In der 1. Klasse Ost setzte sich der SV MAWI BAU K&K Küchen Gallizien auswärts beim SV ASKÖ Sittersdorf mit 5:2 durch. Der Tabellenzweite war über weite Strecken das aktivere Team, führte zur Pause 2:0 und legte nach dem Seitenwechsel konsequent nach. Matchwinner war Samo Kokalj mit drei Treffern, die Vorentscheidung besorgte David Mochorko per Kopf nach einer Flanke von Lorenz Vogel. Co-Trainer Josef Christoph Rodler freute sich über einen reifen Auswärtsauftritt, haderte aber trotz Fünferpack mit den zwei Gegentoren nach der Pause und in der Nachspielzeit.

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash
Gallizien trat von Beginn an selbstbewusst auf, suchte rasch die Kontrolle und fand sie auch. „Wir waren klar die dominantere Mannschaft. Die Nervosität haben wir schnell abgeschüttelt“, erklärte Co-Trainer Josef Christoph Rodler nach dem Schlusspfiff. Der Lohn folgte in der 30. Minute, als Samo Kokalj zum 0:1 traf. Nur vier Minuten später legte der Angreifer das 0:2 nach – Sittersdorf wackelte, Gallizien blieb am Drücker. „Zehn Minuten vor der Pause war Sittersdorf spielbestimmend. Den Rest haben wir dominiert“, ordnete Rodler diese kurze Phase ein. Zur Pause stand es 0:2, und Gallizien war mit seiner klaren Spielanlage voll auf Kurs. „Wichtig war das 1:0 durch Samo Kokalj, eine super Einzelaktion. Das 2:0 war ein Traumschuss von ihm. Für mich war er Spieler des Spiels mit drei Toren“, lobte der Co-Trainer seinen Matchwinner ausdrücklich.
Der zweite Durchgang begann mit dem nächsten Nadelstich der Gäste: Wieder war Kokalj zur Stelle und stellte in der 49. Minute auf 0:3. Sittersdorf meldete sich zwar durch Raphael Markoutz (52.) zum 1:3 zurück, doch Gallizien antwortete eiskalt. Die Szene des Spiels fiel in Minute 66: „Die entscheidende Szene war das 4:1 – eine Traumflanke von Lorenz Vogel, die David Mochorko mustergültig eingeköpft hat. Das war die Entscheidung“, schilderte Rodler. Zwei Minuten später erhöhte Leon Nico Samitsch auf 1:5, womit der Auswärtssieg endgültig abgesichert war. In der Nachspielzeit betrieb Marco Urch mit dem 2:5 noch Ergebniskosmetik (90.+3). Gallizien ließ insgesamt wenig zu, blieb nach dem Sittersdorfer Anschlusstreffer ruhig und spielte die Führung sauber herunter.
In seiner Analyse strich Rodler die Kontrolle im Ballbesitz heraus. „Besonders gut funktioniert hat unser Ballbesitz. Wir hatten gefühlt 70, 75 Prozent und haben das Spiel klar dominiert. Luft nach oben gibt’s bei den unnötigen Gegentoren. Sonst war das ziemlich perfekt“, sagte der Co-Trainer. Zum Gegner fand er faire Worte: „Sittersdorf hat sich lange gewehrt und immer wieder versucht, zurückzukommen. Wir waren heute einfach klar besser.“ Diskussionsthemen gab es aus seiner Sicht keine: „Alles top, auch die Schiedsrichterleistung war super.“
Mit Blick auf die Tabelle – Gallizien steht nach 25 Runden mit 51 Zählern auf Rang zwei, hinter Kühnsdorf (56) und vor Mittlern (49) – ist der Auftrag klar. „Es geht bei uns noch um etwas. Wir möchten aufsteigen und haben alles dafür getan. Jetzt kommt ein letztes Spiel zu Hause.“ An die eigenen Leute richtet er einen deutlichen Appell: „Danke an unsere Fans, die auswärts so zahlreich mitgereist sind – kommt bitte alle zum letzten Heimspiel und unterstützt die Mannschaft für die letzte Aufgabe der Saison!"