Spielberichte

100 % Chancen vor der Pause liegen gelassen, danach trifft Weitensfeld fünfmal

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SV Weitensfeld
SC Kappel

In der 1. Klasse Mitte hat SV Weitensfeld/Zweinitz das Heimspiel gegen SC Raika Kappel nach torloser erster Hälfte noch klar mit 5:1 gewonnen. Trainer Lucas Londer sah seine Mannschaft von Beginn an überlegen, ärgerte sich aber über große Möglichkeiten vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde Weitensfeld vor dem Tor deutlich konsequenter und belohnte sich laut Londer endlich für einen Auftritt, der schon viel früher in die richtige Richtung hätte gehen können.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Zur Pause stand es nur 0:0

Die Gastgeber hatten aus Londers Sicht schon in den ersten 45 Minuten mehr als genug getan, um das Spiel früh auf ihre Seite zu ziehen. „Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft und hätten in der ersten Halbzeit mit zwei oder drei Toren führen müssen“, sagte der Weitensfelder Trainer. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, lag für ihn nicht an fehlender Kontrolle, sondern an der Chancenverwertung. „Wir haben hundertprozentige Chancen nicht genützt“, hielt Londer fest. Gerade deshalb wirkte der Pausenstand aus seiner Sicht fast wie ein Widerspruch zum Spiel, weil Weitensfeld viel richtig machte, sich dafür aber zunächst nicht belohnte.

Nach der Pause fällt Tor um Tor

Was vor der Pause fehlte, kam dann nach dem Seitenwechsel Schlag auf Schlag. In der 55. Minute brachte Johannes Stromberger Weitensfeld mit 1:0 in Führung. Londer ordnete diesen Treffer ehrlich ein: „Das erste Tor war etwas glücklich für uns.“ Danach wurde der Auftritt des Heimteams aber auch im Abschluss klarer. Nur vier Minuten später erhöhte Martin Georg Strebenitzer auf 2:0, ehe David Körbler für Kappel in Minute 61 auf 2:1 verkürzte. Lange offen blieb die Partie trotzdem nicht. Tobias Morris Kämper stellte in der 70. Minute den alten Abstand wieder her und leitete damit jene Schlussphase ein, in der Weitensfeld das Ergebnis deutlich machte. Thomas Golznig traf in der 78. und 82. Minute noch zweimal. Für Londer passte diese Entwicklung zum Spiel: „Das zweite und dritte Tor waren super rausgespielt von uns. Das vierte und Fünfte waren dann noch die Draufgabe.“

Hohes Anlaufen nahm Kappel den Rhythmus

Der Trainer machte den Unterschied nicht nur an den Toren fest, sondern vor allem an der Art, wie seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. „Wir sind mit zehn Mann vorne angelaufen und haben den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen“, sagte Londer. Aus seiner Sicht musste Kappel deshalb immer wieder den langen Ball wählen. „Der Gegner hat nur mehr hohe Bälle gespielt“, so seine Einschätzung. Dazu kam ein Auftritt, mit dem der Coach auch im eigenen Spiel sehr zufrieden war. Weitensfeld fand laut Londer gut in die Zweikämpfe, spielte schnell und flach und lockte den Gegner aus der eigenen Hälfte. Genau aus diesen Situationen heraus entstanden dann jene Umschaltmomente, mit denen der Gastgeber die Partie nach der Pause entscheidend aufriss.

1. Klasse Mitte: Weitensfeld : SC Kappel - 5:1 (0:0)

  • 82
    Thomas Golznig 5:1
  • 78
    Thomas Golznig 4:1
  • 70
    Tobias Morris Kämper 3:1
  • 61
    David Körbler 2:1
  • 59
    Martin Georg Strebenitzer 2:0
  • 55
    Johannes Stromberger 1:0