Spielberichte

„Der Siegeswille bis zum Schluss“ bringt Preitenegg nach 0:2 noch zum 3:2-Sieg

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ASK Klagenfurt
TSV Preitenegg

In der 1. Klasse Ost hat der ASK Klagenfurt gegen den TSV Preitenegg trotz 2:0-Pausenführung noch 2:3 verloren. Aus Sicht von Preitenegg-Trainer Klaus Oswald war es vom Start weg eine „sehr emotionale, intensive Partie“, in der seine Mannschaft zunächst nicht eng genug am Gegner war, nach der Pause aber eindrucksvoll zurückkam. Entscheidend war für ihn am Ende vor allem „der Siegeswille bis zum Schluss“.

Eine Reihe Bälle entlang der Seitenlinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

ASK nutzt die erste starke Phase eiskalt

Der Beginn gehörte aus Sicht von Oswald trotzdem nicht nur dem Gastgeber. Der Preitenegg-Coach verwies darauf, dass seine Mannschaft schon in der achten Minute die Möglichkeit auf das 1:0 hatte. Danach bekam der ASK die Partie aber besser in den Griff. Oswald sprach von einer intensiven Begegnung mit „einem körperlichen Übergewicht des ASK“, und genau in dieser Phase schlug Klagenfurt auch zu. Robert Matic brachte die Heimischen in der 21. Minute mit 1:0 in Führung und legte nur drei Minuten später das 2:0 nach. Für den Trainer der Gäste war klar, warum diese Tore fielen: „Beim 1:0 und beim 2:0 waren wir fünf bis zehn Minuten nicht weit genug am Mann. Dadurch haben sich die Chancen ergeben, und sie haben sie eiskalt genutzt.“ So ging der ASK mit einem klaren Vorteil in die Pause, während Preitenegg einem Zwei-Tore-Rückstand nachlaufen musste.

Nach der Pause dreht Preitenegg das Spiel komplett

Was dann folgte, war die Reaktion, die Oswald an seiner Mannschaft sehen wollte. Preitenegg arbeitete sich zurück und machte in der 63. Minute den Anschluss, als Philipp Bernd Hollauf auf 2:1 stellte. Mit diesem Treffer war die Partie wieder offen, und die Gäste blieben dran. Das 2:2 in der 74. Minute beschrieb Oswald so: „Da war ein Gedümmel vor dem Tor, der Ball fällt Daniel Grillitsch vor die Füße und er schließt ab.“ Spätestens da war zu spüren, dass die Partie gekippt war. Preitenegg glaubte weiter an mehr und bekam in der 81. Minute die Belohnung. Wieder war es Hollauf, der zum 3:2 traf und damit die Wende komplett machte. Oswald hob diesen Treffer besonders hervor: „Das 3:2 durch Philipp Hollauf war sehr schön herausgespielt.“ Überhaupt habe Hollauf, so der Trainer, „eine sehr, sehr gute Partie“ gemacht.

Viel Moral, aber der Trainer sieht weiter Arbeit

Gerade weil seine Mannschaft nach einem 0:2 noch gewonnen hat, fiel die Einordnung von Oswald nicht in Jubelstimmung aus, sondern nüchtern und bodenständig. „Das Läuferische hat ganz gut funktioniert“, sagte der Preitenegg-Coach, schob aber sofort nach: „Verbesserungspotenzial ist in vielen Bereichen noch vorhanden.“ Das passt zu einem Spiel, in dem seine Elf zwar große Moral zeigte, in der ersten Halbzeit aber auch klar zu spüren bekam, wie schnell es gegen einen guten Gegner gehen kann. Den ASK erlebte Oswald als Team, das „einen sehr, sehr guten technischen Fußball“ spielt und „von der ersten Minute an gewillt war, alles zu geben und bis zum Schluss zu fighten“. Umso mehr wird dieser Auswärtssieg für Preitenegg Gewicht haben. Die Gäste nahmen nach einer starken zweiten Hälfte alle drei Punkte mit und bleiben damit in der Spitzengruppe der Liga, weil sie ein schon verloren geglaubtes Spiel mit Überzeugung und Beharrlichkeit noch gedreht haben.

1. Klasse Ost: ASK Klagenfurt : Preitenegg - 2:3 (2:0)

  • 81
    Philipp Bernd Hollauf 2:3
  • 74
    Daniel Grillitsch 2:2
  • 63
    Philipp Bernd Hollauf 2:1
  • 24
    Robert Matic 2:0
  • 21
    Robert Matic 1:0