Spielberichte

„Wir haben nicht mehr Fußball gespielt“ – nach 3:0 reicht es nur zu einem Punkt

SC Sörg
SC Kappel

Zum Auftakt der 1. Klasse Mitte hat SC Sörg gegen SC Raika Kappel ein 3:3 geholt, obwohl die Gäste bis zur 60. Minute klar vorne lagen. Co-Trainer Franz Pusar sprach nach dem Schlusspfiff von „verlorenen zwei Punkten“. Seine Erklärung: Nach dem ersten Gegentor wurde der SC Raika Kappel zu tief, verlor den eigenen Stil und brachte eine 3:0-Führung nicht über die Zeit.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Bis zur 48. Minute läuft alles für den SC Raika Kappel

Dabei war die Ausgangslage für den SC Raika Kappel ausgesprochen gut. „Wir hatten das Spiel anfangs im Griff“, sagte Franz Pusar, und genau so lief die Partie zunächst auch. In der 30. Minute brachte Luka Danijel den SC Raika Kappel in Führung, zehn Minuten später erhöhte Manuel Ortner auf 0:2. Mit diesem Vorsprung ging es in die Pause. Kurz nach Wiederbeginn legte Stefan Stampfer in der 48. Minute das 0:3 nach. Franz Pusar sprach von „wunderschönen Aktionen“ und betonte, dass der SC Raika Kappel die Tore „gut herausgespielt“ habe. Besonders den dritten Treffer hob er heraus: „Ein Tor von Stefan Stampfer von der Mittellinie, ein wunderschönes Tor.“ In dieser Phase waren die Gäste offensiv „sehr präsent, immer gefährlich“ und hatten das Spiel klar auf ihrer Seite.

Mit dem 1:3 kippt die Partie Stück für Stück

Mit dem 1:3 von Edon Bajrami in der 60. Minute veränderte sich die Partie aber spürbar. Franz Pusar beschrieb diesen Treffer als „eine abgerissene Flanke“ und sagte offen: „Dann ist unser Lauf etwas gebrochen.“ Genau das war aus Sicht des SC Raika Kappel der Knackpunkt. Der SC Sörg kam zurück, blieb mit langen Bällen und Standards im Spiel und verkürzte in der 79. Minute durch Raphael Prenter auf 2:3. Franz Pusar hatte diesen Weg des Gegners schon im Gespräch klar benannt: Der SC Sörg sei „sehr körperbetont“ und „immer mit langen Bällen und über Standards gefährlich“. In der Schlussminute fiel dann tatsächlich noch der Ausgleich, als Philipp Wernig das 3:3 erzielte. Was lange nach einem klaren Auswärtssieg ausgesehen hatte, war damit dahin.

Warum der Sieg doch noch weg war

Dass der SC Raika Kappel den Sieg aus der Hand gab, erklärte Franz Pusar vor allem mit dem eigenen Verhalten nach dem Anschlusstreffer. „Nach dem 3:1 waren wir zu tief und haben nicht mehr Fußball gespielt“, sagte der Co-Trainer. Noch deutlicher wurde er mit dem nächsten Satz: „Wir haben dann den gleichen Fußball gespielt wie der SC Sörg, mit hohen Bällen, und das ist nicht unser Spiel.“ Dazu kamen laut Franz Pusar defensive Probleme bei Standards, langen Einwürfen und bei langen Abschlägen des gegnerischen Torwarts. Gleichzeitig ordnete er das Ergebnis trotz des Ärgers nüchtern ein: „Das Unentschieden geht in Ordnung. Sechzig Minuten waren wir die bessere Mannschaft, dann war der Gegner die bessere Mannschaft.“ Ganz losgelassen hat ihn die Schlussphase aber nicht. Der Blick geht trotzdem nach vorne. „Wir müssen unserem Spiel treu bleiben und einfach Fußball spielen, da wir eine technisch sehr gute Mannschaft sind“, sagte Franz Pusar.

1. Klasse Mitte: SC Sörg : SC Kappel - 3:3 (0:2)

  • 90
    Philipp Wernig 3:3
  • 79
    Raphael Prenter 2:3
  • 60
    Edon Bajrami 1:3
  • 48
    Stefan Stampfer 0:3
  • 40
    Manuel Ortner 0:2
  • 30
    Luka Danijel 0:1