Spielberichte

„Wir haben nach dem 1:0 aufgehört, Fußball zu spielen“ – Lucas Londer erklärt das 2:5 von SV Weitensfeld/Zweinitz

SC Sörg
SV Weitensfeld

In der 1. Klasse Mitte blieb SV Weitensfeld/Zweinitz auch im dritten Saisonspiel ohne Punkte und unterlag bei SC Sörg mit 2:5. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Lucas Londer mit dem frühen 1:0 eigentlich einen guten Einstieg, verlor danach aber immer mehr den Zugriff. Der Trainer führte die Niederlage vor allem auf Eigenfehler, schwaches Verteidigen bei hohen Bällen und fehlende Basics im Zweikampf zurück.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

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Guter Start, dann verlor SV Weitensfeld/Zweinitz den Faden

Für SV Weitensfeld/Zweinitz begann die Partie zunächst so, wie man sich ein Auswärtsspiel wünschen kann. Adrian Schindler brachte seine Mannschaft in der 11. Minute mit 1:0 in Führung, und genau daran knüpfte auch Londers erste Einschätzung an. „Wir waren in der ersten Halbzeit relativ gut, haben auch unsere Torchance genutzt und waren 1:0 vorne“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Lange hielt diese Sicherheit aber nicht. Philipp Wernig glich nach einer halben Stunde für SC Sörg aus, kurz vor der Pause legte Christopher Hubert Lechenbauer das 2:1 nach. Für Lucas Londer kippte die Partie schon in dieser Phase, weil seine Mannschaft nach dem Führungstreffer nachließ. „Nach dem 1:0 haben wir aufgehört, eigentlich Fußball zu spielen“, sagte er und benannte damit sehr direkt den Bruch im Spiel seines Teams.

SC Sörg zog nach der Pause davon

Nach dem Seitenwechsel bekam SC Sörg die Partie dann endgültig in jene Richtung, die SV Weitensfeld/Zweinitz nicht mehr stoppen konnte. Lukas Bernhard Unterweger stellte in der 50. Minute auf 3:1, Maximilian Nussbaumer erhöhte in der 61. Minute auf 4:1, und mit dem 5:1 durch Lukas Alexander Elsbacher in der 72. Minute war die Begegnung entschieden. Dass Adrian Schindler in der 76. Minute noch sein zweites Tor zum 5:2 erzielte, änderte am Gesamtbild nichts mehr. Lucas Londer suchte die Hauptursache dabei nicht in einem einzelnen Aussetzer, sondern in mehreren wiederkehrenden Problemen. „Der entscheidende Moment war sicher, dass wir uns beim Verteidigen nicht erstklassefähig angestellt haben und viele Eigenfehler bestraft worden sind“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht war es genau diese Summe an Fehlern, die SV Weitensfeld/Zweinitz nach ordentlichem Beginn immer weiter aus dem Spiel brachte.

Hohe Bälle blieben das große Problem

Besonders deutlich wurde für Lucas Londer, womit SV Weitensfeld/Zweinitz an diesem Tag überhaupt nicht zurechtkam. „Es sind immer wieder hohe Bälle gekommen. Die hohen Bälle haben wir schlecht verteidigt“, erklärte er und beschrieb damit sehr konkret den Bereich, in dem SC Sörg immer wieder zum Erfolg kam. Auch die Spielweise des Gegners ordnete er nüchtern ein. „Der Gegner hat auf diesem kleinen Platz das Spiel gemacht, was man auf diesem Platz machen kann: hohe Bälle spielen und gut im Eins-gegen-eins sein.“ Dazu kam laut Londer, dass SC Sörg vor dem Tor sehr eiskalt war und seine Chancen konsequent nutzte. Eine Szene sprach der Trainer dennoch ausdrücklich an: Nach seiner Sicht hätte das 3:1 nicht zählen dürfen, weil der Ball davor im Aus gewesen sei. An seiner grundsätzlichen Analyse änderte dieser Ärger aber nichts.

Klare Selbstkritik statt Ausreden

Entsprechend fiel das Fazit von Lucas Londer selbstkritisch aus und ging deutlich über das nackte Ergebnis hinaus. „Das Zweikampfverhalten und die ganzen Grundbasics im Fußball haben nicht gepasst“, sagte der Trainer und wurde danach noch deutlicher: „Wir sind noch nicht bereit, wir müssen noch viel daran arbeiten.“ Gleichzeitig erkannte er bei SC Sörg genau jene Routine, die seiner Mannschaft aktuell noch fehlt. „Man merkt SC Sörg an, dass sie schon länger in der 1. Klasse spielen und auch einzelne gute Fußballspieler haben“, meinte Lucas Londer. Für SV Weitensfeld/Zweinitz bleibt nach dem 2:5 damit vor allem die Erkenntnis, dass der gute Einstieg nicht reichte. Wenn man in dieser Liga bestehen will, müssen gerade die einfachen Dinge über die volle Distanz passen.

1. Klasse Mitte: SC Sörg : Weitensfeld - 5:2 (2:1)

  • 76
    Adrian Schindler 5:2
  • 72
    Lukas Alexander Elsbacher 5:1
  • 61
    Maximilian Nussbaumer 4:1
  • 50
    Lukas Bernhard Unterweger 3:1
  • 41
    Christopher Hubert Lechenbauer 2:1
  • 30
    Philipp Wernig 1:1
  • 11
    Adrian Schindler 0:1