In der 1. Klasse Mitte hat WSG Wietersdorf gegen SC Reichenau/Falkert zum Auftakt mit 2:5 verloren. Heinz Biedermann, Sportlicher Leiter der Gäste, sprach danach von einem „sehr leidenschaftlichen Spiel“ und davon, dass seine Mannschaft die Partie über weite Strecken dominiert habe. Ausschlaggebend waren für ihn die frühe Führung und vor allem das 3:0 kurz vor der Pause, das dem Auswärtssieg eine klare Richtung gab.

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Viel Anlaufzeit gab es nach dem Eindruck von Heinz Biedermann nicht. „Für die erste Runde war das ohne Abtasten, gleich drauf los“, sagte er und beschrieb damit eine Partie, in der SC Reichenau/Falkert von Beginn an präsent war. Schon in der 9. Minute brachte Denis Salkanovic die Gäste mit 1:0 in Führung. Nach 34 Minuten legte Arnold Freissegger das 2:0 nach, ehe Denis Nikic in der 40. Minute auf 3:0 stellte. Dass dieser Vorsprung auch zur Pause Bestand hatte, war für SC Reichenau/Falkert die Grundlage für einen Auftakt, wie man ihn auswärts erst einmal hinlegen muss.
Ganz erledigt war die Sache damit aber noch nicht, weil Daniel Safran die WSG Wietersdorf direkt nach Wiederbeginn mit dem 1:3 in der 47. Minute wieder ins Spiel brachte. Biedermann sagte selbst, dass die Partie nach dem dritten Treffer zunächst in die richtige Richtung gekippt sei, der Gegner danach aber noch einmal herankam. Zusätzliche Brisanz bekam die Begegnung durch die Rote Karte gegen Arnold Freissegger in der 69. Minute. Trotzdem blieb SC Reichenau/Falkert auf Kurs. Tim Kovacic erhöhte in der 85. Minute auf 4:1, Toni Krijan verkürzte vier Minuten später für WSG Wietersdorf auf 2:4, ehe Denis Nikic in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit seinem zweiten Tor des Abends den 5:2-Endstand fixierte.
Was Heinz Biedermann an diesem Auftaktsieg besonders gefiel, war weniger ein einzelner Name als das Gesamtbild. „Die größte Stärke ist die Geschlossenheit, das Kämpfen, dass jeder für jeden kämpft, und die riesengroße Moral“, sagte der Sportliche Leiter. Gerade auf dem großen Platz von WSG Wietersdorf habe seine Mannschaft „mit sehr viel Leidenschaft“ gespielt und alles investiert. Den Gastgeber erlebte er als Team, das im Heimspiel unbedingt punkten wollte. Umso höher bewertete er, dass SC Reichenau/Falkert aus seiner Sicht „sehr gut dagegengehalten“ und dem Gegner „teilweise keine Chance gelassen“ habe.
Mit zwei Entscheidungen haderte Heinz Biedermann nach dem Schlusspfiff trotzdem. Die Rote Karte gegen Arnold Freissegger bezeichnete er nach Ansicht der Bilder als „sehr harte rote Karte“, insgesamt bescheinigte er dem Unparteiischen aber eine „sehr, sehr gute“ Leistung. Darüber hinaus wollte der Sportliche Leiter den Sieg nicht größer machen, als er nach dem ersten Spiel sein kann. „Verbesserungspotenzial ist immer da“, sagte er, verwies auf den breit aufgestellten Kader und sprach von kleinen Schrauben, an denen noch zu drehen sei. Ein Pauschallob gab es dafür für die gesamte junge Mannschaft und für den Trainer, der das Team laut Biedermann „sehr, sehr gut auf dieses Spiel eingestellt“ habe.