In der 1. Klasse Ost hat SV ASKÖ Sittersdorf gegen ATUS Feistritz/R. ein wildes 4:4 geliefert. Nach einem 0:3 und einem 1:3 zur Pause kam Feistritz mit viel Moral zurück, glich die Partie aus und rettete den Punkt erst in der Nachspielzeit. Obmann Josef Durnik sprach danach von einer starken Offensive, sah aber auch klar, warum es am Ende nur zum Remis reichte.

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Aus Feistritzer Sicht begann die Partie zunächst ordentlich. Durnik sagte, dass seine Mannschaft in den ersten fünf bis sieben Minuten „das Spiel gemacht“ habe, ehe sie ein wenig den Faden verlor. Danach kam Sittersdorf besser hinein und zog früh davon. Benjamin Lamzari traf in der 10., 25. und 28. Minute und stellte damit schon vor der Pause auf 3:0. Vor allem die ersten beiden Gegentreffer waren für den Feistritzer Obmann ein großer Kritikpunkt. „Das 1:0 ist aus unserer Sicht nach klarem Abseits gefallen“, sagte Durnik. Auch vor dem 2:0 habe es für ihn eine Freistoßentscheidung gegeben, die auf seiner Seite für viel Unverständnis sorgte. Unabhängig davon musste Feistritz diesen klaren Rückstand erst einmal verkraften.
Wichtig war für die Gäste deshalb, dass sie vor der Pause noch einmal anschreiben konnten. In der 44. Minute verkürzte Christopher Erwin Binder auf 1:3. Durnik schilderte die Aktion so, dass Alexander Ofner über die Seite gut nach vorne gekommen sei und auf Binder aufgelegt habe. Dieser Treffer hielt Feistritz im Spiel, und direkt nach Wiederbeginn bekam die Partie eine neue Richtung. Der zur Pause eingewechselte Christoph Erich Partl war in der 47. Minute zum 2:3 zur Stelle und brachte die Gäste endgültig zurück. Nur vier Minuten später schlug Binder erneut zu und stellte auf 3:3. Für Durnik war das der Beleg, dass seine Mannschaft trotz des 0:3-Rückstands nie aufgegeben hatte. „Sie hat sich nicht aufgegeben und ist immer wieder zurückgekommen“, sagte er.
Nach dem Ausgleich war die Partie aber noch lange nicht gekippt. Durnik meinte, dass Sittersdorf danach wieder etwas die Oberhand bekam und Feistritz den Ball phasenweise nicht sauber aus der eigenen Hälfte brachte. In dieser Phase fiel in der 75. Minute auch das 4:3, erneut durch Benjamin Lamzari, der damit seinen vierten Treffer des Tages erzielte. Feistritz stand damit wieder mit dem Rücken zur Wand, fand aber noch eine letzte Antwort. In der dritten Minute der Nachspielzeit machte Christopher Erwin Binder mit seinem dritten Treffer das 4:4. Entsprechend fiel auch Durniks Einordnung aus: „Wenn man 3:0 hinten ist, dann in der zweiten Halbzeit auf 3:3 ausgleicht, noch einmal in Rückstand gerät und in der 90.+3 das 4:4 macht, dann geht das Unentschieden in Ordnung.“
Sein Fazit fiel daher klar zweigeteilt aus. „Gut funktioniert hat diesmal die Offensive mit vier Toren. Verbesserungsbedarf gibt es ganz klar in der Defensive“, sagte der Obmann. Dass Feistritz nach einem 0:3 noch vier Tore erzielte, sprach deutlich für die Qualität nach vorne, vor allem mit Dreierpacker Christopher Erwin Binder und dem frühen Treffer von Christoph Erich Partl nach der Pause. Gleichzeitig blieb für Durnik der Hauptgrund für den verpassten Sieg ebenso deutlich. „Dass es beim Remis geblieben ist, lag daran, dass wir einfach zu viele Tore bekommen haben.“ Über weite Teile des Spiels sei Feistritz für ihn die bessere Mannschaft gewesen, der späte Ausgleich war deshalb aus Sicht der Gäste Lohn für Moral und Hartnäckigkeit. Nach Runde sieben hält Feistritz in der 1. Klasse Ost bei zwölf Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Tabelle.