In der 1. Klasse Mitte kassierte der SC Sörg im letzten Heimauftritt eine 1:2-Niederlage gegen den SC Raika Kappel. Nach früher Führung durch Amir Cirikovic (6.) und einer starken ersten Hälfte kippte die Partie nach der Pause: Besnik Hoxha glich in Minute 66 aus, Jure Zukanovic traf spät zum 1:2 (83.) – ausgerechnet nach einem Sörg-Corner, der zum Konter führte. Obmann Georg Maltschnig haderte mit verpassten Chancen und Unachtsamkeiten.

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Sörg erwischte einen Traumstart: Schon in der 6. Minute drückte Amir Cirikovic den Ball zur 1:0-Führung über die Linie. „Wir haben die erste Halbzeit sehr gut gespielt“, sagte Obmann Georg Maltschnig. „Wir sind schnell 1:0 in Führung gegangen und hätten das 2:0 oder 3:0 machen können.“ Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, kamen zu Möglichkeiten, ließen aber die Vorentscheidung liegen. Zur Pause stand es 1:0. Nach dem Seitenwechsel blieb Sörg zunächst zehn, fünfzehn Minuten ordentlich drin, doch Kappel wurde zusehends aktiver. In Minute 66 besorgte Besnik Hoxha den Ausgleich. Die Gäste blieben am Drücker und drehten die Partie spät: In der 83. Minute traf Jure Zukanovic zum 1:2 – der Moment, der das Spiel entschied und die Sörger mit leeren Händen zurückließ.
Nach Abpfiff suchte Maltschnig klare Worte für den Knackpunkt. „In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig gemacht fürs Spiel“, hielt der Obmann fest. „Die zwei Gegentore sind aus Unaufmerksamkeiten in der Abwehr gefallen.“ Besonders bitter sei der Siegtreffer gewesen: „Vor dem 1:2 hatten wir selbst einen Corner, den wir schlecht zu Ende gespielt haben – dann Konter, Flanke, Tor.“ Dass Kappel nach der Pause zulegte, überraschte ihn nicht: „Sie haben den letzten Willen aufgebracht, weil sie die Punkte im Abstiegskampf brauchen.“ Zudem fehlte Sörg Stabilität im Zentrum. „Zwei Stammspieler im Mittelfeld haben gefehlt – einer gesperrt, einer krank oder verletzt. Das konnten wir nicht ganz kompensieren. Die, die gespielt haben, haben brav gearbeitet, aber im Aufbau war es etwas zu wenig.“
Am Ende blieb beim letzten Heimspiel eine Portion Enttäuschung, auch wenn die Leistung über weite Strecken passte. „Wir haben uns den Zuschauern halbwegs präsentiert, aber wir hätten gerne gewonnen oder zumindest ein Unentschieden geholt“, sagte Maltschnig. Am Unparteiischen lag es nicht: „Die Schiedsrichterleistung war okay, es gab keine nennenswert strittigen, schon gar nicht spielentscheidenden Szenen.“ Der Respekt vor Kappel war da – die Gäste, als Tabellen-15. dringend auf Zählbares angewiesen, nutzten ihre zweite Halbzeit konsequent. Für Sörg, aktuell Siebenter mit 40 Punkten, bleibt der Blick sachlich: „Die Meisterschaft ist für uns insgesamt gut gelaufen. Den Platz im Mittelfeld haben wir so gut wie sicher. Vielleicht hätten wir uns noch ein, zwei Plätze weiter vorne erwartet, aber wir sind nicht unzufrieden.“