In der 1. Klasse Ost hat ASKÖ Gurnitz am Freitagabend bei KAC Juniors 1b einen 3:1-Auswärtssieg geholt. Nach einer klaren ersten Hälfte lagen die Gäste schon zur Pause 3:0 vor und brachten den Vorsprung trotz stärker werdender Gastgeber über die Zeit. Co-Trainer Manuel Reichel sah vor allem den Auftritt seiner Führungsspieler und den geschlossenen Einsatz der ganzen Mannschaft als Schlüssel für die drei Punkte.

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Reichel musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wo der Sieg angelegt wurde. „In der ersten Halbzeit waren wir eindeutig die klar bessere Mannschaft“, sagte der Co-Trainer, und der Blick auf die Tore unterstreicht das auch. Schon in der 9. Minute brachte Marko Mrsic Gurnitz mit 1:0 in Führung. In der 14. Minute legte Samuel Antonitsch per Elfmeter das 2:0 nach, ehe Pascal Krobath in der 30. Minute auf 3:0 stellte. Für Reichel hätte der Vorsprung zu diesem Zeitpunkt sogar noch höher ausfallen können. „Wir müssen höher führen als 3:0, haben aber genug Chancen nicht gemacht“, sagte er. Gerade diese Phase gefiel ihm trotzdem besonders, weil neben den Treffern auch die Arbeit gegen den Ball und der Zusammenhalt gestimmt hätten. „Jeder hat für jeden gekämpft“, meinte Reichel, und genau dieses Auftreten habe seine Mannschaft früh auf Kurs gebracht.
Zur Pause war die Sache klarer, als sie sich später noch anfühlen sollte. Reichel hatte seiner Mannschaft in der Kabine mitgegeben, „gleich weiterzuspielen wie in der ersten Halbzeit“, doch nach seiner Einschätzung gelang das nicht mehr mit derselben Konsequenz. Die Juniors wurden nach dem Seitenwechsel stärker, ließen den Ball gut laufen und kamen in der 50. Minute durch Marcel Prassl auf 1:3 heran. Damit bekam die Partie noch einmal Zug. Reichel räumte offen ein, dass Gurnitz in dieser Phase auch das nötige Glück hatte, als ein Stangenschuss nicht zum 2:3 führte. Gleichzeitig betonte er aber, dass seine Mannschaft sich nach dieser heiklen Phase wieder fing. Vor allem ab etwa der 70. Minute habe Gurnitz wieder genug „Hochkaräter“ gehabt, um die Führung weiter auszubauen, doch beim 3:1 blieb es letztlich.
Trotz der stärkeren Heimphase blieb Reichel bei einer klaren Einordnung. „Im Großen und Ganzen war es einfach ein verdienter Sieg“, sagte er, weil seine Mannschaft in der ersten Halbzeit sehr fokussiert aufgetreten sei, hinten so gut wie nichts zugelassen habe und vorne zur richtigen Zeit die Tore machte. Den entscheidenden Unterschied machte für ihn aber nicht nur das Ergebnis auf der Anzeigetafel, sondern vor allem das Auftreten seiner Mannschaft. „Unsere Führungsspieler sind heute als richtige Führungsspieler aufgetreten“, sagte Reichel. Dazu kamen für ihn die Laufwege, das Arbeiten füreinander und eine Defensivarbeit, die vor allem vor der Pause sehr gut funktioniert habe. Auch die eingewechselten jungen Spieler lobte er ausdrücklich, weil sie sich sofort eingebracht, viel gearbeitet und der Mannschaft geholfen hätten, das Spiel ins Ziel zu bringen.
Neben dem Ergebnis nahm Reichel noch zwei weitere Eindrücke aus diesem Abend mit. Einerseits sprach er den Juniors ein klares Lob aus. Er finde es „richtig gut“, dass der Verein mit so vielen jungen Spielern in die Meisterschaft gehe. Diese Spieler würden teilweise schon richtig guten Fußball zeigen, seien sehr spritzig, schnell und technisch stark, auch wenn ihnen naturgemäß noch etwas Entwicklung fehle. Andererseits freute ihn auf Gurnitzer Seite ein Debüt ganz besonders: Fabio Graf, erst 16 Jahre alt, kam zu seinem ersten Einsatz in der Kampfmannschaft, spielte laut Reichel rund 30 Minuten hinten links und habe das „richtig super gemacht“. Dass der Co-Trainer trotz Kritik an einzelnen Abseitsentscheidungen die Leistung des Schiedsrichterteams insgesamt als „okay“ einordnete, passte ins Bild eines Abends, an dem für Gurnitz vor allem eines zählte: drei Punkte und eine erste Halbzeit, auf der sich aufbauen lässt.