In der 30. Runde der 1. Klasse Mitte holte der GSC Liebenfels bei SC Reichenau/Falkert ein spätes 2:1. Reichenau hatte über weite Strecken mehr vom Ball und die klareren Möglichkeiten, doch die Gäste jubelten dank des Treffers in der Schlussphase. Trainer Valon Sahiti sprach offen von einem glücklichen Auswärtssieg, hob aber den starken Kampfgeist seiner Mannschaft hervor. Die Tore fielen durch Michael Klampfer, Julian Gruber und den späten Matchwinner Kevin Smretschnig.

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Von Beginn an fanden die Hausherren gut ins Spiel und hielten den Ball in den eigenen Reihen. Dieses Bild bestätigte auch Gäste-Trainer Valon Sahiti: "Reichenau war mehr am Ball, und wir haben das glücklich rübergebracht. Sie hatten auch die besseren Chancen." Trotz dieser Überlegenheit der Heimischen gingen aber die Gäste in Führung. In Minute 35 traf Michael Klampfer zum 0:1. Die Antwort der Reichenauer ließ jedoch nicht lange auf sich warten, noch vor der Pause stellte Julian Gruber in der 44. Minute auf 1:1. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Sahiti haderte dabei auch mit der eigenen Effizienz: "Wir haben einige Chancen vergeben, aber insgesamt war Reichenau klar die bessere Mannschaft." Genau so lief die Partie: mehr Initiative bei den Hausherren, mehr Ertrag auf der Gegenseite.
In der zweiten Halbzeit blieb das Bild ähnlich: Die Gastgeber suchten den Vorwärtsgang, die Gäste hielten dagegen und warteten auf ihre Möglichkeit. Als beide Seiten bereits auf die Schlussphase zusteuerten, setzte Liebenfels seinen entscheidenden Stich. In der 81. Minute traf Kevin Smretschnig zum 1:2 und stellte die Weichen auf Auswärtssieg. Sahiti beschrieb diesen Moment nüchtern: "Eigentlich hatte ich nie das Gefühl, dass das Spiel kippt, weil Reichenau besser war. Wir haben dann durch eine gute Aktion das 2:1 gemacht." Zugleich blieb er bei seiner ehrlichen Gesamtwertung: "Wir haben das glücklich rübergebracht." Selbst zum Gegner fand er klare Worte: "Der Gegner war nicht besonders stark, aber besser als wir." Am Ende rettete sein Team den knappen Vorsprung über die Zeit und durfte dank des späten Treffers jubeln.
Als größte Stärke hob der Liebenfels-Coach den Charakter seiner Truppe hervor: "Der Kampfwille der Mannschaft war wieder da." Gerade in einer Partie, in der der Gegner mehr vom Spiel hatte, war dieses Merkmal für ihn entscheidend. Auch das Drumherum passte aus seiner Sicht: "Der Schiedsrichter hat, glaube ich, sehr gut gepfiffen. Es gab keine strittige Szene."
Mit dem Dreier zum Abschluss steht der GSC Liebenfels nach 30 Runden bei 49 Punkten und beendet die Saison als Fünfter der Tabelle. Der SC Reichenau hält bei 38 Zählern und rangiert als Elfter. Für Sahiti zählt nun die Verschnaufpause: "Jetzt haben wir mal Pause, und nächstes Jahr werden wir schauen." Die Richtung ist dennoch klar: Auf dem gezeigten Einsatz will Liebenfels im neuen Spieljahr aufbauen.