Der SV Steuerberg will in der 1. Klasse Mitte nicht noch einmal einen Herbst im Tabellenkeller erleben. Nach einer Saison mit vielen Ausfällen und engem Kader sieht Trainer Wolfgang Pitschko den Verein diesmal deutlich besser aufgestellt. „Mit dem Frühjahr waren wir definitiv zufrieden“, sagt Wolfgang Pitschko, Trainer des SV Steuerberg, im Gespräch mit Ligaportal. Das Grundgerüst ist geblieben, dazu kamen mehrere Neuzugänge – und damit die Hoffnung auf eine ruhigere Saison.

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Die abgelaufene Spielzeit teilt sich in Steuerberg klar in zwei Phasen. Im Herbst war die Mannschaft laut Pitschko weit unter Wert unterwegs. Viele Ausfälle und ein kleiner Kader brachten den Verein früh in Bedrängnis. „Im Herbst waren wir aufgrund von vielen Ausfällen und einem sehr kleinen Kader zu Unrecht ganz hinten dabei“, sagt der Trainer. Gerade weil die personellen Möglichkeiten begrenzt waren, wirkten sich fehlende Spieler damals besonders stark aus.
Als sich die Situation im Frühjahr entspannte, veränderte sich auch das Bild auf dem Platz. Steuerberg konnte wieder mit mehr Personal arbeiten und zeigte laut Pitschko, dass deutlich mehr in der Mannschaft steckt, als die Lage in der ersten Saisonhälfte vermuten ließ. „Wo wir die ganzen Spieler wieder zur Verfügung gehabt haben, haben wir im Frühjahr auf jeden Fall gezeigt, was möglich ist“, sagt Pitschko. Der positive Eindruck aus den vergangenen Monaten ist für ihn deshalb nicht bloß ein kleiner Aufschwung, sondern die Grundlage für die neue Saison.
Auch in der Kaderplanung ist die Linie klar erkennbar: Der Stamm bleibt weitgehend erhalten, die Mannschaft soll vor allem robuster werden. Der einzige personelle Verlust betrifft mit Tobias Konec allerdings eine prägende Figur. Der Kapitän, der im zentralen defensiven Mittelfeld spielte, beendet nach 19 Jahren in Steuerberg seine Laufbahn. Pitschko spricht deshalb auch gar nicht von einem klassischen Abgang, sondern von dem verdienten Schlussstrich eines langjährigen Führungsspielers.
Dafür wurden die Optionen breiter. Neu dazu kommen Niklas Rainer vom SV Oberglan für das zentrale Mittelfeld, Sebastian Stingl als defensiver Allrounder von Glanegg und Torhüter Christian Fritzer aus Sirnitz. Aus dem eigenen Nachwuchs rücken zudem Daniel Hohenwarter für das zentrale offensive Mittelfeld sowie Dominik Egger aus der U17 in den Kader auf. „Wir sind im Kader definitiv breiter geworden“, sagt Pitschko. Genau das war nach den Erfahrungen des Vorjahres ein zentrales Thema.
In der Vorbereitung lag der Schwerpunkt zunächst auf der Ausdauer. In den kommenden Tagen soll nun vor allem am taktischen Verhalten gearbeitet werden, ehe Cup und Meisterschaft näher rücken. Personell gibt es aktuell keinen Grund zur Sorge. „Grundsätzlich sind alle an Bord und trainieren fleißig“, sagt Pitschko. Dass in der Urlaubszeit oder aus beruflichen Gründen immer wieder jemand fehlt, gehört für ihn zwar dazu, an der grundsätzlichen Lage ändert das aber nichts.
Eine offizielle Zielvorgabe mit der Vereinsführung war zum Zeitpunkt des Gesprächs noch nicht endgültig abgestimmt, weil zunächst die Kaderplanung abgeschlossen werden sollte. Pitschko formuliert seine Erwartung trotzdem sehr klar. „Mein persönliches Ziel ist es, heuer deutlich weiter vorne mitzuspielen“, sagt der Trainer. Seine Vorstellung ist konkret: Steuerberg soll sich im Bereich zwischen Platz drei und Platz sieben bewegen.
Nach einem Jahr, in dem die Mannschaft erst im Frühjahr zu ihrer Stabilität fand, ist das ein selbstbewusster, aber nachvollziehbarer Anspruch. Der Verein setzt nicht auf einen großen Umbruch, sondern auf mehr Tiefe im Kader und auf die Lehren aus der vergangenen Saison. Für die Fans bedeutet das: Steuerberg geht diesmal mit breiterem Kader, weniger personeller Anfälligkeit und einem deutlich höheren Anspruch in die neue Spielzeit.