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2:2 nach 0:2-Führung: Steuerberg lässt Punkte liegen – Pitschko: "Das Unentschieden geht in Ordnung"

Friesacher AC
SV Steuerberg

Zum Abschluss der 30. Runde in der 1. Klasse Mitte trennten sich der Friesacher AC/Hirter Pils und der SV Steuerberg 2:2. Die Gäste legten in Kärnten eine starke erste Hälfte hin und führten nach Treffern von Leon Azola und Manolo Drussnitzer mit 2:0, ehe die Hausherren kurz vor der Pause verkürzten. In der Schlussphase fiel der Ausgleich. Trainer Wolfgang Pitschko sprach von einem gerechten Remis, lobte die solide Defensivarbeit seiner Mannschaft und sah offensiv Luft nach oben.

Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Starker Auftakt der Gäste, dann der Anschluss vor der Pause

Steuerberg erwischte den besseren Start und nahm das Spiel früh in die Hand. Wolfgang Pitschko brachte es klar auf den Punkt: "In der ersten Halbzeit waren wir die bessere und dominierende Mannschaft." Seine Elf belohnte sich konsequent. In Minute 23 stellte Leon Azola auf 0:1, in der 36. Minute legte Manolo Drussnitzer zum 0:2 nach – beide Treffer entstanden über die Seite, wie der Coach betonte: "Wir haben zwei Tore gemacht, beide sehr schön über die Seite." Defensiv stand Steuerberg bis dahin stabil. "Hinten haben wir bis zum Gegentreffer gar nichts zugelassen", sagte Pitschko. Doch Friesach meldete sich noch vor dem Pausenpfiff zurück: Andreas Wolfger traf in der 40. Minute zum 1:2. Der Gäste-Trainer ordnete den Anschluss so ein: "Der Treffer ist aus einem Einwurf und einer Einzelaktion mit einem sehr schönen Abschluss gefallen." Zur Halbzeit stand es 1:2 aus Sicht der Heimischen.

Friesach am Drücker nach dem Wechsel – späte Punkteteilung

Nach der Pause kippte die Partie mehr und mehr in Richtung der Hausherren. "In der zweiten Halbzeit war Friesach stärker. Sie hatten die besseren Chancen", erklärte Pitschko. Er zählte konkret auf, was gefährlich wurde: "Ein Stangenschuss und ein sehr gefährlicher Kopfball waren dabei." Der Ausgleich resultierte schließlich aus einem Moment, in dem die Gäste nicht konsequent genug waren: "Das 2:2 ist aus einer Fehlerkette von uns gefallen: Ballverlust im Mittelfeld und dann zweimal zu zaghaft im Sechzehner." Den späten Treffer besorgte in der 80. Minute Heinz Einwallner, der die Attacken der Friesacher krönte. Auch wenn Steuerberg nach der 2:0-Führung auf den Auswärtssieg schielte, blieb Pitschko fair in der Bewertung: "Das Unentschieden geht in Ordnung. Erste Halbzeit waren wir besser, in der zweiten war Friesach zwingender und gefährlicher."

Analyse des Trainers: starke Abwehr, frühe Umstellung und ein Dank an den Kapitän

In seiner Nachbetrachtung hob Pitschko die Disziplin seiner Mannschaft ohne Umschweife hervor: "Wir haben defensiv die Aufgaben sehr gut gemacht." Im Spiel nach vorne sah er jedoch ungenutztes Potenzial: "Offensiv hätten wir die eine oder andere Aktion noch besser fertigspielen können." Er verwies außerdem auf eine frühe Umstellung: Einer der gefährlichsten Offensivspieler, Manuel Egger, musste bereits nach zehn, fünfzehn Minuten vom Feld – ein Faktor, der die Optionen in der Spitze einschränkte. Zum Gegner fand Pitschko respektvolle Worte: "Das war der erwartete schwere und formstarke Gegner. Wir haben beide ein sehr gutes Frühjahr gespielt." Auch zur Leitung meinte er: "Der Schiedsrichter hat teilweise sehr hart spielen lassen, aber grundsätzlich einen ganz guten Job gemacht." Abseits des Rasens gab es noch einen emotionalen Moment: "Wir haben danach eine Feier gehabt, weil unser langjähriger Kapitän Tobias Konec in den wohlverdienten Ruhestand geht. Danke, Tobi, für die schöne Zeit." In der Tabelle hält Steuerberg nach 30 Spielen bei 38 Punkten auf Rang 10, Friesach steht mit 50 Zählern auf Platz 4 – die Punkteteilung passt damit auch zum Bild dieser Saisonphase.

1. Klasse Mitte: Friesach : Steuerberg - 2:2 (1:2)

  • 80
    Heinz Christian Einwallner 2:2
  • 40
    Andreas Wolfger 1:2
  • 36
    Manolo Mario Drussnitzer 0:2
  • 23
    Leon Azola 0:1