In der 1. Klasse Ost hat sich FC Eisenkappel mit 2:1 gegen ASC St. Paul durchgesetzt, obwohl die Partie nach einer klaren ersten Hälfte noch einmal eng wurde. Trainer Christopher Kucher sah seine Mannschaft vor der Pause deutlich besser, musste nach dem schnellen Anschlusstreffer aber erleben, wie der Gegner immer mehr Druck aufbaute. Am Ende blieb für Eisenkappel ein verdienter, aber hart erarbeiteter Heimsieg.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Basis für den Erfolg legte FC Eisenkappel schon vor der Pause. Kucher schilderte den Beginn so: „Am Anfang hatte Eisenkappel die besseren Torchancen. Speziell in der ersten Halbzeit hätten wir klarer führen können.“ Auf der Anzeigetafel stand zur Halbzeit trotzdem ein ordentliches Polster, weil Ziga Kogovsek in der 22. Minute das 1:0 erzielte und Luka Bagislar in der 35. Minute auf 2:0 erhöhte. Für den Trainer war das zwar ein guter Zwischenstand, aber eben noch nicht die ganze Geschichte. Er sagte auch deutlich, dass aus seiner Sicht mehr möglich gewesen wäre: „Normalerweise hätten wir viel höher führen müssen, weil wir super Torchancen gehabt haben.“ Genau dieses Gefühl zog sich durch seine Analyse der ersten 45 Minuten: Eisenkappel war vorne gefährlich, nutzte aber nicht alles, was da war.
Mit dem 2:0 im Rücken war bei Eisenkappel kurz das Gefühl da, die Partie im Griff zu haben. „Nach dem 2:0 war eine gewisse Sicherheit da, aber Sankt Paul hat das relativ gut gemacht“, sagte Kucher. Und diese Einschätzung bekam gleich nach Wiederbeginn Gewicht, denn Franco Golec verkürzte in der 47. Minute auf 2:1. Damit war die ruhige Halbzeitführung auf einmal deutlich weniger wert, weil ASC St. Paul offensiv spürbar zulegte und mit aller Kraft den Umschwung suchte. Kucher formulierte es so: „Die Sankt Pauler wollten mit aller Gewalt den Umschwung bringen, und das ist ihnen auch relativ gut gelungen.“ Eisenkappel kam laut seinem Trainer in dieser Phase selbst nicht mehr so klar zu Möglichkeiten wie noch vor der Pause, obwohl es in der zweiten Halbzeit noch ein, zwei gute Chancen gab. Gerade deshalb blieb das Spiel offen, auch wenn Kucher unterm Strich festhielt: „Der Sieg für Eisenkappel ging vom Ergebnis her in Ordnung.“
Dass es am Ende trotzdem für drei Punkte reichte, führte der Trainer vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Die größte Stärke war das Defensivspiel. Wir hatten die Sankt Pauler eigentlich relativ gut im Griff und konnten in den Offensivsituationen, die Sankt Paul speziell in der zweiten Halbzeit hatte, relativ gut dagegenhalten“, sagte Kucher. Gleichzeitig wollte er den knappen Spielstand aber nicht schönreden. Im Gegenteil: Gerade im Umschalten sieht er klaren Verbesserungsbedarf. „Speziell im Umschaltspiel müssen wir viel effektiver werden. Wir haben relativ gute Torchancen gehabt. Speziell in der zweiten Halbzeit hatten wir ein, zwei Top-Tormöglichkeiten, die wir einfach besser ausspielen müssen.“ Diese Mischung erklärt das 2:1 ziemlich genau. Eisenkappel hatte die stärkere erste Hälfte, ließ aber die Chance liegen, das Spiel früher und deutlicher zuzumachen. So blieb ASC St. Paul bis zum Ende dran.
Auffällig war nach dem Spiel auch, wie klar Christopher Kucher den Gegner einordnete. Von Überheblichkeit war da nichts zu hören. „Sankt Paul hat das top gemacht. Sie sind eine top organisierte Mannschaft mit guten Einzelspielern“, sagte der Eisenkappel-Coach und ergänzte sogar: „Es hätte heute auch gut und gerne 2:2 ausgehen können.“ Für ihn war ASC St. Paul ein ebenbürtiger Gegner, der nach der Pause viel investierte und Eisenkappel alles abverlangte. Auch für den Schiedsrichter fand Kucher sehr klare Worte: „Im Großen und Ganzen hat der Schiedsrichter das wirklich hervorragend geleitet.“ So bleibt unter dem Strich ein Heimsieg, der FC Eisenkappel gut tut, der aber auch deutlich gezeigt hat, woran in den kommenden Wochen weiter gearbeitet werden muss.