In der 1. Klasse Mitte hat SC Reichenau/Falkert nach frühem Rückstand gegen SV Weitensfeld/Zweinitz noch mit 4:2 gewonnen. Nach dem 1:1 zur Pause legte die Heimelf in der zweiten Hälfte nach und zog entscheidend auf 3:1 davon. Sektionsleiter Roland Lackner sah eine ausgeglichene Partie, in der am Ende vor allem die spielerische Stärke seiner Mannschaft den Ausschlag gab.

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Für Reichenau begann der Nachmittag mit einem Rückschlag, denn schon in der 10. Minute brachte Marco Pechmann die Gäste mit 1:0 in Führung. Damit war Weitensfeld früh in einer guten Position, und genau das passte auch zu Lackners Eindruck eines Spiels, das lange offen blieb. Reichenau arbeitete sich aber zurück und kam in der 31. Minute durch Arnold Freissegger zum 1:1. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel dauerte es dann bis zur 67. Minute, ehe erneut Freissegger zum 2:1 traf und die Heimelf erstmals in Front brachte. Noch entscheidender wurde es in der 78. Minute, als Tim Kovacic auf 3:1 stellte. In der Nachspielzeit erhöhte Freissegger mit seinem dritten Treffer noch auf 4:1, ehe Adrian Schindler mit dem 4:2 in der 92. Minute nur noch den Endstand herstellte.
Lackner machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass er keine einseitige Partie gesehen hatte. „Es war eine ziemlich ausgeglichene Partie. Weitensfeld war sehr robust, körperlich stark. Wir waren spielerisch stärker und im Großen und Ganzen geht der Sieg in Ordnung“, sagte der Sektionsleiter. Genau in diesem Vergleich zwischen Robustheit und spielerischer Linie sah er den Unterschied. Reichenau habe sich nicht mit Gewalt, sondern mit Fußball zurück in die Begegnung gearbeitet. „Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft und ich glaube, das war der ausschlaggebende Punkt, dass wir über unsere spielerische Stärke wieder ins Spiel gekommen sind und dann verdient gewonnen haben“, so Lackner. Dass die Partie erst mit dem dritten Treffer wirklich auf die Seite der Heimischen kippte, formulierte er ebenfalls klar: „Erst nach dem 3:1 hatten wir das Spiel unter Kontrolle. Danach ist eigentlich nichts mehr passiert und wir haben den Sieg sicher nach Hause gefahren.“
Deshalb hatte dieses 4:2 für Reichenau auch mehr Bedeutung als nur drei Punkte. Lackner verwies darauf, dass seine Mannschaft zuletzt zweimal verloren hatte und der Erfolg nun auch mental wichtig war. „Verbessern kann man sich immer, aber nach den zwei Niederlagen war das heute für den Kopf ganz wichtig, dass wir die Partie gewonnen haben. Ich glaube, dass es jetzt wieder aufwärts geht“, sagte er. Auffällig war dabei, dass er den Gegner trotz Niederlage ausdrücklich stark einschätzte. „Weitensfeld war körperlich sehr robust, eine ganz starke Truppe. Ich glaube, dass sie heuer mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden und sich irgendwo im Mittelfeld etablieren“, meinte Lackner. Auch mit der Spielleitung zeigte er sich zufrieden und hielt fest, dass der Schiedsrichter, obwohl er alleine im Einsatz war, die Partie „im Großen und Ganzen sehr gut gemacht“ habe. Für Reichenau war es damit ein Heimsieg, der nach frühem Rückstand Geduld verlangte, in der zweiten Hälfte aber immer klarer wurde.