In der 1. Klasse Mitte hat SV Straßburg am Samstag ein 0:1 gegen SC Sörg noch in einen 4:2-Heimsieg verwandelt. Obmann Jakob Andreas Leitgeb sprach nach dem Spiel von einem weiteren Kraftakt seiner Mannschaft, die sich vom frühen Rückschlag nicht aus der Bahn bringen ließ. Vor allem der Doppelschlag vor der Pause und das schnelle 3:1 nach Wiederbeginn gaben dem Spiel aus Straßburger Sicht die Richtung.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Nachmittag begann für die Gastgeber genau so, wie Leitgeb es eigentlich nicht mehr sehen will. Bereits in der 4. Minute lag Straßburg zurück. In den offiziellen Spieldaten wird Denis Sahitaj als Torschütze zum 0:1 geführt, Leitgeb sprach von einem "unglücklichen Eigentor" und von einem "Déjà-vu am Anfang". Nach diesem frühen Rückschlag habe seine Mannschaft "fünf, zehn Minuten gebraucht, um sich von dem Schock zu erholen", sagte der Obmann. Danach kam Straßburg aber immer besser ins Spiel, ließ die ersten Möglichkeiten noch liegen und belohnte sich dann doch noch vor der Pause. In der 40. Minute gelang Felix Andreas Schmölzer der Ausgleich, wenige Augenblicke später legte Marco Krall in der 45. Minute das 2:1 nach. Leitgeb verwies auf einen feinen Lochpass vor dem 1:1 und auf einen sauber fertig gespielten Konter vor dem zweiten Treffer. Aus einem Rückstand war damit noch vor dem Seitenwechsel eine Führung geworden.
Genau diese Phase rund um den Pausenpfiff war für Leitgeb der entscheidende Abschnitt der Partie. "Vor der Halbzeit konnten wir das Spiel mit einem Doppelschlag drehen", sagte er, und genau daraus habe seine Mannschaft Energie für die zweite Hälfte mitgenommen. Noch wichtiger war für ihn, dass Straßburg nach der Pause nicht nachließ, sondern gleich wieder am Drücker blieb. Daniel Diex erhöhte in der 50. Minute nach einem Standard auf 3:1, womit aus Straßburger Sicht bereits eine klare Richtung vorgegeben war. In der 62. Minute stellte David Auer auf 4:1. Leitgeb meinte dazu: "Diesmal konnten wir unsere Chancen besser verwerten." Der Anschlusstreffer von Egzon Hoti zum 4:2 in der 64. Minute änderte am Gesamteindruck aus seiner Sicht nicht mehr viel. Sörg kam zwar noch zu einzelnen Möglichkeiten, wirklich viel Zählbares ließ Straßburg danach aber nicht mehr zu, auf der anderen Seite boten sich auch noch Konterchancen für die Heimelf.
Für den Obmann passte dieser Heimsieg auch deshalb so gut ins Bild, weil er vieles zeigte, was seine Mannschaft in dieser Saison bereits mehrfach ausgezeichnet hat. "Wir geben nicht auf", sagte Leitgeb, und genau diesen Satz stellte er über seine gesamte Analyse. Er hob hervor, dass seine Elf über die volle Distanz arbeite, füreinander laufe und auch dann dranbleibe, wenn nicht alles "hundertprozentig funktioniert". Gleichzeitig sprach er aber auch einen Punkt offen an, der Straßburg das Leben regelmäßig schwer macht: "Vielleicht können wir in Zukunft einmal abstellen, dass wir jedes Spiel mit einem Rückstand beginnen." Gegen Sörg ging das noch einmal gut, weil die Gastgeber laut Leitgeb insgesamt die besseren Antworten hatten und ihre Möglichkeiten konsequenter nutzten. Über den Gegner sagte er: "Sie haben ein paar hervorragende Einzelspieler drin, aber in Summe war das zu wenig." Auch mit dem Unparteiischen war er zufrieden: "Der Schiedsrichter hat das Spiel souverän geleitet und hatte keinen großen Einfluss." In der Tabelle hält Straßburg nach neun Runden damit bei 14 Punkten und nimmt aus diesem 4:2 vor allem die Erkenntnis mit, dass sich Einsatz und Beharrlichkeit diesmal auch klar im Ergebnis niedergeschlagen haben.