In der 1. Klasse Ost hat sich TSV Preitenegg am Sonntag in Runde zwei von Magdalensberg mit 2:2 getrennt. Nach einem ganz frühen Rückstand kam die Mannschaft von Klaus Oswald zwar zurück und antwortete auch auf das 1:2 in der Schlussphase noch einmal. Trotzdem blieb beim Trainer das Gefühl, dass deutlich mehr drin gewesen wäre, weil TSV Preitenegg laut seiner Einschätzung nie wirklich den gewohnten Spielfluss fand.

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Der Nachmittag begann für TSV Preitenegg denkbar schlecht. Schon in der 2. Minute geriet die Heimelf durch Riel Blakcori mit 0:1 in Rückstand, nachdem Magdalensberg die erste Situation sofort nutzen konnte. Klaus Oswald brachte diese Anfangsphase nach dem Spiel knapp, aber deutlich auf den Punkt: „Wir sind schlecht gestartet.“ Genau das war auch der Ton für die ersten Minuten, in denen seine Mannschaft nur schwer in die Partie fand. Mit dem Ausgleich in der 16. Minute kam TSV Preitenegg dann aber zurück. Clemens Simon Kreuzer traf zum 1:1 und gab der Partie aus Sicht der Gastgeber wieder ein anderes Gesicht. Oswald sprach danach davon, dass seine Mannschaft in dieser Phase „zwei, drei ganz gute Chancen“ herausgespielt habe, zugleich machte er aber klar, dass das insgesamt noch kein Spiel auf dem Niveau der Vorwoche war.
Zur Pause stand es 1:1, und auch danach blieb es ein Spiel, in dem TSV Preitenegg zwar immer wieder anlief, sich aber nur selten wirklich belohnte. Oswald sah einen Gegner, der nach der Niederlage in der ersten Runde mit der richtigen Reaktion kam. „Magdalensberg war kampfkräftig, schnell in der Überbrückung und hat es sehr gut gemacht“, sagte der Trainer. Seine eigene Mannschaft hatte in der zweiten Hälfte zwar mehr Ballbesitz, doch genau dort setzte auch seine Kritik an. „Wir sind angerennt, aber wir haben keine richtigen Torchancen mehr gehabt. Es waren mehr oder weniger Halbchancen“, sagte Oswald. Als Magdalensberg in der 75. Minute durch Julian Rico Glantschnig wieder mit 2:1 in Führung ging, musste TSV Preitenegg erneut einem Rückstand nachlaufen. Immerhin kam die Antwort sofort: Nur zwei Minuten später traf Christian Ragger zum 2:2. Dass dieses Remis am Ende Bestand hatte, passte für Oswald dennoch zum gesamten Bild. „Im Großen und Ganzen war das Unentschieden gerecht“, lautete seine Einordnung, auch weil er einräumte, dass Magdalensberg durchaus selbst dem Sieg näher hätte kommen können.
Besonders interessant war nach dem Spiel, wo Oswald die Ursachen für die fehlende Durchschlagskraft suchte. Er lobte nicht nur einzelne Phasen, sondern ordnete die Leistung seiner Mannschaft sehr klar ein. „Die Abwehr hat ganz gut funktioniert, der Sturm hat auch gut funktioniert. Im Mittelfeld sind wir nicht so zur Geltung gekommen wie sonst“, sagte der Trainer. Gerade dieser Satz erklärte viel von dem, was über die 90 Minuten zu sehen war. Obwohl TSV Preitenegg wegen einiger Urlauber mit einer neu formierten Abwehr antreten musste, war Oswald mit diesem Mannschaftsteil zufrieden. Auch vorne sah er seine Elf nicht als Hauptproblem. Der fehlende Zugriff im Zentrum und der nicht gefundene Rhythmus wogen für ihn schwerer. „Wir sind den ganzen Tag nie auf unser Level von einer Woche zuvor gekommen“, sagte er, und auch Wetter und Hitze nannte er als mögliche Gründe dafür, dass der Spielfluss ausblieb.
Unterm Strich steht für TSV Preitenegg nach zwei Runden ein Punktgewinn, mit insgesamt vier Zählern liegt die Mannschaft weiter im vorderen Bereich der Tabelle. Oswald suchte nach dem Schlusspfiff weder nach Ausreden noch machte er aus dem 2:2 mehr, als es für ihn war. Viel wichtiger war ihm der Blick auf das eigene Spiel. „Vielleicht hat der letzte Wille gefehlt“, sagte Oswald über die Frage, warum seine Mannschaft den Sieg nicht noch herauskitzeln konnte. Für die nächsten Aufgaben wird es für TSV Preitenegg deshalb vor allem darum gehen, im Mittelfeld wieder präsenter zu werden und den eigenen Rhythmus schneller zu finden. Genau dort setzte der Trainer nach diesem 2:2 am deutlichsten an.