In der 1. Klasse Ost trennten sich SV Lavamünd und ATUS Feistritz/R. am Sonntag mit 1:1. Für Josef Durnik war es ein Punkt, mit dem seine Mannschaft leben kann, weil der Obmann vor allem die erste Halbzeit kritisch sah. Nach viel Glück vor der Pause, einem gehaltenen Elfmeter und dem Freistoßtor von Markus Rulitz ärgerte ihn am Ende vor allem, dass die Führung nicht über die Zeit kam.

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Josef Durnik redete nach dem Schlusspfiff gar nicht lange um den heißen Brei herum. „In der ersten Halbzeit ist SV Lavamünd auf alle Fälle besser gewesen“, sagte der Obmann von ATUS Feistritz/R. und sprach damit eine Phase an, in der die Heimischen deutlich mehr vom Spiel hatten. Aus seiner Sicht kam ATUS Feistritz/R. in dieser Anfangsphase nicht sauber in die Zweikämpfe und ließ dem Gegner zu viele Räume. „Wir waren viel zu weit weg vom Gegner. Der letzte Druck, der letzte Punch hat gefehlt“, so Durnik. Dass es zur Pause trotzdem 0:0 stand, war für die Gäste etwas schmeichelhaft. Besonders deutlich formulierte er es mit dem Satz: „Mit ein bisschen Pech steht es in der ersten Halbzeit 0:4 für SV Lavamünd.“ Durnik erinnerte auch daran, dass SV Lavamünd sogar eine große Gelegenheit auf das leere Tor ungenutzt ließ. Erst ungefähr ab der Mitte der ersten Halbzeit fing sich ATUS Feistritz/R. etwas, hatte nach seinen Worten gute zehn bis fünfzehn Minuten eine bessere Phase, ehe der SV Lavamünd wieder mehr Oberwasser bekam.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie aus Sicht von ATUS Feistritz/R. dann ein Stück weit. Durnik hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft nun besser im Spiel war und „das Heft in die Hand genommen“ hatte. In der 64. Minute gab es dann die Führung: nach einem Handspiel vom SV Lavamünd rund 20 Meter vor dem Tor trat Markus Rulitz zum Freistoß an und traf zum 0:1. Für Durnik war das ein besonderer Moment: „Markus Rulitz hat den Freistoß weltklasse ins Kreuzeck geschossen.“ Wenig später gab es allerdings einen Strafstoß gegen den ATUS Feistritz/R., den der Obmann als „blöden Elfmeter“ bezeichnete. Dass daraus nicht sofort der Ausgleichstreffer folgte, lag am Feistritzer Schlussmann. „Julian Katnik hat den Elfmeter super gehalten“, sagte Durnik. Ebendieser Julian Katnik hielt die Feistritzer in Hälfte Eins und Zwei bereits mehrmals mit unglaublichen Paraden im Spiel. Danach sah er seine Mannschaft klar verbessert, mit weiteren guten Möglichkeiten und mit dem Gefühl, dass ATUS Feistritz/R. nun das aktivere Team war.
Ganz durchbringen konnte ATUS Feistritz/R. die Führung aber nicht. In der 79. Minute glich Klemen Ofic für SV Lavamünd zum 1:1 aus, und genau diese Aktion blieb Josef Durnik am meisten hängen. „Da waren wir in der Verteidigung nicht gut“, sagte er und beschrieb eine Situation, in der bei der Hereingabe gleich zwei Spieler von SV Lavamünd zum Kopfball kommen konnten. Aus seiner Sicht war das zu passiv verteidigt, gerade nachdem sich ATUS Feistritz/R. die Führung zuvor hart erarbeitet hatte. Zusätzlich haderte Durnik mit der Entstehung des Tores. Er meinte, dass der Spieler von SV Lavamünd vor der Flanke für ihn klar im Abseits gestanden sei. An der Wertung änderte das freilich nichts, der Treffer zählte und brachte SV Lavamünd zurück ins Spiel. Für Durnik blieb deshalb das Gefühl, dass seine Mannschaft in dieser Szene einen Moment nicht aufmerksam genug war und sich damit um einen noch größeren Lohn brachte.
Dass ATUS Feistritz/R. am Ende trotzdem mit einem brauchbaren Gefühl aus SV Lavamünd abreisen konnte, lag für Josef Durnik vor allem an der Reaktion seiner Mannschaft. „Die Moral hat gepasst. Keiner hat aufgegeben“, sagte er und hob damit einen Punkt hervor, der ihm wichtiger war als jede schöne Formulierung über den Spielverlauf. Ganz am Schluss wäre sogar noch mehr drin gewesen. Der 15-jährige Alexander Ofner hatte kurz vor dem Ende die große Chance auf das 1:2, köpfelte aber knapp über das Tor. Durnik nahm auch daraus etwas Positives mit, weil er die jungen Spieler ausdrücklich lobte. „Unsere Jungen haben wieder gut aufgespielt“, sagte er, schob aber sofort nach, woran weiter gearbeitet werden müsse: „Sie sollen weiter an ihrem Spielstil arbeiten und noch effizienter werden.“ Unterm Strich blieb für ihn ein gerechtes Unentschieden, gerade weil SV Lavamünd vor der Pause deutlich mehr Chancen hatte. Nach zwei Runden stehen damit sowohl SV Lavamünd als auch ATUS Feistritz/R. bei vier Punkten.