In der 1. Klasse Mitte hat SV Wernberg am Sonntag SC Sörg mit 8:0 besiegt. Trainer Michael Johann Lattacher machte nach dem Schlusspfiff vor allem den frühen Führungstreffer als Knackpunkt aus. „Das 1:0 war der Dosenöffner“, sagte er und sah danach eine Partie, in der seine Mannschaft schon vor der Pause die Weichen klar auf Sieg stellte.

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Viel früher hätte der Abend für SV Wernberg kaum in die richtige Richtung kippen können. Schon in der 3. Minute brachte David Christoph Kargl die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor blieb für Michael Johann Lattacher der entscheidende Moment. „Der wichtigste Moment war das 1:0 durch einen wunderschönen Freistoß von David Kargl von der Strafraumgrenze ins Kreuzeck“, sagte der Trainer. Danach habe sich seine Mannschaft, so Lattacher, „in einen Spielrausch hineingespielt“. Bis zur Pause baute SV Wernberg die Führung Schritt für Schritt aus. Philipp Ronacher erhöhte in der 32. Minute auf 2:0, Fabian Obmann stellte in der 40. Minute auf 3:0. Damit war das Spiel zwar früh auf Kurs, entschieden war es für den Trainer zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht.
Dass Michael Johann Lattacher trotz des 3:0 zur Pause nicht locker ließ, machte er in der Kabine deutlich. „Wir haben in der Pause gesprochen, dass wir von unserer Spielphilosophie nicht zurücktreten müssen. Wir müssen konsequent weiterarbeiten, um noch weitere Tore zu schießen“, schilderte er. Genau so setzte es SV Wernberg dann auch um. Philipp Ronacher traf kurz nach Wiederbeginn in der 49. und 51. Minute zum 4:0 und 5:0 und legte in der 58. Minute auch das 6:0 nach. Der Angreifer blieb damit die prägende Figur in der Offensive und setzte mit seinem fünften persönlichen Treffer in der 85. Minute auch noch das 7:0 drauf. Den Schlusspunkt setzte Mario Lenuweit nur zwei Minuten später mit dem 8:0. Lattacher sprach deshalb von einem Auftritt, in dem seine Mannschaft läuferisch und technisch stark gewesen sei und SC Sörg so nie wirklich ins Spiel kommen ließ.
Nach dem klaren Heimsieg wollte Michael Johann Lattacher den Blick nicht nur auf die 90 Minuten richten. Für ihn ist das 8:0 vielmehr ein Ergebnis, das auf einer längeren Entwicklung aufbaut. „Die Arbeit, die im Winter 2026 begonnen hat, trägt jetzt Früchte“, sagte der Trainer und hob hervor, dass „alle 17 Kaderspieler an einem Strang ziehen“. Ebenso wichtig sei für ihn die Stimmung in der Gruppe, die er als „sensationell“ bezeichnete. Dazu komme eine Mischung, die aus seiner Sicht derzeit sehr gut passe. „Aktuell stimmt die Mischung beim SV Wernberg zwischen jungen und alten Spielern sensationell“, sagte Lattacher. Die Jüngeren würden unterstützt, die erfahreneren Akteure setzten die Vorgaben des Trainerteams sauber um. Besonders hob er Philipp Ronacher hervor, der „seinen zweiten Frühling erlebt“ und aktuell in Hochform spiele.
Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel steht SV Wernberg nach Runde zwei in der 1. Klasse Mitte bei sechs Punkten und hat damit auch tabellarisch einen starken Start hingelegt. Michael Johann Lattacher wollte den Erfolg nach dem Abpfiff aber bewusst nicht nur seiner Mannschaft zuschreiben. Ihm war wichtig, dass der Abend als Leistung des gesamten Vereins gesehen wird. „Der Erfolg baut nicht auf einem Spiel auf, sondern dieser Sieg spiegelt aktuell den ganzen Verein wider“, sagte er. Dahinter stünden viele kleine Helferinnen und Helfer, die täglich ihren Teil dazu beitragen, dass sich der Klub in eine gute Richtung entwickelt. Genau deshalb war dieses 8:0 für den Trainer mehr als nur ein deutliches Ergebnis. Es war aus seiner Sicht ein weiterer Beleg dafür, dass beim SV Wernberg derzeit vieles ineinandergreift.