Spielberichte

„Wir waren heute der glücklichere Sieger“ – SV Eitweg tut sich lange schwer

St. Margarethen
SV Eitweg

In der 1. Klasse Ost hat sich SV Eitweg bei ASV St. Margarethen/Lav. mit 2:0 durchgesetzt, doch leicht war der Auswärtssieg nicht. Trainer Markus Pöcheim sprach nach dem Spiel sogar von einem „glücklicheren Sieger“. Ein Blitzstart brachte die Gäste sofort in Front, danach blieb die Partie aber offen, weil das zweite Tor lange fehlte und die Heimischen bis kurz vor Schluss im Spiel waren.

Zwei Fußball im Zweikampf

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Blitzstart nach der ersten Ecke

Der Auftakt lief für SV Eitweg ideal. Bereits in der 1. Minute verwertete Christopher Rene Mattl eine Ecke zur frühen Führung, und genau diese Szene stellte aus Sicht von Markus Pöcheim die Weichen. „In der ersten Minute sind wir nach einer Ecke in Führung gegangen. Danach hatten wir die Chance auf das 2:0, haben sie aber nicht genutzt“, fasste der Trainer den Beginn zusammen. In der 10. Minute erhielt Daniel Lichtenegger vom ASV St. Margarethen/Lav. die Gelb-Rote Karte. Bis zur Pause blieb es beim 0:1, und genau das bestimmte auch die weitere Geschichte des Abends. SV Eitweg lag zwar voran, schaffte es aber nicht, den Vorsprung früh auszubauen. Dadurch blieb die Begegnung über die gesamte Spielzeit eng, obwohl die Gäste auswärts den besseren Start erwischt hatten.

Die Überzahl brachte keine Ruhe hinein

Gerade weil SV Eitweg das zweite Tor nicht nachlegte, musste die Mannschaft bis tief in die Schlussphase arbeiten. Pöcheim beschrieb die 90 Minuten als zähe Angelegenheit: „Das Spiel war über neunzig Minuten spannend, weil es nur 1:0 gestanden ist und wir uns sehr schwergetan haben, das 2:0 zu machen. ASV St. Margarethen/Lav. hat uns heute alles abverlangt.“ Dazu kam aus Sicht des Trainers, dass die Gäste aus ihrer Überzahl zu wenig machten. „Wir haben die Überzahl leider nicht genutzt“, sagte Pöcheim. Gerade deshalb blieb das Gefühl bestehen, dass die Partie jederzeit offen war, solange nur ein Treffer zwischen beiden Mannschaften lag.

Raphael Fritzl macht den Deckel drauf

Die Entscheidung fiel erst in der 89. Minute, als Raphael Fritzl zum 0:2 traf und damit endgültig für Ruhe sorgte. „Ausschlaggebend war natürlich das 2:0 kurz vor Schluss. Davor haben wir zwei, drei Halbchancen nicht genutzt“, sagte Markus Pöcheim. Umso höher gewichtete er nach dem Schlusspfiff die Arbeit gegen den Ball. „Unsere größte Stärke war, dass wir kein Gegentor bekommen haben“, hielt der Trainer fest. Gleichzeitig sprach er offen an, wo SV Eitweg noch zulegen muss: „Verbesserungspotenzial sehe ich im Umschaltspiel nach vorne.“ Trotz der drei Punkte blieb seine Einordnung sehr fair. „ASV St. Margarethen/Lav. hat in Unterzahl sehr gut dagegengehalten und hätte sich auch das 1:1 verdient. Das wäre ein faires Ergebnis gewesen. Wir waren heute der glücklichere Sieger.“

Lob für den Gegner trotz voller Ausbeute

Dass SV Eitweg nach zwei Runden mit sechs Punkten an der Spitze steht, nimmt Markus Pöcheim natürlich mit, doch der Trainer verband den Sieg bewusst mit einem Lob für den Gegner. „Viele Mannschaften werden sich in ASV St. Margarethen/Lav. sehr schwertun, weil sie eine sehr gute Mannschaft für die 1. Klasse haben“, meinte er nach dem Spiel. An Nebenschauplätzen wollte er die enge Partie jedenfalls nicht aufhängen. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung“, sagte Pöcheim. Für SV Eitweg bleibt damit ein voller Ertrag aus einem Spiel, das zwar erfolgreich endete, dem Trainer aber auch klar gezeigt hat, wo seine Mannschaft trotz des 2:0 noch nachschärfen muss.

1. Klasse Ost: St. Margarethen : SV Eitweg - 0:2 (0:1)

  • 89
    Raphael Fritzl 0:2
  • 1
    Christopher Rene Mattl 0:1