Spielberichte

Gaber kontert den Ausgleich: Tainach/Haimburg siegt 2:1 nach starker zweiter Hälfte

SG SV Tainach/SV Haimburg
TSV Preitenegg

In der 1. Klasse Ost holte die SG SV Tainach/SV Haimburg gegen den TSV Preitenegg ein spätes 2:1. Nach zäher erster Hälfte ohne Tore legten die Gastgeber nach der Pause zu: Johannes Sadnik eröffnete, Preitenegg glich spät aus, ehe Sebastian Gaber prompt antwortete. Trainer Horst Erwin Scheucher sprach von zwei völlig unterschiedlichen Hälften und sah den Sieg „eher verdient“.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zweite Hälfte gibt den Ton an

Das Spiel begann mit viel Einsatz, aber ohne Zählbares: Zur Pause stand es 0:0, auch weil Preitenegg in den ersten 45 Minuten bissig auftrat und Chancen ausließ. Aus Sicht der Heimischen drehte sich das Bild nach dem Seitenwechsel: Tainach/Haimburg hatte mehr vom Spiel, gewann die Zweikämpfe im Zentrum und kam immer öfter in die gefährlichen Räume. Der Lohn folgte in Minute 76, als Johannes Sadnik das 1:0 erzielte – ein Abschluss, den sein Trainer später als Traumschuss einordnete. Preitenegg stemmte sich zurück und kam in der 86. durch Clemens Simon Kreuzer tatsächlich zum 1:1. Die Antwort ließ aber kaum auf sich warten: Nur zwei Minuten später vollendete Sebastian Gaber nach einem schnellen Umschalten über Kilian Ziegler-Polansek den entscheidenden Konter zum 2:1 und stellte den Heimsieg in der Schlussphase sicher.

Scheucher: „Zwei verschiedene Hälften“

Horst Erwin Scheucher ordnete den Nachmittag klar ein: „Es waren zwei verschiedene Hälften. In der ersten war Preitenegg bissiger, aggressiver und hatte gute Chancen. Gleich nach der Pause haben wir das Kommando übernommen.“ Dass seine Elf den Punch nach dem Ausgleich sofort setzte, gefiel ihm: „Unterm Strich ist der Sieg eher verdient.“ Zum Führungstor meinte er: „Das Eins-null war ein Traumschuss aus 25, 30 Metern, unhaltbar.“ Den Lucky Punch in Minute 88 beschrieb er als lehrbuchhaften Umschaltmoment: ein gut vorgetragener Konter, vorbereitet über Kilian Ziegler-Polansek und wunderschön abgeschlossen – am Ende stand Sebastian Gaber als Matchwinner. Auch das passte zu seiner Erzählung eines Spiels, in dem seine Mannschaft nach der Pause zulegte und sich spät belohnte.

Abwehr als Basis und klare Hausaufgaben

Die Grundlage sah der Coach im Defensivverbund: „Im Kampf in der Defensive waren wir stark, die Viererkette hat sehr gut dagegengehalten.“ Gleichzeitig blieb er ehrlich: „Im Mittelfeld waren wir in der ersten Hälfte ein bisschen in der Luft, nach der Pause war’s besser.“ Für die nächste Aufgabe fordert Scheucher mehr Meter: „In der Laufbereitschaft fehlt noch ein bisschen, da ist Luft nach oben.“ Ein Sonderlob verteilte er ebenfalls: „In der Defensive möchte ich einen Spieler hervorheben, der die Abwehr immer wieder aufrichtet, die Zweikämpfe gewinnt und alles gibt.“ Zum Unparteiischen fand Scheucher nüchterne Worte: „Die Leistung hat gepasst, unauffällig.“ Sportlich war es ein Dreier gegen einen Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte – Preitenegg rangiert auf Platz acht, Tainach/Haimburg aktuell auf Rang zehn –, der Selbstvertrauen für den Schlussspurt gibt.

1. Klasse Ost: SG Tainach/Haimburg : Preitenegg - 2:1 (0:0)

  • 88
    Sebastian Gaber 2:1
  • 86
    Clemens Simon Kreuzer 1:1
  • 76
    Johannes Sadnik 1:0