Spielberichte

Bernhard Laschkolnig (Obmann SK Kühnsdorf/Klopeinersee): "Das ganze Team ist die Stärke"

SK Kühnsdorf
SV Sittersdorf

In der 1. Klasse Ost drehte der SK Kühnsdorf/Klopeinersee gegen den SV ASKÖ Sittersdorf nach frühem Rückstand ein intensives Derby und gewann 2:1. Sittersdorf führte zur Pause 0:1, doch nach dem Seitenwechsel behielt Kühnsdorf die Nerven und nutzte seine Momente. Obmann Bernhard Laschkolnig sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und lobte Fans wie Teamgeist – beides habe in der entscheidenden Phase den Ausschlag gegeben.

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Rückstand weggesteckt, nach der Pause eiskalt zurückgeschlagen

Die ersten Minuten gehörten den Gästen: Sittersdorf setzte früh die Akzente, genau so hat es Bernhard Laschkolnig erlebt. „Kühnsdorf hat sich am Anfang schwergetan. Sittersdorf hat gedrückt und ist 1:0 in Führung gegangen“, sagte der Obmann. Der Treffer fiel in Minute 18, Torschütze: Bojan Canacevic – die knappe Pausenführung von 0:1 war die logische Folge eines starken Gästeauftakts. Doch Kühnsdorf biss sich noch vor dem Wechsel besser ins Spiel, „Die letzten zehn, fünfzehn Minuten der ersten Halbzeit hatten wir es immer mehr im Griff“, so Laschkolnig. Nach Wiederanpfiff hielt der Hausherr den Druck hoch und belohnte sich: In der 54. Minute glich Ilija Kopic aus. Kühnsdorf blieb am Drücker, kontrollierte weite Strecken und drehte das Match endgültig, als Alexander Killar in der 75. Minute zum 2:1 traf. Den Vorsprung brachte der Tabellenführer danach solide über die Zeit.

„Jedes Tor ist wichtig“ – Kühnsdorf setzt ganz auf die Einheit

Inhaltlich wollte Laschkolnig den Sieg nicht an einer Szene festmachen. „Jedes Tor ist wichtig, egal wer trifft. Auf jeden Torschützen sind wir irrsinnig stolz“, betonte er und blieb damit seiner Linie treu: Keine Einzelspieler hervorheben, sondern die Gruppe. „Das ganze Team ist die Stärke. Bei uns gibt es keine herausgehobenen Einzelnen, wir sind als Einheit stark.“ Auch den Gegner ordnete der Obmann fair ein: „Die ersten dreißig Minuten haben sie gekämpft und sind 1:0 in Führung gegangen. Als wir das Spiel immer mehr in den Griff bekommen haben, waren sie spielerisch nicht mehr so da.“ Zur Schiedsrichterleistung nahm er bewusst nicht Stellung: „Die Schiedsrichter beurteile ich nicht, dafür gibt es Beobachter.“ Der Fokus lag klar auf der eigenen Reaktion – erst annehmen, dann zupacken und das Spiel drehen.

Einzigartige Fans, starke Saison und ein nüchterner Ausblick

Ein großes Stück des Kühnsdorfer Antriebs kam erneut von der Tribüne. „Unsere Fans sind einzigartig – nicht nur bei Heimspielen, sondern auch auswärts“, sagte Laschkolnig, und man merkte, wie wichtig ihm diese Unterstützung ist. Passend dazu beschrieb er die Stimmung innerhalb der Mannschaft: „Es ist eine tolle Saison. Die Burschen sind am Platz ein Team – und abseits davon Freunde.“ Diese Vertrautheit zeigt sich Woche für Woche in engen Partien wie gegen Sittersdorf. In der Tabelle steht Kühnsdorf nach 22 Runden weiter ganz oben, die Richtung stimmt. Trotzdem bleibt der Obmann geerdet: „Verbesserungen gibt’s immer.“ Konkrete Forderungen stellte er keine in den Raum – vielmehr gilt es, den eingeschlagenen Weg mit derselben Geschlossenheit weiterzugehen und die nächsten Aufgaben mit Ruhe anzupacken.

1. Klasse Ost: Kühnsdorf : Sittersdorf - 2:1 (0:1)

  • 75
    Alexander Killar 2:1
  • 54
    Ilija Kopic 1:1
  • 18
    Bojan Canacevic 0:1