In der 1. Klasse Mitte erwischte der SV Straßburg in Runde 30 einen bitteren Nachmittag: 2:5 gegen den FC Bad Kleinkirchheim. Ein früher Strafstoß an die Stange und eiskalte Gäste gaben der Partie früh die Richtung. Obmann Jakob Andreas Leitgeb sprach von einem Knackpunkt gleich zu Beginn und hob zugleich die ordentliche Reaktion nach der Pause hervor. Die Kärntner Gäste stellten noch vor der Pause klar, Straßburgs Treffer kamen durch Anze Cankar und ein spätes Eigentor – am Ende blieb es beim 2:5.

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Die ersten Minuten gaben den Ton an – allerdings anders, als es sich Straßburg vorgestellt hatte. „Für uns relativ schlecht. Wir haben gut angefangen, gleich mit einem Elfmeter, der leider an die Stange gegangen ist“, sagte Obmann Jakob Andreas Leitgeb. Der Strafstoß entstand über die rechte Seite: „Johannes Landsmann wurde niedergerissen. Das war für mich ein klarer Elfer.“ Weil der Ball nur das Aluminium küsste, blieb es beim 0:0. Straßburg blieb zunächst dran, „Danach hatten wir noch eine sehr gute Chance, aber es ist nichts rausgekommen.“ In dieser Phase haderte man vor allem mit der eigenen Effizienz – und mit einer Geschichte, die sich laut Leitgeb wie ein roter Faden durch die jüngere Vergangenheit zieht: „Ich glaube, wir haben den neunten oder zehnten Elfmeter hintereinander, saisonübergreifend, verschossen. Das ist schon ein Rekord für die Geschichtsbücher.“
Bad Kleinkirchheim beantwortete das Straßburger Anlaufen gnadenlos. In der 10. Minute traf Mario Hubert Trattler zum 0:1, drei Minuten später legte derselbe Mann zum 0:2 nach. Leitgeb rang nach Erklärungen: „Kirchheim war effizient. Sie haben im Prinzip die ersten zwei Tore aus keiner Torchance gemacht, und wir waren nach dem Rückstand nicht hundert Prozent parat.“ In Minute 24 erhöhte Sascha Ortner auf 0:3, Trattler schnürte in der 28. Minute den Dreierpack zum 0:4. Noch vor der Pause stellte Marcel Michael Trausnitz (36.) auf 0:5 – eine brutale Phase, die der Obmann so einordnete: „In zwanzig Minuten haben sie das Spiel entschieden – gefühlt vier Torchancen und fünf Tore.“ Kurz vor dem Halbzeitpfiff meldete sich Straßburg doch noch an: Anze Cankar verkürzte in der 42. Minute zum 1:5, ehe es mit diesem Zwischenstand in die Kabinen ging.
Nach der Pause sahen die Zuschauer eine andere Partie. Straßburg schüttelte den Schock ab und fand in die Duelle. „Nach der Pause war ein ausgeglichenes Spiel. Kirchheim hatte seine Chancen, wir hatten unsere“, berichtete Leitgeb. Viel Zählbares sprang lange nicht mehr heraus, ehe in der 90. Minute ein Eigentor von Markus Bernhard Trattnig das 2:5 brachte. Auch abseits der Tore blieb der Ton sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Über neunzig Minuten war das sehr in Ordnung“, so Leitgeb. Zum Schluss gab’s noch ein Lob über den Zaun hinweg: „Ich kann nur die Kirchheimer Fans loben. Die waren noch länger bei uns in der Schlossbergarena.“ In der Tabelle steht Bad Kleinkirchheim nach Runde 30 mit 59 Punkten auf Rang drei, Straßburg beendet den Spieltag als Sechster (44). Für die Straßburger bleibt trotz des Dämpfers die Erkenntnis, dass die Mannschaft Moral hat – und dass das Thema Strafstöße weiter ganz oben auf der To-do-Liste stehen dürfte.