In der 1. Klasse Mitte setzte sich der SV Cleverdruck Wernberg nach packenden Schlussminuten mit 4:2 gegen den SV Straßburg durch. Nach einem offenen Schlagabtausch vor der Pause und einem zwischenzeitlichen Rückstand drehte Wernberg die Partie spät. Trainer Michael Johann Lattacher hob danach die Rolle seiner Talente hervor: „Die Jugend hat den Umschwung gebracht.“ Ein Traumfreistoß von Nevio Gallo und der späte Kontertreffer von Fabian Obmann entschieden das intensive Duell zugunsten der Hausherren.

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Die Partie begann abwartend, doch nach gut 20 Minuten nahm sie Fahrt auf. Straßburg nutzte seine erste klare Möglichkeit und ging in Minute 21 durch Anze Cankar mit 0:1 in Führung. Wernberg antwortete prompt: Nur eine Minute später stellte Philipp Ronacher einer tollen Kombination mit Redzic Almir auf 1:1, womit zur Pause alles offen war. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste erneut vor, Martin Leitgeb traf in der 50. Minute zum 1:2. Es wurde noch brisanter, als Wernberg in der 62. Minute nach Rot für Stefan Aichholzer in Unterzahl geriet. Die Heimischen steckten nicht auf, blieben am Drücker und kamen durch einen Elfmeter von Almir Redzic in der 75. Minute zum 2:2. Als vieles schon auf eine Punkteteilung hindeutete, folgte der große Auftritt der Jugend: In der 90. Minute zimmerte Nevio Gallo einen Freistoß zum 3:2 ins Kreuzeck, und in der Nachspielzeit (90.+3) machte Fabian Obmann den 4:2-Endstand perfekt.
Wernbergs Coach Michael Lattacher führte den Umschwung klar auf frische Beine und Mut zurück: „Die Einwechslungen der jungen hungrigen Spieler haben den Umschwung gebracht - sie haben in wahrsten Sinne des Wortes "die Kohlen aus dem Feuer geholt".“ Er präzisierte, was er damit meinte: „Der jugendliche Schwung, der durch die Wechsel hineingekommen ist, hat den Umschwung gebracht.“ Den Schlüsselmoment beschrieb er ausführlich: „Das war ein Traumfreistoß von Nevio Gallo in der 90. Minute, aus rund 25 Metern von halbrechts genau ins Kreuzeck – da hätte kein Blatt Papier mehr Platz gehabt.“ Und weil Wernberg nach dem 3:2 nicht nachließ , folgte der Deckel drauf: „Der anschließende Konter wurde durch Fabian Obmann souverän abgeschlossen.“ Lattacher: „Die jungen Spieler haben beim Stand von 2:2 die Kohlen aus dem Feuer geholt - sie werden den Sportverein Wernberg noch viel Freude machen."
Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, zeigte Lattacher viel Respekt für den Gegner. „Als Tabellenfünfter hat Straßburg in den ersten 45 Minuten gezeigt, warum sie vor uns in der Tabelle stehen. Sie sind spielerisch stark und haben uns alles abverlangt“, erklärte der Wernberg-Trainer. Beim Blick nach vorn blieb er trotz der Euphorie selbstkritisch: „Wir müssen uns spielerisch weiter steigern – aber vorallem kämpferisch noch ein Schäuferl drauflegen, wenn wir Ziele erreichen wollen.“ Wertschätzend äußerte er sich auch zur Leitung des Referees: „Der Schiedsrichter war sehr kleinlich, aber regelkonform. Er hat sein Bestes gegeben. Ich bin froh, dass es so junge motivierte Schiedsrichter gibt – er wird seinen Weg machen.“ Durch den Heimsieg liegt Wernberg nun bei 31 Punkten (Rang 12), Straßburg hält bei 38 Zählern (Rang 5). Nimmt Wernberg die Energie aus diesem Abend mit, ist in den verbleibenden Runden noch einiges drin – vor allem dann, wenn die Talente weiter so beherzt Leistung bringen.