In der 1. Klasse Mitte hat ASKÖ Techelsberg gegen GSC Liebenfels lange gut dagegengehalten, musste sich am Ende aber mit 0:3 geschlagen geben. Nach torlosen ersten 45 Minuten brachte Rexhap Mustafa die Gäste auf Kurs, ehe Marin Juric in der Schlussphase doppelt nachlegte. Trainer Valon Sahiti sprach trotz des klaren Ergebnisses von einem Spiel, in dem sich seine Mannschaft lange schwertat.

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Zur Pause stand es noch 0:0, und genau das passte zu dem Bild, das Sahiti nach dem Spiel zeichnete. Der Liebenfels-Trainer machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft nicht von Beginn an in einen ganz sauberen Rhythmus kam. „Wir haben uns auf dem kleinen Platz sehr schwergetan“, sagte er und legte nach: „Durch sehr viele eigene Fehler haben wir uns das Leben auch ein bisschen schwer gemacht.“ Trotzdem sah er sein Team über die gesamte Spielzeit nicht ohne Vorteile. Zwar habe auch Techelsberg Möglichkeiten gehabt, „aber die deutlicheren Chancen haben wir gehabt“, meinte Sahiti. Nach dem Seitenwechsel schlug sich das dann auch auf der Anzeigetafel nieder. In der 51. Minute brachte Rexhap Mustafa die Gäste mit 1:0 in Führung. Damit war die Partie in eine Richtung gekippt, ohne dass Sahiti von einem komplett einseitigen Spiel sprechen wollte.
Interessant war die Einordnung des Trainers vor allem deshalb, weil er die Partie nicht schönredete. Sahiti sagte klar, dass es „immer wieder Phasen“ gegeben habe, „wo der Gegner die Partie gehabt hat“. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass seine Mannschaft darüber hinaus „immer am Drücker und am Ball“ gewesen sei. Diese Mischung aus eigener Kontrolle und zwischenzeitlichen Problemen erklärt auch, warum das Spiel trotz der späten Klarheit lange offen blieb. Erst in der Schlussphase machte Liebenfels endgültig alles klar. In der 80. Minute erhöhte Marin Juric auf 2:0, in der 89. Minute sorgte er mit seinem zweiten Treffer für den 3:0-Endstand. Sahiti wollte keinen einzelnen Treffer über alles stellen. „Natürlich waren alle drei Tore wichtig“, sagte er. Und auch seine Gesamtbewertung fiel eindeutig aus: „Das 3:0 war auf jeden Fall gerecht.“
Dass Liebenfels am Ende ohne Gegentor blieb, war für den Trainer ein wesentlicher Punkt. Sahiti hob weniger eine Einzelaktion hervor als vielmehr das Zusammenspiel seiner Mannschaft gegen den Ball. „Die Teamleistung zum Schluss in der Verteidigung war sehr stark“, sagte er und machte damit klar, wo er die größte Stärke seines Teams an diesem Nachmittag gesehen hat. Gerade weil Techelsberg laut seiner Einschätzung phasenweise durchaus gefährlich war, bekam diese defensive Stabilität in der Schlussphase besonderes Gewicht. Ganz zufrieden war Sahiti trotz des klaren Auswärtssiegs aber nicht. Verbesserungspotenzial sieht er „allgemein im Spielaufbau und dem Ganzen“, wie er es formulierte. Das passt zu seiner Einschätzung eines Spiels, in dem nicht alles rundlief, der Ertrag am Ende aber dennoch deutlich ausfiel. Über den Gegner sagte der Trainer, Techelsberg sei „phasenweise stark“ gewesen. Die Leistung des Schiedsrichters bewertete er knapp mit den Worten: „Die Schiedsrichterleistung war okay.“
Für Liebenfels bleibt unter dem Strich ein Auswärtssieg, der sich laut Trainer zwar nicht leicht anfühlte, am Ende aber klar ausfiel. Aus einem zähen 0:0 zur Halbzeit wurde nach der Pause ein 3:0, weil die Gäste ihre Vorteile schließlich doch noch in Tore ummünzten. Dass Sahiti dabei sowohl die Schwierigkeiten als auch die positiven Punkte offen ansprach, gibt seiner Analyse zusätzlich Gewicht. Liebenfels nimmt damit in Runde sieben drei wichtige Punkte mit und steht in der Tabelle der 1. Klasse Mitte nun bei zwölf Zählern. Aus Sicht des Trainers ist das aber kein Grund, sich nur auf das Ergebnis zu verlassen. Die Defensive hat überzeugt, die Chancen wurden am Ende genutzt, im Spielaufbau sieht er aber weiter Arbeit. Genau diese Mischung aus Zufriedenheit und klarer Ansage macht den Auftritt in Techelsberg gut greifbar.