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„Vorne zu wenig, hinten bei Standards zu wenig konsequent“ – Straßburg erlebt in Steuerberg das nächste Déjà-vu

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SV Steuerberg
SV Straßburg

In der 1. Klasse Mitte hat der SV Straßburg auswärts bei SV Steuerberg mit 1:3 verloren. Entscheidend war aus Sicht von Obmann Jakob Andreas Leitgeb einmal mehr ein bekanntes Muster: Vorne blieben Möglichkeiten ungenützt, hinten verteidigten die Gäste vor allem bei Standards nicht sauber genug. Dass Straßburg trotz vieler Offensivaktionen nur einmal durch Alexander David Strebenitzer traf, machte die Aufgabe nach dem 0:3 zur Pause letztlich zu groß.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Steuerberg nutzt die erste Hälfte eiskalt

Der Spielverlauf war aus Straßburger Sicht schnell erklärt, aber deshalb nicht weniger bitter. Schon in der 2. Minute ging Steuerberg in Führung, als Thomas Biedermann nach einem zunächst zu kurz geklärten Eckball zum 1:0 traf. Leitgeb sprach davon, dass es „diesmal noch schneller“ begonnen habe als zuletzt, weil die Gastgeber praktisch mit ihrer ersten Standardsituation erfolgreich waren. Danach, so seine Einschätzung, sei Straßburg durchaus in die Partie gekommen und habe ein gutes Spiel gezeigt, sich für diese Phase aber nicht belohnt. Statt des möglichen Ausgleichs fiel in der 18. Minute das 2:0 durch Daniel Walder, nachdem die Abseitsfalle nicht funktioniert hatte und Steuerberg die Situation konsequent ausnützte. Noch vor der Pause legten die Hausherren nach einem weiteren Eckball nach: Manuel Egger traf in der 34. Minute zum 3:0. Leitgeb brachte den Kern des Problems auf den Punkt: „Wenn man vorne zu wenig schießt und hinten zu wenig konsequent verteidigt, verliert man schlussendlich 3:1.“

Chancen da, aber kein Ertrag

Gerade dieser Gegensatz zwischen Aufwand und Ertrag zog sich laut Leitgeb durch die gesamte Begegnung. „Es war aus unserer Sicht ein Déjà-vu der letzten Spiele“, sagte der Straßburger Obmann, weil seine Mannschaft wieder genügend Möglichkeiten vorfand, daraus aber zu wenig machte. Er schilderte mehrere gute Offensivaktionen der Gäste, darunter einen Stanglpass, an dem gleich zwei Spieler vorbeirutschten, und auch zwei ganz große Chancen kurz vor der Pause, die der Steuerberger Tormann mit starken Reflexen entschärfte. Entsprechend deutlich fiel sein Lob für den Gegner aus: „Ein herausragender Torhüter, defensiv ohne Schnörkel und vorne in der ersten Hälfte wahnsinnig effizient.“ Auch eine Abseitsentscheidung sprach Leitgeb an, weil aus seiner Sicht beim Stand von 0:1 eine gute Möglichkeit abgepfiffen wurde. Gleichzeitig stellte er klar, dass der Schiedsrichter nicht der Grund für die Niederlage gewesen sei: „Er ist sicher nicht schuld, dass wir heute verloren haben. Wir müssen uns selber an der Nase nehmen.“ So blieb unter dem Strich vor allem die Erkenntnis, dass Steuerberg seine Gelegenheiten besser nutzte und Straßburg aus den eigenen Chancen zu wenig machte.

Anschlusstreffer, aber keine Wende

Nach dem Seitenwechsel gab sich Straßburg dennoch nicht auf, auch das hob Leitgeb ausdrücklich hervor. In der 62. Minute verkürzte Alexander David Strebenitzer auf 1:3 und brachte die Gäste damit noch einmal heran. Viel mehr sprang aber nicht heraus, obwohl Straßburg laut Leitgeb weiter versuchte, Druck zu machen und zu weiteren Möglichkeiten kam. „Wir sind schon bekannt dafür, dass wir nicht aufgeben. Das haben wir auch heute nicht gemacht“, sagte er. Für eine echte Wende fehlte diesmal aber erneut die Präzision im Abschluss, während Steuerberg nach Ballgewinnen auch noch zu Konterchancen kam. Deshalb fiel das Fazit trotz der ordentlichen Moral nüchtern aus: „Schlussendlich muss man sagen, wahrscheinlich auch verdient.“ Für die nächsten Aufgaben sieht Leitgeb trotzdem einen klaren Ansatz. Straßburg wolle positiv bleiben, weiter als Einheit auftreten und vor allem an zwei Punkten arbeiten: vorne effizienter werden und hinten, besonders bei Standards, kompakter verteidigen. Mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen Sörg formulierte er die Richtung klar: Wenn seine Mannschaft diese vielen Chancen besser nützt und defensiv sauberer steht, „dann werden wir mit Sicherheit wieder demnächst punkten und den Platz im Mittelfeld festigen“.

1. Klasse Mitte: Steuerberg : Straßburg - 3:1 (3:0)

  • 62
    Alexander David Strebenitzer 3:1
  • 34
    Manuel Egger 3:0
  • 18
    Daniel Walder 2:0
  • 2
    Thomas Biedermann 1:0