In der 1. Klasse Ost hat SV Union Raiba Ruden mit einem wilden 4:3 gegen ASK Klagenfurt die ersten Punkte der Saison geholt. Nach frühem Rückstand drehte die Mannschaft von Trainer Manfred Alois Plösch die Partie noch vor der Pause, legte nach dem Seitenwechsel das 4:2 nach und musste am Ende trotzdem noch zittern. Für den Trainer war nicht ein einzelner Moment ausschlaggebend, sondern vor allem "eine leidenschaftliche, kämpferische Topleistung".

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Manfred Alois Plösch sah von Beginn an genau das Spiel, das er erwartet hatte. "Es war vom Anpfiff weg ein Spiel, in dem man gemerkt hat, dass beide unbedingt gewinnen wollten", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Für SV Union Raiba Ruden begann der Abend aber denkbar schlecht. Nach nur zwei Minuten nutzte Robert Matic einen Fehler im Spielaufbau zum 0:1 für ASK Klagenfurt. "Das war für uns nach zwei Minuten natürlich ein gewaltiger Dämpfer", so Plösch, der in dieser Szene sogar von einem Blackout sprach. Entscheidend war aber, dass sich SV Union Raiba Ruden davon nicht aus dem Konzept bringen ließ. Gregor Achim Schnögl glich in der 8. Minute zum 1:1 aus, Fabian Klaus Anetitsch stellte in der 13. Minute auf 2:1. Lange Ruhe brachte das aber noch nicht, weil Said Djulic nur fünf Minuten später das 2:2 erzielte. Plösch sprach auch da von einer vermeidbaren Szene, weil seine Mannschaft in der Abwehr "zu zaghaft attackiert" habe. Danach blieb die Partie ausgeglichen und schnell, ohne viele Großchancen. Kurz vor der Pause kam SV Union Raiba Ruden aber noch einmal durch: Nach einer Flanke von links köpfte Fabian Klaus Anetitsch in der 41. Minute zum 3:2 ein.
Der Treffer vor der Pause tat SV Union Raiba Ruden nach den Worten des Trainers "sehr, sehr gut". In der Kabine nahm Manfred Alois Plösch eine kleine Umstellung vor, gleichzeitig war ihm klar, dass das Spiel damit noch lange nicht entschieden war. "Wir haben gewusst, dass wir auch in den zweiten 45 Minuten am Drücker bleiben müssen, weil ASK Klagenfurt wirklich eine starke Vorstellung geboten hat", erklärte er. Nach dem Seitenwechsel spielte sich zunächst viel im Mittelfeld ab, beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend und klare Möglichkeiten blieben längere Zeit aus. In der 63. Minute schien SV Union Raiba Ruden dann endgültig auf Kurs zu sein, als Tadej Trdina auf 4:2 erhöhte. Doch die Partie kippte nicht in Ruhe, sondern blieb wild. Nur zwei Minuten später verkürzte Fabio Marcel Primig-Graf auf 4:3, wieder nach einer Szene, die Plösch als vermeidbar einordnete. In der Schlussphase wurde ASK Klagenfurt immer offensiver, löste die Abwehr ein Stück weit auf und versuchte es mit hohen Bällen. Ruden musste bis in die Schlussminuten hinein zittern, brachte den Vorsprung aber über die Zeit. Damit blieb es beim 4:3 für SV Union Raiba Ruden.
Für Manfred Alois Plösch lag der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften nicht in einem einzelnen Schlüsselmoment. "Einen entscheidenden Moment hat es gar nicht gegeben", sagte der Trainer, bevor er die Leistung seiner Mannschaft insgesamt hervorhob. "Entscheidend war, dass wir im Gegensatz zur Vorwoche eine leidenschaftliche, kämpferische Topleistung gebracht haben. Alle Spieler, die zum Einsatz gekommen sind, haben Herz gezeigt und auch fußballerisches Können." Gerade das war aus seiner Sicht die große Antwort auf die Niederlage in Eitweg. Auffällig war für ihn auch, dass die eigenen Angriffe immer wieder gut zu Ende gespielt wurden. Gleichzeitig sprach er aber auch die offene Baustelle klar an. Wo wir uns sicher verbessern müssen, ist in der Defensive. Da müssen wir einfach konzentrierter agieren. Weil alle drei Gegentore aus seiner Sicht zu verhindern gewesen wären, fiel die Analyse trotz des Sieges also nicht nur positiv aus. SV Union Raiba Ruden nahm die drei Punkte mit, bekam aber auch gleich den Hinweis, woran in den kommenden Wochen gearbeitet werden muss.
Dass dieser Sieg kein Selbstläufer war, machte Manfred Alois Plösch in seiner Einschätzung des Gegners deutlich. "ASK Klagenfurt hat von der ersten Minute an gezeigt, dass er Offensivfußball spielen will", sagte der Trainer von SV Union Raiba Ruden. Dazu komme, dass ASK Klagenfurt "spielerisch sehr, sehr gut agiert" habe. Umso höher bewertete Plösch die Art, wie seine Mannschaft dagegenhielt. "Der entscheidende Unterschied war, dass man bei uns vielleicht das Ätzerl mehr gesehen hat, dass wir dieses Spiel gewinnen wollten", sagte er. Auch mit der Leitung des Schiedsrichters zeigte er sich zufrieden. "Für das, dass der Schiedsrichter ohne Linienrichter auskommen musste, hat er eine sehr gute Leistung gebracht." Unter dem Strich steht damit für SV Union Raiba Ruden ein torreiches 4:3, das nach zwei Runden die ersten drei Punkte bringt. Der Abend war einerseits ein Beleg dafür, dass die Mannschaft spielerisch und kämpferisch liefern kann, andererseits auch eine Erinnerung daran, dass in der Defensive noch mehr Ruhe und Konzentration nötig sind, wenn solche Spiele künftig früher abgesichert werden sollen.