In der 1. Klasse Ost setzte es für die SAK Amateure beim Tabellenführer SK Kühnsdorf/Klopeinersee eine klare 1:5-Niederlage. Nach dem Anschlusstreffer von Raffael Santner keimte kurz Hoffnung, doch Kühnsdorf schlug zurück und machte in der Schlussphase alles klar. SAK-Coach Herwig Josef Hobisch sprach von einer „unglücklichen halben Stunde“ mit zu vielen Eigenfehlern – und hob trotz des Resultats den Einsatz seiner jungen Mannschaft hervor.

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Kühnsdorf legte vor der Pause die Basis: Erst traf Günther Zussner zum 1:0 (32.), wenig später erhöhte Mitja Praznik auf 2:0 (38.). Nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Gäste zurück – und wie: Nach einer weiten Flanke von Massimo Prutej nahm Raffael Santner den Ball stark mit und verkürzte auf 2:1 (50.). „Es war eine wunderschöne Flanke von Massimo auf Raffael Santner. Er nimmt sie mit und macht das Tor“, schilderte Herwig Josef Hobisch. Doch die Freude währte nicht lange, denn Kühnsdorf stellte durch Luca Sebastian Mericnik auf 3:1 (59.) und nahm dem SAK den Schwung. In der Schlussphase legten die Hausherren noch zweimal nach: Zussner schnürte mit dem 4:1 (78.) seinen Doppelpack, Alexander Killar setzte mit dem 5:1 (83.) den Schlusspunkt. Hobischs Eindruck bleibt dennoch: „Vom Spiel her war es bis zur sechzigsten Minute ziemlich ausgeglichen.“
In seiner Analyse sparte der SAK-Trainer nicht mit Klartext. „Der entscheidende Moment war die Unkonzentriertheit in den letzten dreißig Minuten“, sagte Hobisch und präzisierte: „Unsere jungen Spieler in der Verteidigung haben die Konzentration verloren, dadurch Fehler gemacht – und deswegen haben wir das Spiel verloren.“ Aus seiner Sicht waren es weniger herauskombinierte Großchancen des Gegners als vielmehr Geschenke: „Es waren sehr viele Eigenfehler dabei und keine zwingenden Chancen von Kühnsdorf in dem Sinn.“ Den Treffer zum 3:1 bezeichnete er als „dummes Tor“, das den Glauben nach dem Anschluss wieder kostete. Über die Leitung des Unparteiischen verlor er kein böses Wort: „Die Schiedsrichterleistung war solide.“ Trotz der Deutlichkeit wollte der Coach die Partie nicht auf reine Zahlen reduzieren: „Das Ergebnis spiegelt nicht wider, wie das Spiel wirklich war.“
Besonders deutlich wurde Hobisch beim Blick auf die Kaderstruktur. „Wir haben in der Offensive Spieler, die teilweise fünfzehn, sechzehn Jahre alt sind und sich gegen Dreißigjährige schwer tun. Mehr Durchschlagskraft zu finden ist da irrsinnig schwer“, erklärte er. Zugleich nahm er seine Truppe in Schutz: „Ich bin vollkommen zufrieden mit der Mannschaft. Wir haben gekämpft und super gespielt. Spielerisch und technisch waren wir sicher die bessere Mannschaft – es hat nur der Körper und die Routine gefehlt.“ In der Defensive sah er den schwächsten Bereich: „Heute war die Abwehr nicht die beste, es waren viele Fehler drinnen.“ Einzelne Lichtblicke hob er hervor: Torschütze Raffael Santner überzeugte ihn ebenso wie Vorlagengeber Massimo Prutej im Mittelfeld. Den Gegner ordnete er nüchtern ein: „Ich hätte Kühnsdorf eigentlich noch stärker eingeschätzt.“ Fakt ist: Der Leader steht mit 56 Punkten voran, der SAK hält als Tabellen-14. bei 10 Zählern. Für die letzten Wochen nimmt Hobisch vor allem eines mit: Konzentration hochhalten, Eigenfehler abstellen – dann sollten sich die Mühen der Youngsters auch wieder im Ergebnis zeigen.