Im Duell zwischen ATUS Feistritz/R. und Friesacher AC in der 1. Klasse Mitte dominierte ein Thema die Analyse: Effizienz. Obmann Josef Durnik ordnete eine Partie ein, in der seine Mannschaft viel investierte, aber zu wenig Ertrag mitnahm. „Heute wäre mehr drin gewesen. Wir waren phasenweise eine Spur besser, aber Friesach war konsequenter – sie haben ihre Chancen genutzt und die Tore gemacht“, fasste er zusammen. Statt eines reinen Rückblicks standen Ballbesitz, Chancenverwertung, körperliche Intensität und eine strittige Elfmeterentscheidung im Fokus – Aspekte, die die Stimmung in Feistritz unmittelbar nach dem Abpfiff prägten.

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Bei Feistritz überwog das Gefühl, spielerisch mehr gezeigt zu haben. Durnik betonte den Ballbesitzvorteil seiner Elf – rund 65 Prozent für Feistritz, etwa 35 Prozent für Friesach – und hob die Anzahl an Möglichkeiten hervor. Sechs bis sieben gute Gelegenheiten blieben ungenutzt, zwei- bis dreimal lief Feistritz sogar allein auf den Keeper zu, ohne zu treffen. „Wenn du die Dinger nicht ins Eckige bringst, wird’s gegen robuste Gegner schwer“, so Durnik. Auf der anderen Seite beeindruckten die Gäste mit Kaltschnäuzigkeit – ein Muster, das den Verlauf wesentlich prägte.
Friesach überzeugte mit Körperlichkeit und Konsequenz. „Im Zweikampf waren sie sehr präsent und haben uns phasenweise die Schneid abgekauft“, erklärte Durnik. In der Chancenbilanz stach die Effizienz der Gäste hervor – darunter ein Strafstoß. Die Tore fielen zu markanten Zeitpunkten: Jan Mesec stellte in Minute 22 auf 0:1, Lukas Andreycic glich in der 25. zum 1:1 aus. Unmittelbar nach der Pause traf Tobias Schweiger zum 1:2 (47.), Mesec erhöhte auf 1:3 (62.), ehe Benedict Zwarnig in der 72. Minute zum 2:3 verkürzte. Beim Elfmeter blieb aus Feistritzer Sicht Diskussionsstoff – am Ende zählte die Entscheidung auf dem Platz.
Aus den Eindrücken leitete Durnik einen klaren Auftrag ab: „Wir brauchen im nächsten Spiel wieder einen Sieg – und vor allem mehr Effizienz im Abschluss. Es bringt nichts, wenn wir viele Chancen kreieren und daraus zu wenig machen, während der Gegner aus wenigen Möglichkeiten zuschlägt.“ Zudem blieb das körperliche Gepräge einer intensiven Begegnung hängen: Feistritz hielt nicht in jeder Szene konsequent dagegen. Abseits des Rasens richtete Durnik Genesungswünsche an Nico Schneider von der U-17 aus, der sich im Vorspiel verletzt hatte. Insgesamt überstrahlte das Thema Effizienz die Gefühlslage nach dem 2:3, das für Feistritz trotz viel Ball und zahlreicher Anläufe mehr Fragen an den Abschluss als an die Spielanlage stellte.