In der 1. Klasse Mitte hat SV Straßburg gegen SV Glanegg einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Heimsieg gedreht. Für Obmann Jakob Andreas Leitgeb war dabei weniger das nackte Ergebnis als die Entwicklung der Partie entscheidend: Trotz viel Pech im Abschluss, eines Eigentors und zweier aberkannter Treffer blieb SV Straßburg dran und „hat den Sieg erzwungen“, wie er die Wende nach dem Spiel zusammenfasste.

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Der Start aus Sicht von SV Straßburg war laut Leitgeb eigentlich so, wie man sich ein Heimspiel vorstellt. „Wir sind gut gestartet, haben aber mit dem Lattenschuss die Führung verpasst“, sagte der Obmann. Genau das zog sich dann durch weite Teile der ersten Halbzeit: SV Straßburg hatte Möglichkeiten, nutzte sie aber zunächst nicht. SV Glanegg war deutlich effizienter und ging in der 12. Minute mit der ersten guten Gelegenheit durch Domen Ujcic mit 1:0 in Führung. Noch bitterer wurde es wenig später, als in der 20. Minute ein Eckball abgefälscht wurde und über das Eigentor von Felix Andreas Schmölzer das 0:2 brachte. Leitgeb schilderte diese Phase so: „Mit der ersten Möglichkeit sind sie 1:0 in Führung gegangen, dann wurde ein Eckball abgefälscht und landete im Netz.“ Dass SV Straßburg trotzdem im Spiel blieb, zeigte sich vor der Pause. Nach weiteren Chancen gelang Martin Jakob Leitgeb in der 39. Minute der wichtige Anschlusstreffer zum 1:2, mit dem die Partie zur Halbzeit wieder offen war.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte SV Straßburg laut Leitgeb weiter mehr vom Spiel und blieb das aktivere Team. Der Obmann sprach von vielen Chancen, dazu von einem Lattenschuss und zwei Stangenschüssen, die untermauerten, wie viel Druck SV Straßburg gemacht hatte. Besonders hängen blieb bei ihm aber, dass zwei Treffer wegen Abseits nicht anerkannt wurden. „Aus unserer Sicht wären es zwei reguläre Tore gewesen, aber entscheiden tut der Schiedsrichter mit seinem Assistenten am Spielfeld“, sagte Leitgeb, der die Szenen zwar als diskussionswürdig bezeichnete, zugleich aber betonte, dass seine Mannschaft das akzeptieren musste. Genau diesen Punkt hob er mehrfach hervor. SV Straßburg habe sich nicht lange mit den Entscheidungen aufgehalten, sondern weiter nach vorne gespielt. Über SV Glanegg sagte Leitgeb knapp, aber treffend: „Sie waren sehr effizient.“ Mehr wollte er dem Gegner gar nicht vorwerfen, weil für ihn klar war, dass die eigene Mannschaft trotz aller Widerstände die Kontrolle über das Spiel nicht verlor und sich in dieser Phase einfach lange nicht belohnte.
Entschieden wurde die Partie dann in jener Phase, die Leitgeb auch im Rückblick als Schlüssel zum Heimsieg sah. In der 77. Minute machte Martin Jakob Leitgeb nach einer schönen Aktion das 2:2 und brachte SV Straßburg endgültig zurück. Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht, denn fast direkt nach dem Ankick legte SV Straßburg nach. Marco Krall, erst wenige Minuten zuvor eingewechselt, traf in der 78. Minute zum 3:2. Leitgeb beschrieb die Szene so: „Nach dem 2:2 haben wir direkt weitergemacht und Marco Krall hat aus 28 Metern abgezogen. Leicht abgefälscht war der Ball im Eck.“ Für den Obmann war diese Wende kein Zufall, sondern die Belohnung für 90 Minuten Beharrlichkeit. „Kampfgeist, immer weitermachen, nie aufgeben. Das war es“, sagte Leitgeb. Mit dem 3:2 holt SV Straßburg in Runde drei die nächsten drei Punkte, steht nun bei sechs Zählern und liegt in der Tabelle auf Rang drei. Nach so einem Spiel dürfte vor allem die Art und Weise Mut machen, weil SV Straßburg gezeigt hat, dass auch ein Zwei-Tore-Rückstand diese Mannschaft nicht aus dem Tritt bringt.