In der 1. Klasse Ost hat ASC St. Paul zum Auftakt gegen ASKÖ Gurnitz einen 2:1-Heimsieg geholt. Für Gurnitz-Trainer Karl Sommerauer war das nach einer Partie unter schwierigen Bedingungen aber kein Spiel, das zwingend einen Sieger gebraucht hätte. Er sprach von einer Hitzeschlacht ohne viele große Aktionen und sah vor allem das schnelle 1:1 nach der eigenen Führung sowie den späteren Handelfmeter als entscheidende Punkte.

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Schon die Rahmenbedingungen waren laut Karl Sommerauer ein Thema. „Das Spiel war an und für sich eine Hitzeschlacht. Der Termin am Sonntag um 16:30 Uhr bei 36 Grad ist natürlich nicht sehr vorteilhaft“, sagte der Trainer von ASKÖ Gurnitz nach der Partie. Viel Spielfluss und viele große Höhepunkte waren unter diesen Umständen nicht zu erwarten, genau so nahm Sommerauer das Spiel auch wahr. In der 35. Minute ging ASKÖ Gurnitz trotzdem in Führung, als Markus Druml eine gute Aktion über die linke Seite sauber zum 0:1 abschloss. Lange freuen konnten sich die Gäste darüber aber nicht. Nur zwei Minuten später stellte Lorenz Riegler auf 1:1, und gerade dieser direkte Ausgleich war aus Gurnitzer Sicht besonders bitter. Sommerauer sprach davon, dass dieses Gegentor „vom Ankick weg“ gefallen sei und eigentlich leicht zu verteidigen gewesen wäre. Mit dem 1:1 ging es schließlich auch in die Pause.
Der Gurnitzer Trainer machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass ihn die Niederlage ärgerte, weil er im Spiel selbst keinen klaren Qualitätsunterschied gesehen hatte. „Im Großen und Ganzen wäre ein Unentschieden gerecht gewesen“, sagte Sommerauer, und genau diese Einschätzung zog sich durch seine Analyse. Weder ASKÖ Gurnitz noch ASC St. Paul hätten auf besonders hohem Niveau gespielt, vielmehr sei es eine ausgeglichene Partie mit wenigen zwingenden Aktionen gewesen. „Wir waren nicht so gut, ASC St. Paul war an und für sich auch nicht so gut“, brachte es der Trainer sehr offen auf den Punkt. Gerade deshalb blieb bei ihm das Gefühl hängen, dass die 1:2-Niederlage eher hart als zwingend war. Sommerauer formulierte es nüchtern, aber klar: „Im Fußball gibt es eben leider keine Gerechtigkeit. So muss man mit der 2:1-Niederlage leben.“
Inhaltlich sah der Trainer die Probleme vor allem im Offensivspiel seiner Mannschaft. ASKÖ Gurnitz versteht sich laut Sommerauer eigentlich als spielerisch starke Mannschaft, die ihre Qualität über das Kurzpassspiel und über Angriffe auf den Flügeln einbringen will. Genau das sei diesmal aber kaum gelungen. „Unsere Qualität wäre an und für sich das Kurzpassspiel, das Spiel über die Flügel. Das ist an diesem Tag eigentlich kaum zur Geltung gekommen und hat einfach nicht funktioniert“, sagte er. Gleichzeitig fand Sommerauer aber auch Punkte, auf denen sich aufbauen lässt. „Mit der Abwehrreihe kann ich an und für sich zufrieden sein, St. Paul hatte kaum zwingende Torchancen. Offensiv waren einfach zu wenig herausgespielte Aktionen, die zu einem Torerfolg führen hätte können." Dass ASKÖ Gurnitz trotz der Niederlage lange im Spiel blieb, passte zu dieser Einschätzung.
Die Entscheidung fiel in der 63. Minute, als Aljosa Gluhovic für ASC St. Paul zum 2:1 traf. Auch da suchte Sommerauer die Ursache nicht bei äußeren Umständen, sondern bei der eigenen Unachtsamkeit. „Das 2:1, der Siegtreffer für ASC St. Paul, entstand durch eine Unachtsamkeit und einen Handelfmeter“, erklärte der Trainer. Diskussionen über den Unparteiischen wollte er ausdrücklich nicht führen. Im Gegenteil: „Die Schiedsrichterleistung war meines Erachtens eigentlich eine Topleistung. Über den Elfmeter brauchen wir nicht diskutieren, das war ein klarer Elfmeter.“ Damit blieb ASKÖ Gurnitz am Ende nur der Ärger darüber, dass der Ausgleich nicht mehr fiel, obwohl ein Lattenkracher von Aleks Markovic knapp vor Schluss den verdienten Ausgleich bringen hätte können.