In der 1. Klasse Mitte haben sich die Velden Juniors 1b und der SC Reichenau/Falkert in Runde drei mit 1:1 getrennt. Nach dem 0:1 zur Pause rettete Semjon Nikolai Jauk den Heimischen in der Nachspielzeit noch einen Punkt. Trainer Alexander Kofler sprach danach von einem gerechten Remis, haderte aber damit, dass seine Mannschaft aus viel Ballbesitz zu wenig Gefahr gemacht habe: „Wir haben unsere PS nicht ganz auf die Straße gebracht.“

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Aus Sicht von Alexander Kofler lag das Hauptthema dieses Abends nicht nur im späten Ausgleich, sondern vor allem in der Art, wie seine Mannschaft das Spiel mit Ball angelegt hat. „Es war ein Spiel, in dem wir viel Ballbesitz gehabt haben, aber nicht gefährlich wurden“, sagte der Trainer. Genau das zog sich laut seiner Einschätzung über weite Strecken durch die Partie. Die Velden Juniors 1b wollten viel Fußball spielen, hatten auch ihre Ballbesitzphasen, fanden aber zu selten den Weg in wirklich gute Abschlusssituationen. Auf der anderen Seite kam SC Reichenau/Falkert laut Kofler immer wieder durch Weitschüsse zu Chancen. Der Trainer beschrieb den Gegner als „sehr robust“ und „sehr gut auf uns eingestellt“ und hielt fest, dass man es mit „einer guten Mannschaft in der Liga“ zu tun hatte.
Der Spielverlauf passte dann auch zu dieser Einschätzung. Nach 30 Minuten gerieten die Velden Juniors 1b mit 0:1 in Rückstand, offiziell wurde Arnold Freissegger als Torschütze geführt. Kofler schilderte die Entstehung des Treffers als Folge eines „schwerwiegenden Ballverlusts im zentralen Mittelfeld“. Danach sei der Ball tief gespielt worden, ehe der Abschluss aus 16 bis 18 Metern im langen Eck eingeschlagen habe. Mit diesem 0:1 ging es auch in die Pause. Lange sah es danach aus, als würde der Gastgeber ohne Ertrag bleiben, obwohl er viel vom Ball hatte. Erst tief in der Nachspielzeit fiel noch das 1:1. Ein weiter Ball kam in den Strafraum, die Szene wurde nicht sauber bereinigt, und am Ende erzielte Semjon Nikolai Jauk doch noch den Ausgleich für die Velden Juniors 1b.
In seiner Analyse wurde Kofler vor allem bei den eigenen Abläufen nach vorne sehr konkret. „Was nicht so geklappt hat, ist, dass wir die letzten Entscheidungen immer falsch getroffen haben“, sagte er. Damit meinte er nicht nur die Qualität des letzten Passes, sondern auch das Timing in den Tiefenläufen. „Wir sind sehr oft im Abseits gestanden, wenn wir den Pass tief gespielt haben“, erklärte der Trainer. Für ihn war das ein wesentlicher Grund, warum aus den Ballbesitzphasen zu wenig echte Torgefahr entstanden ist. „Wir waren vielleicht nicht zu hundert Prozent entscheidend im letzten Drittel, damit wir bessere Chancen kreieren können“, sagte Kofler. Deshalb sprach er nach dem Schlusspfiff auch von einem „gerechten Unentschieden“, obwohl er offen einräumte, dass beim späten 1:1 auch ein wenig Glück dabei gewesen sei.
Für die Velden Juniors 1b steht damit nach drei Runden ein Start mit fünf Punkten zu Buche, und genau zwischen Zufriedenheit und Anspruch lässt sich auch Koflers Fazit einordnen. Der Punktgewinn gegen SC Reichenau/Falkert kam spät, war aus seiner Sicht aber nicht unverdient, weil die Mannschaft viel investiert und das Spiel nie ganz aus der Hand gegeben hat. Gleichzeitig war deutlich herauszuhören, dass ihn die fehlende Durchschlagskraft mehr beschäftigt als das Ergebnis selbst. „Im Endeffekt ist es ein gerechtes Unentschieden“, sagte Kofler, schob aber eben auch den entscheidenden Satz nach: „Wir haben unsere PS nicht ganz auf die Straße gebracht.“ Für die nächsten Auftritte ist damit auch klar, woran die Velden Juniors 1b ansetzen müssen: aus Ballbesitz mehr Zug zum Tor zu entwickeln und im letzten Drittel mehr Klarheit zu finden.