In der 1. Klasse Mitte hat die SG DSG Ledenitzen/SV Rosegg bei der WSG Wietersdorf nach frühem 0:2-Rückstand noch mit 4:2 gewonnen. Trainer Thomas Heber machte vor allem den Anschlusstreffer zum 2:1 als Wendepunkt aus. Danach, so sein Eindruck, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Entscheidend waren für ihn am Ende aber auch die bessere Kondition und die Energie, die von den Wechselspielern ins Spiel kam.

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Für SG DSG Ledenitzen/SV Rosegg begann die Partie alles andere als angenehm. WSG Wietersdorf ging früh in Führung, als Urban Krc in der 12. Minute das 1:0 erzielte. Nach 19 Minuten legte Daniel Safran das 2:0 nach, und damit war die Ausgangslage für die Gäste schon sehr heikel. Thomas Heber sprach nach dem Spiel offen davon, dass seine Mannschaft gerade zu Beginn defensiv nicht gut eingestellt gewesen sei. Genau das spiegelte sich auch im Ergebnis wider. Entscheidend war dann aber die Reaktion. In der 24. Minute gelang Ziga Erzen der Anschlusstreffer zum 2:1, und Heber sagte dazu: "Das war ein schöner Freistoß von uns. Nach dem 2:1 habe ich gemerkt, dass wir die Partie noch drehen können." Dieser Eindruck bestätigte sich, denn kurz danach war zu sehen, dass SG DSG Ledenitzen/SV Rosegg wieder voll im Spiel war. Noch vor der Pause stellte Florian Wassertheurer in der 41. Minute auf 2:2, womit nach einem ganz schwierigen Start plötzlich wieder alles offen war.
Mit dem 2:2 zur Pause hatte SG DSG Ledenitzen/SV Rosegg nicht nur den Rückstand aufgeholt, sondern sich auch die bessere Ausgangsposition für die zweite Hälfte erarbeitet. Lange blieb das Spiel dann beim Gleichstand, ehe Ziga Erzen in der 70. Minute mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag das 2:3 erzielte. Damit war die Partie erstmals komplett gedreht. Den Schlusspunkt setzte Senad Huseinbasic in der 85. Minute mit dem 2:4. Heber erklärte den Ausschlag für diese Wende sehr klar: "Ich glaube, dass wir konditionell die stärkere Mannschaft gewesen sind." Dazu kam aus seiner Sicht ein zweiter Punkt, der in solchen Spielen oft den Unterschied macht. "Wichtig ist auch gewesen, dass unsere Auswechselspieler viel Energie in das Spiel gebracht haben und wir das Spiel dann drehen konnten", sagte der Trainer. Seine Einschätzung zum Gegner fiel dabei respektvoll aus, aber ebenfalls eindeutig: "Der Gegner war eigentlich nicht so schlecht, ist aber meiner Meinung nach körperlich zum Schluss eingegangen."
So erfreulich das 4:2 aus Sicht von SG DSG Ledenitzen/SV Rosegg am Ende war, ganz ohne Kritik wollte Thomas Heber den Auftritt dennoch nicht stehen lassen. Gerade die Anfangsphase blieb ihm sichtbar im Kopf. "Verbesserungspotenzial ist sicher am Anfang, da waren wir defensiv noch nicht so gut eingestellt, aber das ist dann im Laufe des Spiels besser geworden", sagte er. Darin steckt auch die passendste Zusammenfassung dieses Auswärtssieges. SG DSG Ledenitzen/SV Rosegg brauchte eine gewisse Anlaufzeit, reagierte auf den frühen Rückschlag dann aber stark und blieb nach dem 0:2 ruhig genug, um das Spiel noch zu kippen. Dass die Mannschaft nicht auseinanderfiel, sondern noch vor der Pause den Ausgleich schaffte und nach der Pause nachlegte, war letztlich die Grundlage für die drei Punkte. Auch mit der Spielleitung hatte Heber keine Probleme. Sein knappes Urteil dazu lautete: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung." Unterm Strich nahm SG DSG Ledenitzen/SV Rosegg also nicht nur vier Tore und einen Auswärtssieg mit, sondern auch die Erkenntnis, dass nach schwachem Beginn noch genug Qualität und Substanz da war, um eine bereits fast verlorene Partie wieder an sich zu ziehen.