Spielberichte

„Wir sind cool geblieben, bis eine Chance reingeht“ – Glanegg belohnt sich spät mit 4:1

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SV Glanegg
Techelsberg

In der 1. Klasse Mitte hat der SV Glanegg mit einem 4:1 gegen ASKÖ Techelsberg drei ganz wichtige Punkte geholt. Nach frühem Führungstor und schnellem Ausgleich blieb die Partie lange offen, ehe die Gastgeber erst in der Schlussphase davonzogen. Trainer Kevin Hermann Schlosser führte den Sieg vor allem auf die Ruhe seiner Mannschaft zurück: „Wir sind in der zweiten Halbzeit cool geblieben, haben weitergespielt und Chance um Chance herausgespielt.“

Ball auf Rasen

Foto von Michael Wright auf Unsplash

Früher Start, schneller Dämpfer, viel liegen gelassen

Glanegg war von Beginn an voll da und legte früh vor. Schon in der 3. Minute brachte Timotej Krebelj die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Schlosser beschrieb den Auftakt so: „Wir sind am Anfang gleich in den ersten zwei, drei Minuten gut ins Spiel gestartet.“ Der Trainer sprach davon, dass sein Team früh erfolgreich war, ehe nur wenig später der nächste Rückschlag folgte. In der 5. Minute glich Christoph Wasylik für Techelsberg zum 1:1 aus, womit das Spiel schon nach wenigen Minuten wieder auf Anfang gestellt war. Glanegg brauchte diesen Ausgleich aber nicht lange, um wieder die Kontrolle zu übernehmen. Schlosser betonte, dass seine Mannschaft danach viel Druck machte und gerade in der ersten Halbzeit genug Chancen hatte, um die Partie schon früher in die gewünschte Richtung zu lenken. „Wir hätten in der ersten Halbzeit sicher drei Tore schießen müssen“, sagte er, weil seine Elf mehrfach sehr gute Möglichkeiten ungenutzt ließ und deshalb nur mit dem 1:1 in die Pause ging.

Die Geduld zahlt sich erst spät aus

Auch nach dem Seitenwechsel blieb für Glanegg laut dem Trainer vor allem eines wichtig: nicht die Nerven zu verlieren. „Wir haben uns vorgenommen, diese Partie heute zu hundert Prozent zu gewinnen, da es verdammt wichtig für uns ist“, sagte Schlosser und machte damit klar, wie groß der Druck vor diesem Spiel gewesen war. Weil die Chancenverwertung aber weiter ein Thema blieb, musste Glanegg bis in die Schlussphase hinein auf den entscheidenden Treffer warten. Schlosser erklärte, dass seine Mannschaft trotzdem ruhig blieb und ihren Plan nicht verließ. „Die größte Stärke war, dass wir in der zweiten Halbzeit cool geblieben sind, Ruhe bewahrt haben und weitergespielt haben“, sagte er. In der 82. Minute kam dann die Erlösung: Marko Gajic traf zum 2:1. Für den Glanegger Trainer war genau dieser Moment der Knackpunkt. „Dass es wirklich in unsere Richtung kippt, habe ich beim 2:1 gespürt“, so Schlosser.

Nach dem 2:1 macht Glanegg den Deckel drauf

Mit der Führung im Rücken brachte Glanegg das Spiel dann nicht nur über die Zeit, sondern machte es in kurzer Folge klar. Nur drei Minuten nach dem 2:1 erhöhte Jean-Noel Scheriau auf 3:1, in der Nachspielzeit stellte Maximilian Christian Vogt mit dem 4:1 den Endstand her. Gerade diese letzten Minuten passten zu dem Bild, das Schlosser von der gesamten Partie zeichnete. Für ihn war nicht eine einzelne Aktion ausschlaggebend, sondern das Gesamtpaket seiner Mannschaft. „Wir haben heute eine wirklich gute Leistung geboten, defensiv nicht viel zugelassen und offensiv Chancen für sechs, sieben Tore gehabt“, sagte er. Den Treffer zum 2:1 sah er zwar als jenen Moment, der den Umschwung brachte, insgesamt wollte er den Sieg aber als Folge eines klar besseren Auftritts verstanden wissen. Dass Techelsberg vor der Runde tabellarisch besser dastand, änderte an seiner Einschätzung nichts. „Wir waren heute klar die bessere Mannschaft“, stellte Schlosser fest.

Wichtiger Sieg, aber kein Grund nachzulassen

Für Glanegg ist dieses 4:1 vor allem deshalb so wertvoll, weil die Lage in der Tabelle weiterhin angespannt bleibt. Schlosser sprach offen an, wie groß die Bedeutung der drei Punkte aus seiner Sicht war: „Aktuell müssen wir jede Partie gewinnen.“ Entsprechend zufrieden war er mit dem Auftreten seiner Mannschaft, auch wenn er trotz des klaren Endstands nicht alles schönreden wollte. Verbesserungspotenzial sieht der Trainer weiterhin im Defensivverhalten über die ganze Saison hinweg, weil Glanegg aus seiner Sicht schon zu viele einfache Gegentore zugelassen hat. Auf diese Partie wollte er das aber ausdrücklich nicht beziehen. „Heute kann ich defensiv keinen Vorwurf machen“, sagte Schlosser. So bleibt unter dem Strich ein Sieg, der wegen des späten Durchbruchs vielleicht länger hart erarbeitet werden musste, am Ende aber deutlich ausfiel und Glanegg im Abstiegskampf neues Leben gibt.

1. Klasse Mitte: Glanegg : Techelsberg - 4:1 (1:1)

  • 92
    Maximilian Christian Vogt 4:1
  • 85
    Jean-Noel Scheriau 3:1
  • 82
    Marko Gajic 2:1
  • 5
    Christoph Wasylik 1:1
  • 3
    Timotej Krebelj 1:0