Spielberichte

SV Steuerberg fegt Wietersdorf 6:0 weg – Wolfgang Pitschko: „Fünf Siege in Serie, breite Brust“

SV Steuerberg
WSG Wietersdorf

Nach einem Nachmittag, an dem Kontrolle und klare Botschaften überwogen, ordnete Wolfgang Pitschko, Trainer des SV Steuerberg, den 6:0-Heimsieg gegen WSG Wietersdorf in der 1. Klasse Mitte ein. „Wir haben fünf Spiele hintereinander gewonnen, sind motiviert, haben eine breite Brust und Selbstvertrauen“, erklärte der Coach. Er sprach von frühem Gleichgewicht, wachsendem Ballbesitz und einem Team, das seinen Vorsprung reif ausspielte – mit Fokus auf Umsetzung, Disziplin und den Blick nach vorne.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

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Vom Abtasten zur Kontrolle

Die Anfangsphase verlief offen, mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. „Ich glaube, Ballbesitz hatten wir grundsätzlich das ganze Spiel mehr“, sagte Pitschko. Wietersdorf blieb vor allem bei Standards gefährlich. In der 25. Minute setzte Steuerberg das erste Zeichen: Manuel Dolliner brachte seine Farben in Führung – der Startpunkt jener Dominanz, die sich fortan über Ruhe am Ball, klare Wege in die Tiefe und reiferes Ausspielen zeigte. Mit zunehmender Spieldauer wuchs der Vorsprung, während – so der Eindruck des Trainers – der Widerstand des Gegners nachließ. Einzelne wache Momente der Gäste zwangen Steuerberg dennoch zu hoher Konzentration.

Selbstkritik im Zentrum

Trotz des klaren Resultats fiel Pitschkos Halbzeitfazit nüchtern aus: „Wir haben in der ersten Halbzeit zwar dagegengehalten, aber spielerisch kein gutes Spiel gemacht. Im Mittelfeld unterliefen uns zu viele Abspielfehler, wir ließen zu viele Gegenstöße zu.“ Das Zweikampfverhalten sei „großteils in Ordnung“ gewesen. Kurz vor der Pause stellte Daniel Walder in der 39. Minute auf 2:0. Direkt nach Wiederbeginn erhöhte Daniel Wernig in der 49. Minute auf 3:0, ehe Walder mit seinem zweiten Treffer in der 52. Minute das 4:0 nachlegte. Von da an spielte Steuerberg die Führung abgeklärt zu Ende: weniger Ballverluste, mehr Klarheit im letzten Drittel – und die richtigen Akzente im Umschalten.

Erfahrung im Tor und Ausblick

Besonders hob Pitschko Torhüter Christoph Ritzinger hervor, der nach seiner Rückkehr aus der „Fußballpension“ zwischen den Pfosten stand: Er wurde reaktiviert, nachdem sich der Stammtorhüter verletzt hatte, und glänzte in mehreren Szenen – „in seinem hohen Alter weiterhin goldwert für uns“. Vorn setzte ein Joker den Schlusspunkt: Nach seiner Einwechslung traf Manolo Drussnitzer doppelt (77., 88.) zum 5:0 und 6:0 – ein Beleg für die Breite im Kader und die Wirkung frischer Beine.

Im Gesamtbild stand weniger die Zahl als die Haltung im Vordergrund: Selbstkritik, wo nötig; Konsequenz, wenn sie gefordert ist; und das Wissen, eine Führung seriös ins Ziel zu bringen. „Das wollen wir jetzt mitnehmen – und auswärts peilen wir erneut einen vollen Erfolg, sprich drei Punkte, an“, gab Pitschko die Marschroute vor.

1. Klasse Mitte: Steuerberg : Wietersdorf - 6:0 (2:0)

  • 88
    Manolo Mario Drussnitzer 6:0
  • 77
    Manolo Mario Drussnitzer 5:0
  • 52
    Daniel Walder 4:0
  • 49
    Daniel Wernig 3:0
  • 39
    Daniel Walder 2:0
  • 25
    Manuel Dolliner 1:0