In der 13. Runde der 1. Klasse Mitte hat der SV Straßburg ein verrücktes Heimspiel gegen den GSC Liebenfels mit 4:3 gewonnen. Nach einer frühen 2:0-Führung stand es zur Pause schon 2:2, ehe Straßburg nach dem Seitenwechsel noch einmal vorlegte und den späten Anschlusstreffer überstand. Obmann Jakob Andreas Leitgeb sprach danach von einem wilden Spiel, in dem seine Mannschaft in den entscheidenden Momenten effizienter war.

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Was Leitgeb mit „wild“ meinte, zeigte sich praktisch vom Anstoß weg. „Von unserer Seite war es ein Blitzstart. Schon nach 15 oder 20 Sekunden stand es 1:0, also ein perfekter Start“, sagte der Obmann. Offiziell fiel der erste Treffer in der 1. Minute, Christian Schlintl brachte Straßburg damit früh auf Kurs. Nach zwanzig Minuten legte derselbe Spieler mit dem 2:0 nach, und in dieser Phase hatte der SV laut Leitgeb auch klar das Momentum auf seiner Seite. Die Partie kippte aber nicht endgültig in Richtung Gastgeber, weil Liebenfels sofort antwortete. Marin Juric verkürzte in der 21. Minute auf 2:1, und noch vor der Pause stellte Vasile-Calin Patrascan auf 2:2. Leitgeb sprach dabei offen von zwei Eigenfehlern seiner Mannschaft, durch die die Gäste zurück ins Spiel kamen. „In den ersten zwanzig Minuten habe ich schon gedacht, dass das Spiel in unsere Richtung geht. Aber dann haben wir uns selber bestraft“, sagte er.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein offenes Spiel, und genau diese Phase hob Leitgeb später als entscheidend hervor. Vor dem 3:2 ließ Straßburg noch eine große Möglichkeit liegen. „Wir haben zwei, drei Minuten vorher noch eine hundertprozentige Chance vergeben, der Ball ging an die Stange. Aber wir haben nicht aufgemacht, und der gleiche Spieler hat den Kopf oben behalten“, sagte er. Wenig später traf Michael Karl Schlintl in der 60. Minute zum 3:2, und für den Obmann war genau das die Schlüsselszene. Statt nach der vergebenen Chance die Köpfe hängen zu lassen, blieb Straßburg dran und belohnte sich. Fünf Minuten später erhöhte Anze Cankar auf 4:2. Leitgeb ordnete auch dieses Tor klar ein: „Durch eine Kontersituation haben wir das 4:2 gemacht, und das war dann doch ein bisschen die Vorentscheidung.“ Ganz erledigt war die Sache damit aber noch nicht, denn Toni Markovic brachte Liebenfels in der Schlussphase noch einmal auf 4:3 heran.
Gerade weil das Spiel bis zum Ende offen blieb, wollte Leitgeb den Heimsieg nicht größer reden, als er war. „Das Spiel hätte auch 6:6 ausgehen können“, sagte er, und diese Einschätzung beschreibt den Nachmittag ziemlich treffend. Seine Mannschaft habe heute „vielleicht ein bisschen effizienter“ agiert, deshalb sei es „ein bisschen ein glücklicher Sieg, aber aus meiner Sicht nicht unverdient“ gewesen. Auch den Gegner stufte er stark ein. Nach den ersten zwanzig Minuten sei es ein Spiel auf Augenhöhe gewesen, Liebenfels sei „eine gute Mannschaft“, die nicht ohne Grund im oberen Tabellenbereich mitmischt. Verbesserungsbedarf sieht er trotz der drei Punkte dennoch. Straßburg habe zu viele Chancen zugelassen, das wolle man nun in Ruhe aufarbeiten. Der Blick geht schon weiter zur nächsten Aufgabe gegen den Tabellenführer, dem die Straßburger laut Leitgeb „Paroli bieten“ wollen. Lob gab es zum Schluss auch noch für den allein leitenden Unparteiischen: „Er hat es sehr korrekt gemacht.“