In der 1. Klasse Ost hat sich ASC St. Paul am Sonntag gegen die KAC Juniors 1b mit 5:0 durchgesetzt. Nach einem zähen Beginn kippte die Partie laut Trainer Markus Leitner mit dem 1:0 endgültig auf die Seite der Gastgeber. Danach hatte St. Paul das Spiel im Griff, nutzte seine Möglichkeiten konsequent und feierte in Runde sieben einen klaren Heimsieg.

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Ganz so klar, wie es das Endergebnis vermuten lässt, begann die Partie aus Sicht der Gastgeber nicht. Markus Leitner sprach nach dem Spiel offen an, dass seine Mannschaft zunächst nicht richtig in den Rhythmus kam. "Wir haben uns schwergetan, ins Spiel zu finden, ohne dass KAC aber gefährlich wurde", sagte der Trainer. Entscheidend war dann der Treffer in der 17. Minute. Nach einer Standardsituation brachte Mario Ellersdorfer St. Paul per Kopf mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor veränderte laut Leitner den Verlauf der Begegnung. "Mit dem Tor zum 1:0 ging das Spiel aber auf unsere Seite. Von da an hatten wir alles im Griff", fasste er die erste wichtige Phase zusammen. Noch vor der Pause legte St. Paul nach: Medin Mehmedovic traf in der 23. Minute zum 2:0 und kurz vor dem Halbzeitpfiff in der 44. Minute auch noch zum 3:0. Damit war die Richtung zur Pause schon sehr klar vorgegeben.
Nach dem Seitenwechsel ließ St. Paul keinen Zweifel mehr daran, wer dieses Spiel gewinnen würde. Mehmedovic schnürte in der 48. Minute mit dem 4:0 seinen Dreierpack und erhöhte in der 75. Minute sogar noch auf 5:0. Dass aus dem anfänglich mühsamen Spiel am Ende ein deutlicher Sieg wurde, erklärte Leitner vor allem mit dem Moment der Führung und der guten Verwertung der Chancen. "Mit dem Treffer zum 1:0 sind wir dann besser ins Spiel gekommen und von da an haben wir gute Chancen gehabt und die Tore gemacht", sagte er. Dazu passte auch seine knappe, aber klare Bewertung eines wichtigen Pluspunkts an diesem Tag: "Die Chancenauswertung war heute gut." Genau darin lag für ihn auch der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. "Wir waren die erfahrenere und effektivere Mannschaft", meinte der St.-Paul-Coach, dessen Team nach dem 1:0 immer mehr Zugriff bekam und den Vorsprung sauber ausbaute.
Trotz des deutlichen 5:0 beließ es Leitner nicht bei purem Lob für seine Mannschaft. Er sah zwar einen guten Auftritt nach der Führung, machte aber auch klar, dass noch nicht alles so war, wie er es sich wünscht. "Spielerisch müssen wir uns weiterhin verbessern", sagte er. Gleichzeitig ordnete er auch den Auftritt des Gegners fair ein. Die Juniors seien "eine sehr junge Mannschaft", die "guten Fußball zu spielen versucht" habe, bei der aber noch fehlende Erfahrung zu sehen gewesen sei. Aus seiner Sicht erklärte das auch, warum die Gäste nach vorne zu wenigen Möglichkeiten kamen und hinten anfällig waren. Eine größere Diskussion rund um die Spielleitung wollte Leitner ebenfalls nicht aufmachen, auch wenn er bei einer Szene in der ersten Hälfte eine andere Meinung hatte. "Ein Elfmeter wäre bei 0:0 aus meiner Sicht gewesen", sagte er, schob aber nach, dass es darüber hinaus "keine wirklich klaren Fehlentscheidungen" gegeben habe. Für St. Paul steht damit nach sieben Runden ein klarer Heimsieg, der in der Tabelle gut tut, auch wenn der Trainer trotz des deutlichen Ergebnisses weitere Entwicklung einfordert.