Runde 26 in der 1. Klasse Ost endete für die SAK Amateure mit einem 2:2 gegen SV Union Raiba Ruden. Nach dem 0:1 durch Christian Riepl glich Niklas Preinig vor der Pause aus, nach dem Seitenwechsel traf Denis Harter – ehe Luka Martic in Minute 90+1 den Punkt rettete. Trainer Herwig Josef Hobisch sah sein Team „spielerisch stärker und aktiver“, haderte aber: „Wir waren im Abschluss zu wenig.“

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Die Begegnung in Kärnten nahm schnell Fahrt auf, doch den ersten Jubel gab es auf Seiten der Gäste: In der 17. Minute stellte Christian Riepl auf 0:1. Die jungen Klagenfurter ließen sich davon nicht beeindrucken, suchten weiter den Vorwärtsgang und hielten das Tempo hoch. „Wir waren am Ende die stärkere Mannschaft, spielerisch stärker und aktiver“, ordnete Herwig Josef Hobisch später ein. Belohnt wurde das Dranbleiben noch vor der Pause, als Niklas Preinig in der 34. Minute zum 1:1 traf; mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Nach Wiederbeginn blieb es umkämpft, bis Denis Harter in Minute 67 für Ruden die erneute Führung herstellte. SAK blieb dran, schob an und trug den Ball immer wieder nach vorne, doch der letzte Punch fehlte lange. Erst in der Nachspielzeit durften die Amateure jubeln: Luka Martic glich in Minute 90+1 aus und stellte das 2:2 her – ein später Lohn für viel Aufwand bis zum Schluss.
Nach dem Abpfiff fand Hobisch klare Worte. „Wir waren im Endeffekt die stärkere Mannschaft, spielerisch stärker und aktiver“, sagte der SAK-Trainer und legte nach: „Im Mittelfeld und in der Offensive waren wir sehr aktiv, aber vom Abschluss her waren wir leider zu wenig.“ Genau diese Mischung aus viel Spiel und zu wenig Ertrag erklärte für ihn das Remis – zumal er die Gegentreffer als vermeidbar einstufte: „Wir haben zwei blöde Gegentore gekriegt.“ Auch den Gegner ordnete er ein: „Ruden war mittelmäßig; technisch, spielerisch und im Passspiel unterlegen.“ Ausreden suchte er keine: „Das Schiedsrichterteam war top, es gab eigentlich keine strittigen Situationen.“ Auf die Frage, wer näher am Sieg gewesen sei, blieb er nüchtern: „Das war ziemlich ausgeglichen, weil wir die Tore nicht gemacht haben.“ Und was fehlte seiner Elf? „Spielmacht“, brachte es Hobisch auf den Punkt.
Der Punktgewinn steht am Ende von Runde 26. In der Tabelle der 1. Klasse Ost hält Ruden als Siebenter bei 40 Zählern, die Amateure rangieren mit 11 Punkten auf Platz 14. Rein sportlich passt das 2:2 damit ins Bild eines Duells zwischen Favorit und Underdog, auch wenn Hobischs Eindruck vom Platz ein anderer war. „Spielerisch sehr gut, technisch sehr gut“, lobte er seine Burschen und betonte den eingeschlagenen Kurs: „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, mit der wir gut aufbauen.“ Der späte Ausgleich liefert Rückenwind für die Kabine und bestätigt die Moral der Mannschaft. Gleichzeitig ist die Baustelle klar benannt: mehr Konsequenz im Abschluss. Daran wollen die Amateure arbeiten – mit dem Ball am Fuß sah das bereits gut aus, nun soll aus Aktivität auch Konstanz vor dem gegnerischen Tor werden.