In der 1. Klasse Ost hat sich SG SV Tainach/HSV Haimburg am Sonntag mit SV Lavamünd 1:1 getrennt. Aus Sicht der Gäste blieb nach Runde sieben vor allem eine Sache hängen: viel Aufwand, aber zu wenig Ertrag. Sektionsleiter Markus Krusch machte nach dem Remis vor allem die Chancenverwertung zum großen Thema und sprach davon, dass sich seine Mannschaft für den betriebenen Aufwand wieder nicht belohnt habe.

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Der Spielverlauf war für Lavamünd zunächst unerquicklich. Tainach/Haimburg ging in der 20. Minute durch Sebastian Gaber mit 1:0 in Führung und nahm diesen Vorsprung auch mit in die Halbzeit. Für die Gäste war das deshalb bitter, weil Krusch die eigene Mannschaft trotz des Rückstands nicht als passiv oder ideenlos gesehen hatte. Vielmehr blieb bei ihm das Gefühl, dass Lavamünd zu wenig aus den eigenen Möglichkeiten machte. Immerhin kam die Reaktion nach der Pause rasch. In der 50. Minute traf Sebastian Lorbert zum 1:1 und stellte damit wieder auf Anfang. Ab diesem Zeitpunkt war die Partie wieder offen, doch aus Lavamünder Sicht blieb genau jener Makel bestehen, den Krusch nach Schlusspfiff klar ansprach: Der Ausgleich war da, mehr aber nicht, obwohl nach seinem Eindruck deutlich mehr drin gewesen wäre.
Krusch formulierte seine Hauptkritik sehr deutlich und legte den Finger genau auf jenen Punkt, der seine Mannschaft schon länger begleitet. „Wir sind an unserer Chancenauswertung leider wieder gescheitert“, sagte der Sektionsleiter. Noch konkreter wurde er mit einem Satz, der die Partie aus seiner Sicht gut zusammenfasst: „Wenn du aus zehn hundertprozentigen Chancen nur ein Tor schießt, ist das zu wenig.“ Gerade deshalb wollte er seiner Mannschaft den Einsatz nicht absprechen. „Die Einstellung passt. Der spielerische Einsatz auf diesem sehr schwierigen Spielfeld war auch gegeben“, hielt Krusch fest. Für ihn lag das Problem also nicht in der Haltung oder im Willen, das Spiel anzunehmen, sondern vielmehr im letzten Schritt. „Es fehlt der letzte Funken Glück, dass der Ball über die Linie springt“, sagte er. Und als Erklärung, warum es am Ende nicht zu drei Punkten reichte, schob er noch nach: „Schwer zu sagen, was da fehlt. Der letzte Wille vielleicht, um ein Tor zu schießen.“
Eine weitere wichtige Phase begann in der 70. Minute, als Tainach/Haimburg nach der Roten Karte gegen Sebastian Gaber nur noch zu zehnt weiterspielen musste. Dass Lavamünd auch diese letzte gute halbe Stunde nicht mehr zum Sieg nutzen konnte, passte für Krusch ins Gesamtbild dieses Nachmittags. Den Schiedsrichter wollte er dabei nicht zum alleinigen Thema machen, auch wenn er einzelne Entscheidungen kritisch sah. „Grundsätzlich war die Schiedsrichterleistung in Ordnung“, sagte er, verwies aber zugleich auf „zwei, drei kritische Elferszenen“, bei denen aus seiner Sicht zumindest einmal auf Strafstoß hätte entschieden werden können. Den Gegner nahm er trotz allem ernst und ordnete auch dessen Auftritt ein: „Man hat gemerkt, dass nach dem Trainerwechsel die Mannschaft schon wieder hochmotiviert ans Werk ging und mit ihren Möglichkeiten voll dagegengehalten hat.“ Für Lavamünd bleibt damit nach sieben Runden ein Punkt und mit neun Zählern ein Platz im Tabellenmittelfeld. Krusch blickte aber weniger auf die Tabelle als auf die Hoffnung, dass sich der Aufwand bald auszahlt: „Ich hoffe, dass wir uns in den nächsten Spielen für unseren Aufwand und unsere spielerische Leistung auch belohnen und das eine oder andere Tor schießen werden.“