In der 1. Klasse Mitte hat sich SV Straßburg im Derby gegen SV Weitensfeld/Zweinitz nach einem 0:1 und 1:2 noch ein 2:2 geholt. Für Obmann Jakob Andreas Leitgeb fühlte sich die Punkteteilung dennoch eher wie zwei verlorene Zähler an, weil seine Mannschaft laut eigener Einschätzung über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, sich viele Möglichkeiten erarbeitete und sich dafür wieder einmal nicht ausreichend belohnte.

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Straßburg war von Beginn an die aktivere Mannschaft und legte nach den Worten von Jakob Andreas Leitgeb einen richtig starken Start hin. „Wir haben sehr stark angefangen mit drei, vier, fünf, sechs Chancen. Eigentlich ein Spiegelbild der gesamten Saison“, sagte der Obmann nach dem Derby. Die Gastgeber kamen also früh in gefährliche Zonen, ließen gute Möglichkeiten liegen und trafen auch einmal die Stange. Gerade das war für Leitgeb der Punkt, der sich durch den Nachmittag zog. Weil die Chancen vorne ungenützt blieben, reichte Weitensfeld in Minute 25 die erste wirklich gute Aktion zur Führung. Adrian Schindler stellte auf 0:1, nachdem laut Leitgeb vor allem Julian Feichtinger die Szene stark gelöst hatte. „Die erste richtig gute Chance von Weitensfeld wurde verwertet und so waren wir wieder in Rückstand“, brachte es der Straßburger Funktionär auf den Punkt.
Was Straßburg nach dem Rückstand aber sofort gelang, war die schnelle Reaktion. Nur zwei Minuten später stellte Martin Jakob Leitgeb mit einem Weitschuss auf 1:1 und brachte die Heimischen damit rasch zurück ins Spiel. Auch diesen Treffer hob der Obmann besonders hervor. Er sprach von einem „traumhaften Weitschuss“ und meinte damit genau jene Antwort, die seine Mannschaft in dieser Phase gebraucht hatte. Mit dem Ausgleich war die Partie aber noch längst nicht gekippt, obwohl Straßburg nach eigener Wahrnehmung weiter mehr vom Spiel hatte. „Danach hatten wir noch einige Möglichkeiten wiederum, aber wir konnten kein Tor erzielen“, sagte Leitgeb. So ging es mit einem 1:1 in die Pause, obwohl aus Sicht der Gastgeber durchaus mehr drin gewesen wäre als nur der Gleichstand nach 45 Minuten.
Nach dem Seitenwechsel sah Leitgeb zunächst das gleiche Bild wie schon in der Anfangsphase. Straßburg blieb am Drücker, erarbeitete sich in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten wieder mehrere gute Chancen, machte daraus aber erneut zu wenig. „Drei, vier sehr gute Chancen in den ersten zehn, fünfzehn Minuten. Nicht verwertet“, schilderte er. Statt einer möglichen Führung kam dann wieder der Nackenschlag. Nach einer Kontersituation gab es einen Elfmeter, den Leitgeb als korrekt bewertete, und Tobias Morris Kämper brachte Weitensfeld in Minute 70 mit 2:1 in Front. Straßburg gab sich dennoch nicht geschlagen und spielte laut Obmann konsequent weiter. In Minute 85 fiel schließlich doch noch der verdiente Ausgleich: Marco Krall traf zum 2:2. Leitgeb beschrieb die Aktion so: „Martin Leitgeb hat sich gut durchgetankt, und Marco Krall hat mit der Ferse getroffen.“ Mehr als dieses späte 2:2 sprang aber nicht mehr heraus.
Genau daraus leitete Jakob Andreas Leitgeb auch seine klare Analyse ab. „Für Weitensfeld ein gewonnener Punkt und für uns eher zwei verlorene“, sagte er, ohne dabei den Gegner kleinzureden. Im Gegenteil: Der Straßburger Obmann sprach von einem kompakten, defensiv gut organisierten Gegner, der auf Konter ausgerichtet war und seine Möglichkeiten effizient nutzte. Adrian Schindler bezeichnete er als Topstürmer, Julian Feichtinger sogar als besten Mann bei den Gästen. Den entscheidenden Unterschied sah Leitgeb aber vor allem bei der eigenen Verwertung. „Wir brauchen zu viele Chancen für die Tore“, sagte er deutlich. Positiv blieb für ihn, dass seine Mannschaft bis zum Schluss nicht aufgab und sich das Remis noch erkämpfte. Dazu kam eine Kulisse, die dem Derby den passenden Rahmen gab. Leitgeb sprach von 350 bis 400 Zuschauern, von toller Stimmung und vom ersten Derby dieser Art in der 1. Klasse im Gurktal seit 15 oder 16 Jahren. Auch die Leistung des Schiedsrichters ordnete er nüchtern ein: „Die Schiedsrichterleistung ist in Ordnung.“ Unter dem Strich nimmt Straßburg also nur einen Punkt mit, dazu aber auch die Hoffnung, dass „einmal der Knopf aufgehen“ werde. Weiter geht es für die Straßburger nächste Woche.