In der 1. Klasse Mitte hat Friesacher AC/Hirter Pils das Heimspiel gegen SC Raika Kappel nach 0:1 zur Pause noch mit 3:1 gewonnen. Christian Franz Schaffer erlebte zunächst ein ausgeglichenes Derby, in dem seine Mannschaft mehrere große Chancen liegen ließ. Ausschlaggebend war für ihn die gelb-rote Karte kurz vor der Pause, danach drehte die Heimelf die Partie mit mehr Druck und besserer Chancenverwertung.

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Lange sah es allerdings nicht nach einem klaren Heimsieg aus. Christian Franz Schaffer schilderte eine erste Hälfte, in der sich beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe bewegten. "Am Anfang war es ziemlich ausgeglichen", sagte der Sektionsleiter des Friesacher AC/Hirter Pils, und genau dieses Bild passte auch zur frühen Führung der Gäste nur bedingt. Denn noch vor dem 0:1 ließ die Mannschaft des Friesacher AC/Hirter Pils laut Schaffer gleich drei hochkarätige Chancen aus. Statt selbst vorzulegen, geriet die Heimelf in der 10. Minute in Rückstand, als David Körbler für den SC Raika Kappel traf. Schaffer sprach dabei von einem klassischen Abwehrfehler: Die Außenverteidiger seien zu hoch gestanden, nach einem langen Ball und einem Querpass habe der SC Raika Kappel die Situation genutzt.
Auch nach dem Rückstand blieb das Spiel für Schaffer offen, weil die Mannschaft des Friesacher AC/Hirter Pils weiter zu ihren Möglichkeiten kam. "Danach haben wir noch ein paar Ausgleichschancen gehabt, die wir nicht genutzt haben", sagte er. Den Bruch in der Partie sah er dann unmittelbar vor der Pause. "Ausschlaggebend war sicher die gelb-rote Karte", meinte Schaffer über den Platzverweis gegen einen Spieler des SC Raika Kappel in der 45. Minute. Mit einem Mann mehr gelang der Heimelf direkt nach Seitenwechsel der Ausgleich. Fabian Sortschan traf in der 47. Minute zum 1:1, und genau dieser schnelle Treffer brachte die Heimelf wieder voll hinein. Schaffer ordnete die Szene als Standardsituation ein, die sein Stürmer sauber verwertete.
Danach entwickelte sich die Begegnung nicht zu einer einseitigen Angelegenheit, obwohl der SC Raika Kappel in Unterzahl war. Christian Franz Schaffer hielt ausdrücklich fest, dass sich die Gäste "mit zehn Spielern echt gut verkauft" und gut mitgehalten hätten. Die Mannschaft des Friesacher AC/Hirter Pils musste also weiter arbeiten, blieb aber am Drücker und wurde in der Schlussphase belohnt. Wieder war es Fabian Sortschan, der in der 75. Minute auf 2:1 stellte und damit die Partie drehte. Schaffer nannte den Angreifer klar den Matchwinner: "Matchwinner für uns war eindeutig unsere Nummer neun, Fabian Sortschan." Als der SC Raika Kappel in den letzten Minuten noch auf den Ausgleich drängte, machte Philipp Zwinger in der Nachspielzeit mit dem 3:1 alles klar.
Dass die Mannschaft des Friesacher AC/Hirter Pils nach dem zweiten Spiel innerhalb einer Woche und bei hohen Temperaturen noch einmal so zulegen konnte, war für Christian Franz Schaffer vor allem eine Frage des Willens. "Sie haben nie aufgegeben und bis zur letzten Minute gekämpft", sagte er und hob den Kampfgeist der gesamten Mannschaft hervor. Zugleich verteilte er auch Lob an den Gegner: Der SC Raika Kappel habe "eine sehr gute Mannschaft" und werde sich aus seiner Sicht im oberen Drittel festsetzen, wenn die Abstimmung nach den personellen Veränderungen noch besser werde. Zum Schiedsrichter wollte Schaffer kein großes Thema aufmachen. Es habe auf beiden Seiten fragwürdige Entscheidungen gegeben, "aber sonst kann man dem Schiedsrichter keinen Vorwurf machen". Für die Mannschaft des Friesacher AC/Hirter Pils bedeutet der 3:1-Erfolg in Runde drei den dritten Sieg und damit vorerst Platz eins in der 1. Klasse Mitte.