Im Duell der 1. Klasse Ost hat sich SV ASKÖ Sittersdorf gegen KAC Juniors 1b mit einem 1:1 begnügen müssen. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Oliver Michael Piskernig die Gäste voran, ehe Bojan Canacevic spät ausglich. Trainer Bernhard Erich Starz sprach danach zwar von einem „gerechten Unentschieden“, fand aber dennoch deutliche Worte, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht wieder an denselben Problemen scheiterte.

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Über weite Strecken entwickelte sich eine Partie, in der sich keine Seite früh entscheidend absetzen konnte. Starz sagte, seine Mannschaft habe in der ersten Hälfte „schon die eine oder andere Chance gehabt“, schob aber sofort nach, dass die Juniors ebenfalls zu ihren Möglichkeiten kamen. Dass es mit 0:0 in die Pause ging, passte daher zum Spielbild. Nach dem Seitenwechsel kippte die Begegnung nicht durch eine längere Druckphase, sondern durch einen Fehler, den der Sittersdorf-Coach später klar ansprach. In der 68. Minute gingen die Gäste durch Oliver Michael Piskernig mit 1:0 in Führung. Sittersdorf blieb aber im Spiel und kam in der 80. Minute durch Bojan Canacevic noch zum 1:1. Weil auch die Gäste zuvor ihre Anteile an der Partie hatten, blieb für Starz unter dem Strich die Einordnung: „Unterm Strich war es ein gerechtes Unentschieden.“
Mit dem Punktgewinn alleine wollte sich Starz nach dem Spiel aber nicht zufriedengeben. Seine Analyse fiel deutlich aus und zielte weniger auf das Ergebnis als auf die grundsätzliche Entwicklung seiner Mannschaft. „So wie jedes Spiel in letzter Zeit: Wir schaffen es nicht, Tore zu schießen, und wir laden den Gegner dazu ein, dass er Tore schießt“, sagte der Sittersdorf-Trainer. Noch klarer wurde er bei der Frage, was seiner Elf derzeit fehle: „Solang die Mannschaft kein Team wird, wird das auch weiter so laufen.“ Starz beschrieb damit keinen einzelnen Ausrutscher, sondern ein Muster, das er seit Wochen wahrnimmt. Gerade deshalb wog für ihn schwer, dass seine Mannschaft nach seiner Wahrnehmung im Training ein anderes Bild abgibt als am Spieltag. „Sie trainiert sehr gut, aber sobald ein Spiel beginnt, ist sie wie ausgewechselt“, sagte er. Für den Trainer steckt dahinter vor allem der Kopf, nicht fehlende Arbeit im Alltag.
Besonders geärgert haben den Coach jene Momente, in denen Sittersdorf eigentlich gute Voraussetzungen hatte, daraus aber zu wenig machte. „Wir haben in der ersten Halbzeit in Überzahlsituationen ganz schlechte Entscheidungen getroffen und technische Fehler gemacht“, erklärte Starz. Auch das Gegentor führte er nicht auf eine längere Überlegenheit des Gegners zurück, sondern auf eigenes Verschulden: „In der zweiten Halbzeit war es wieder eine schlechte Entscheidung eines Spielers, die auch schuld war, dass wir das Gegentor bekommen haben.“ Den Gegner beschrieb Starz dennoch als „junge, spielstarke Mannschaft“, fügte aber an, dass man ihn zu sehr habe spielen lassen. Über den Schiedsrichter wollte er hingegen keine große Debatte führen. Wichtiger ist für ihn, dass seine Mannschaft endlich jene Geschlossenheit auf den Platz bringt, die er im Training erkennt. Mit acht Punkten bleibt Sittersdorf vorerst im unteren Bereich der Tabelle, und genau dort wird es in den nächsten Wochen darauf ankommen, aus guten Ansätzen endlich wieder mehr zu machen.