In der 1. Klasse Mitte hat SV Wernberg am Samstag SV Weitensfeld/Zweinitz mit 2:1 bezwungen und damit eine ungeschlagene Herbstrunde fixiert. Trainer Michael Lattacher sah trotz eines heiklen Beginns den klaren Willen seiner Mannschaft: "Wir wollten diese Serie fortsetzen." Nach Treffern von Marco Pehr und Philipp Ronacher stand zur Pause ein 2:0, ehe es in der Schlussphase durch Tobias Morris Kämper noch einmal enger wurde.

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Die Partie begann aus Wernberger Sicht nicht mit Ruhe, sondern mit einem Moment, der gleich alles hätte in eine andere Richtung lenken können. Lattacher sprach von einem "individuellen Fehler in der ersten Minute", durch den Weitensfeld sofort sehr gut ins Spiel gekommen sei. "Das hätte vielleicht auch den Rückstand bedeuten können", sagte der Trainer. Gerade dieser Beginn wurde für seine Mannschaft aber zum Weckruf. Wernberg fing sich rasch, übernahm mehr vom Spiel und nutzte die erste klare Möglichkeit zur Führung. In der 9. Minute fiel das 1:0 durch Marco Pehr, und Lattacher beschrieb die Entstehung als Standardsituation, die seine Mannschaft per Kopfball verwertete. Die Führung gab den Hausherren Sicherheit, und sie blieben in der ersten Hälfte das aktivere Team. In der 25. Minute legte Philipp Ronacher das 2:0 nach, nachdem Wernberg einen Angriff der Gäste abgefangen hatte und schnell in die Tiefe spielte.
Für Lattacher lag der entscheidende Unterschied nicht in einem einzelnen Moment, sondern im gesamten Auftreten seiner Mannschaft. "Die Mannschaft hat von Anfang an gezeigt, dass sie diese Serie fortsetzen wollte, um auch eine ganze Herbstrunde ungeschlagen zu sein", sagte der Wernberg-Coach. Dass seine Elf nach dem frühen Unsicherheitsmoment nicht nervös wurde, passte für ihn genau zu diesem Bild. Dazu kam aus seiner Sicht die bessere Chancenverwertung. "Wir haben aus unseren Chancen zwei Tore gemacht und das war der Unterschied", erklärte er. Gerade gegen einen Gegner, der laut Lattacher sehr kampfbetont und körperlich auftrat, war das ein wesentlicher Punkt. "Wir haben dem körperlich betonten Spiel der Weitensfelder Paroli geboten", sagte er. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. Luft nach oben sieht der Trainer vor allem beim Tempo mit dem Ball: "Besser werden kann noch das Spieltempo, wir müssen den Ball noch schneller laufen lassen."
Auch nach dem 2:0 zur Pause war die Partie für Wernberg nicht erledigt, weil Weitensfeld bis zum Schluss dagegenhielt. Lattacher bescheinigte dem Gegner einen guten Auftritt und hob besonders die Schlussphase hervor. "Der Gegner war sehr gut eingestellt und hat sehr kampfbetont gespielt, vor allem in der letzten Viertelstunde, als sie alles auf eine Karte gesetzt haben", sagte er. In der 88. Minute verkürzte Tobias Morris Kämper auf 2:1, damit wurde es noch einmal eng. An der grundsätzlichen Einschätzung des Trainers änderte das aber nichts. "Bis auf das 2:1 haben wir wenig zugelassen", meinte Lattacher, der den Sieg auch deshalb als verdient einordnete, weil seine Mannschaft nach vorne noch weitere Möglichkeiten liegen ließ. Er sprach davon, dass Wernberg "drei, vier Großchancen" ausgelassen habe. So blieb unter dem Strich ein knapper, aber für ihn verdienter Heimsieg, der Wernberg mit 29 Punkten nach 13 Runden auf Platz zwei hält. Zufrieden war Lattacher auch mit dem Unparteiischen: "Die Schiedsrichterleistung war sehr gut, und es gibt keine Situationen, über die im Nachhinein zu diskutieren wäre."