstoren als Sieger vom Platz gegangen. Schlussendlich musst du auch die schlechten Spiele gewinnen, wie, das fragt dann keiner mehr. Für das Team der Runde möchte ich keinen nominieren, am ehesten vielleicht Sabitzer aufgrund seines Traumtores."