In der 1. Klasse Mitte hat Velden Juniors 1b am Samstag gegen SV Wernberg mit 0:2 verloren. Das Ergebnis fiel aus Sicht der Gastgeber klarer aus, als es der Spielanteil über weite Strecken vermuten ließ. Trainer Alexander Kofler sah sein Team vor allem vor der Pause als besser, aber eben auch als zu harmlos: "Wir waren im letzten Drittel nicht zwingend genug."

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Kofler legte den Schwerpunkt in seiner Analyse klar auf die ersten 45 Minuten. "Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit die weitaus bessere Mannschaft waren", sagte der Trainer nach dem Spiel. Velden hatte nach seiner Einschätzung viel Ballbesitz und kam auch zu Möglichkeiten, besonders nach Standardsituationen. Gerade darin lag für ihn aber schon der Kern des Problems, weil die Überlegenheit zwar sichtbar war, sich am Spielstand jedoch nicht zeigte. Statt selbst in Führung zu gehen, kassierten die Heimischen in der 26. Minute das 0:1. Nach einem Ballverlust im Vorwärtsspiel ging es bei Wernberg sofort tief, Philipp Ronacher zog aus rund 20 bis 25 Metern ab und traf sehenswert. Mit dem 0:1 ging es dann auch in die Pause.
Nach der Pause änderte sich das Grundbild aus Koflers Sicht nicht entscheidend. Velden blieb zwar wieder häufig am Ball, fand aber noch seltener den direkten Weg in den Strafraum und zum Abschluss. "Die zweite Halbzeit war ähnlich, viel Ballbesitz, aber wenig Durchschlagskraft und kaum Chancen", fasste er den Verlauf zusammen. Damit blieb das Spiel für die Gastgeber frustrierend, weil Aufwand und Ertrag nicht zusammenpassten. Wernberg war in den entscheidenden Szenen konsequenter und nutzte die nächste sich bietende Möglichkeit erneut aus. In der 70. Minute entstand nach einem weiteren Ballverlust der Heimischen erneut eine gefährliche Umschaltsituation, der Angriff konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden und Marin Bratic verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 0:2.
Für den Velden-Trainer war die Niederlage deshalb nicht an einer einzigen Szene festzumachen. "Einen entscheidenden Moment hat es nicht gegeben", betonte Kofler, der den Unterschied viel grundsätzlicher sah. "Das Problem war, dass wir vorne nicht zwingend genug geworden sind und unseren vielen Ballbesitz nicht in viele Torchancen ummünzen konnten." Noch kürzer formulierte er es an anderer Stelle: "Hauptsächlich in der Chancenverwertung." Genau dort lag aus seiner Sicht der Abstand zwischen beiden Mannschaften. Wernberg machte aus seinen Chancen Tore, Velden nicht. Auch sonst gab es für ihn keinen Nebenkriegsschauplatz. "Es waren keine diskussionswürdigen Aktionen dabei. Der Schiedsrichter hat auf beide Seiten gleich gepfiffen und das Spiel gut geleitet", sagte Kofler.
Im Tabellenbild hat das Ergebnis durchaus Gewicht. Wernberg steht nach sieben Runden mit 17 Punkten an der Spitze, während Velden mit 14 Zählern auf Rang vier bleibt. Für die Gastgeber war dieses Spiel aber vor allem eine deutliche Erinnerung daran, dass Ballbesitz allein noch nichts garantiert. "Wir haben zu wenig Torchancen kreiert, wenn dann nur durch Standardsituationen", sagte Kofler. Damit war seine Analyse vollständig. Es fehlte seiner Mannschaft nicht grundsätzlich am Zugriff auf das Spiel, sondern an der letzten Konsequenz rund um den Strafraum. Gegen einen Gegner, der seine Möglichkeiten so sauber ausspielt, wird genau das schnell zum entscheidenden Unterschied.