Spielberichte

„Mit dem gleichen Biss rausgekommen“: So kippte das Spiel nach der Pause

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SV Ruden
TSV Preitenegg

In der 1. Klasse Ost hat TSV Preitenegg am Freitagabend bei SV Union Raiba Ruden mit 3:0 gewonnen und nach torloser erster Hälfte direkt nach der Pause zugeschlagen. Trainer Klaus Oswald machte vor allem den bissigen Auftritt seiner Mannschaft zum Unterschied. Preitenegg sei über die gesamte Spielzeit sehr laufstark und kampffreudig gewesen, ehe drei Treffer binnen zehn Minuten die Partie klar in Richtung der Gäste kippen ließen.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Viel Gegenwehr, leichte Vorteile für die Gäste

Vieles deutete zunächst auf einen Abend hin, an dem Kleinigkeiten entscheiden würden. Oswald erlebte eine Partie, in der beide Mannschaften körperlich dagegenhielten und einander nichts schenkten. „Über 90 Minuten war es ein kampfkräftiges Spiel von beiden Seiten. Es wurde keinem etwas geschenkt, mit einem leichten Chancenplus für uns“, sagte der Trainer. Dass zur Pause noch kein Tor gefallen war, passte zu diesem Bild. Für Preitenegg war aber schon früh erkennbar, dass mehr drin sein könnte. „Nach den ersten zehn Minuten hatte ich eigentlich das Gefühl, dass es in unsere Richtung kippt, weil wir ein bisschen giftiger waren als Ruden“, erklärte Oswald. Diese Einschätzung zog sich aus seiner Sicht durch die erste Hälfte, auch wenn das 0:0 zur Pause noch alles offenließ.

Nach dem 0:0 kommt der entscheidende Schlag

Genau dieses Gefühl bestätigte sich dann unmittelbar nach Wiederbeginn. Preitenegg kam laut Oswald „mit dem gleichen Biss“ aus der Kabine, mit dem die Gäste schon in die Partie hineingegangen waren. In der 48. Minute brachte Sebastian Kainz die Gäste mit 1:0 in Führung, und damit war der Knoten aus Sicht des Trainers endgültig geplatzt. „Wir sind nach der Halbzeit mit dem gleichen Biss rausgekommen wie in der ersten Hälfte und haben ein paar schöne Spielaktionen gehabt“, sagte Oswald. Als Clemens Simon Kreuzer in der 57. und 58. Minute doppelt traf, war aus dem offenen Spiel binnen weniger Augenblicke ein klarer Auswärtssieg geworden. „Dann haben wir eigentlich nicht aufgehört. Wir haben weitergemacht, 2:0 und 3:0 binnen zehn Minuten, und dann ging es nur mehr darum, das Spiel zu verwalten und rüberzubringen“, so der Preitenegg-Trainer.

Laufarbeit als Grundlage, Tabellenführung als Lohn

Entsprechend zufrieden war Oswald vor allem mit den Grundlagen, die seine Mannschaft auf den Platz brachte. „Vom Kämpferischen und Läuferischen her waren wir top“, hielt er fest und lieferte damit auch gleich die Erklärung für den starken zweiten Durchgang. Ganz ohne Anspruch auf weitere Entwicklung will der Trainer den Erfolg aber nicht stehen lassen. Oswald sprach trotz des 3:0 davon, dass es immer etwas zu verbessern gebe und derzeit noch „Kleinigkeiten“ bleiben, an denen gearbeitet werden kann. Den Gegner sah er nicht ganz auf seinem besten Niveau und verwies darauf, dass Ruden in den vergangenen zwei Wochen immer wieder mit kleineren Krankheiten zu tun gehabt habe. Diskussionen um die Spielleitung gab es aus seiner Sicht keine, Oswald sprach vielmehr von einem sehr guten Schiedsrichterteam. Für Preitenegg zählt damit vor allem das Ergebnis: der nächste Sieg, 21 Punkte nach neun Spielen und die Tabellenführung.

1. Klasse Ost: SV Ruden : Preitenegg - 0:3 (0:0)

  • 58
    Clemens Simon Kreuzer 0:3
  • 57
    Clemens Simon Kreuzer 0:2
  • 48
    Sebastian Kainz 0:1