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"Ausschlaggebend war, dass wir unsere Chancen nicht genutz haben " – Glanegg holt gegen den Leader ein 2:2

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SV Glanegg
SV Wernberg

In der 1. Klasse Mitte hat SV Glanegg dem Tabellenführer SV Wernberg beim 2:2 einen Punkt abgenommen. Nach einer starken ersten Hälfte führten die Gastgeber zur Pause verdient, kassierten aber direkt nach Wiederbeginn den Ausgleich. Trainer Kevin Hermann Schlosser sah dennoch viele gute Ansätze, sprach von deutlich besserer Besetzung und machte vor allem eines als Grund aus, warum sogar noch mehr drin gewesen wäre: den vergebenen Strafstoß.

Schiedsrichter hält einen Fußball in der Hand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung und eine erste Hälfte mit klarer Linie

Aus Sicht von Schlosser war Glanegg von Beginn an gut in der Partie. "Von der ersten Minute an sind wir defensiv sehr gut gestanden. Wir haben defensiv nichts zugelassen", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Diese Einschätzung passt auch zum Verlauf vor der Pause, denn die Hausherren gingen schon in der 8. Minute durch Domen Ujcic mit 1:0 in Führung und nahmen diesen Vorsprung mit in die Kabine. Für Schlosser war es dabei nicht nur das Ergebnis, das passte, sondern vor allem die Art und Weise. Wernberg habe in den ersten 45 Minuten nach seiner Wahrnehmung "keine einzige, wenn höchstens eine Halbchance" gehabt. Gleichzeitig blieb Glanegg auch nach dem 1:0 dran. "Wir haben nach dem 1:0 weiter gedrückt und zwei, drei hochkarätige Chancen gehabt, aber diese ausgelassen", sagte Schlosser. Genau darin lag aus seiner Sicht schon früh der Punkt, an dem seine Mannschaft verabsäumte, das Spiel klarer in die eigene Richtung zu ziehen. "Wir hätten schon in der ersten Hälfte den Sack mit einem 2:0 oder 3:0 zumachen können", meinte der Glanegg-Coach.

Der Schock nach Wiederbeginn und die Antwort der Gastgeber

Was dann nach dem Seitenwechsel passierte, nannte Schlosser selbst den entscheidenden Moment der Partie. "Wir haben den Neustart der zweiten Halbzeit verschlafen", sagte er, und Wernberg nutzte das eiskalt aus. Kevin Brugger traf in der 46. Minute zum 1:1, laut Schlosser sogar praktisch unmittelbar nach dem Wiederanpfiff. "Dadurch haben sie wieder eine zweite Luft bekommen", ordnete er diesen Treffer ein. Glanegg ließ sich davon aber nicht völlig aus der Bahn werfen. Der Trainer betonte, dass seine Mannschaft danach nicht aufgehört habe zu spielen und sich weiterhin Chancen erarbeitete. Trotzdem drehten die Gäste das Spiel, als Philipp Ronacher in der 72. Minute das 1:2 erzielte. Auch da war für Glanegg aber noch nichts verloren. "Nach dem 2:1 haben wir nicht aufgegeben, weiter gekämpft", sagte Schlosser. Der Lohn folgte in der 80. Minute, als Dominik Nikolaus Scherwitzl den verdienten Ausgleich zum 2:2 machte. Für den Trainer war dieses Tor mehr als nur der Ausgleich, weil seine Mannschaft danach noch einmal zulegte. "Nach dem 2:2 waren wir wirklich überlegen und haben nur noch auf ein Tor gespielt", schilderte er die Schlussphase.

Ein Punkt mit Wirkung, aber auch das Gefühl, dass mehr möglich war

So blieb am Ende auf der einen Seite Zufriedenheit über einen Punkt gegen den Tabellenführer, auf der anderen Seite aber auch das klare Gefühl, dass der Sieg möglich gewesen wäre. Schlosser sprach das ohne Umschweife an: "Ausschlaggebend war, dass wir den Elfer nicht gemacht haben." Den Strafstoß wertete er als die große Chance auf das 3:2, nachdem seine Mannschaft sich nach Rückstand noch einmal zurückgekämpft hatte. Insgesamt gefiel ihm aber vieles. "Gut funktioniert hat heute die defensive Kompaktheit, der Kampfgeist und heute hatten wir auch die spielerische Qualität, um Chancen zu erzielen", sagte er. Dazu komme, dass Glanegg personell endlich wieder näher an die Normalform herankomme. In den vergangenen Wochen habe man oft sieben bis acht Ausfälle gehabt, diesmal seien es nur drei gewesen. "Aktuell sind wir wieder so gut wie in Bestbesetzung und man sieht das auch am Ergebnis", so Schlosser. Nach dem 1:6 in Kappel sei dieser Auftritt daher auch ein wichtiges Zeichen gewesen. "Man hat gesehen, wir haben jetzt einen Punkt gegen den Tabellenführer gemacht. Die Mannschaft lebt, Kampfgeist ist drinnen." Ein Sonderlob gab es zudem für Domen Ujcic, den Schlosser wegen seiner Leistung offensiv wie defensiv hervorhob. Über den Unparteiischen wollte der Glanegg-Trainer gar nicht erst diskutieren, vielmehr sprach er von einer "tadellosen Leistung". Für Glanegg bleibt damit ein Punkt, der in der Tabelle vielleicht nur einfach zählt, im Selbstverständnis der Mannschaft aber mehr bedeuten könnte und der Mannschaft Selbstvertrauen für sie kommenden Spiele gibt.

1. Klasse Mitte: Glanegg : Wernberg - 2:2 (1:0)

  • 80
    Dominik Nikolaus Scherwitzl 2:2
  • 72
    Philipp Ronacher 1:2
  • 46
    Kevin Brugger 1:1
  • 8
    Domen Ujcic 1:0