In der 1. Klasse Mitte hat SC Sörg sein Heimspiel gegen Velden Juniors 1b mit 0:1 verloren. Ein frühes Tor von Ajas Cosatovic reichte den Gästen, die laut Trainer Alexander Kofler genau das erwartet schwierige Auswärtsspiel bekamen. Auf kleinem Platz und gegen einen robusten Gegner musste Velden nicht glänzen, sondern vor allem dagegenhalten – und genau das gelang.

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash
Für Kofler war schon vor dem Anpfiff klar, was seine Mannschaft in Sörg erwarten würde. Der Trainer sprach nach dem Schlusspfiff von einem Spiel, das genau so gelaufen sei, wie man es vorausgesehen habe. "Es war das erwartet schwere Spiel in Sörg auf einem kleinen Platz. Wir haben schon vor der Partie gewusst, dass es eine Kampfpartie wird", sagte er. Dass Velden dann bereits in der 10. Minute durch Ajas Cosatovic in Führung ging, spielte den Gästen natürlich in die Karten. Zur Pause stand es 0:1, und dieser Zwischenstand blieb am Ende auch bestehen. Wie der Treffer genau zustande kam, konnte Kofler nach dem Spiel zwar nicht schildern, am Gesamtbild seiner Einordnung änderte das aber nichts: Velden hatte früh vorgelegt und sich danach auf genau jene Partie eingelassen, die in Sörg zu erwarten war.
Der entscheidende Punkt lag für den Velden-Coach nicht allein im frühen Tor, sondern im Umgang seiner jungen Mannschaft mit der Spielweise des Gegners. Sörg trat nach seiner Wahrnehmung sehr körperbetont auf, vor allem daheim, und wollte den Gästen damit den Schneid abkaufen. Genau da sah Kofler diesmal aber einen Fortschritt. "Wir haben die Robustheit des Gegners nicht zu sehr auf uns einwirken lassen", sagte er und schob gleich ein Lob an seine Mannschaft nach. Besonders wichtig war für ihn, dass seine Spieler nicht weggebrochen sind, obwohl es laut eigener Aussage in früheren Spielen genau damit Probleme gegeben hatte. "Wir haben uns als Mannschaft sehr gut entwickelt und mittlerweile halten wir in solchen Spielen dagegen, obwohl wir eine sehr junge Truppe sind", so Kofler. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Velden trotz aller Härte nicht nur auf Kampf setzte. "Wir haben trotzdem versucht, Fußball zu spielen und die eine oder andere Situation besser zu kreieren. Das ist uns besser gelungen als dem Gegner."
Dass der knappe Vorsprung bis zum Ende hielt, schrieb Kofler auch seinem Torwart zu, ohne dabei einen einzelnen Moment künstlich größer zu machen als nötig. "Die Torwartleistung war sehr, sehr gut. Er hat uns mit ein, zwei Paraden sehr gut im Spiel gehalten und dann am Schluss den Sieg festgehalten", sagte der Trainer. Gerade in einer Partie, in der viel über Zweikämpfe, Intensität und Widerstandskraft lief, wog dieser Beitrag entsprechend schwer. Auch der Schiedsrichter hatte laut Kofler "alle Hände voll zu tun", weil die robuste Gangart auf beiden Seiten immer wieder für hitzige Szenen sorgte und sich seine Mannschaft das eine oder andere Mal provozieren ließ. Am Ende überwog aus Velden-Sicht aber der positive Befund. Die Juniors nehmen drei Punkte aus Sörg mit, stehen nach zehn Runden bei 23 Zählern und damit an der Spitze der Tabelle. Der Sieg war keiner für das Schönspielen, aber genau das machte ihn aus Sicht des Trainers so wertvoll.